Die Stadtentwicklung Luckaus seit dem späten Mittelalter anhand eines formgetreuen Kellerplans

Gewölbekeller der Hauptstraße 44, Luckau, Foto: Steffen Orgas

Ziel des Forschungsprojekts ist die Untersuchung der städtischen Entwicklung Luckaus in der Niederlausitz vom späten Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert anhand der umfangreich erhaltenen Kelleranlagen der Stadt.

Luckau nahm spätestens seit dem ausgehenden 13. Jahrhundert bis in die frühe Neuzeit eine zentrale Rolle in der Region ein. Aufgrund des dichten Bestands von Zeugnissen aus den verschiedenen städtischen Entwicklungsetappen ist Luckau für die Stadtforschung überregional von großem Interesse.

In dieser Arbeit werden die historischen Kellerbestände intra muros als wesentliche Quelle für die Erforschung der Stadtentwicklung herangezogen, da die aufgehende Parzellenbebauung im 17.  Jahrhundert weitgehend zerstört wurde und flächendeckende archäologische Untersuchungen im Stadtraum nicht durchgeführt werden können. Die Auswertung der Befunde zu den historischen Kellerbeständen soll Rückschlüsse auf die Ausbau- und Wiederaufbauphasen der Kernstadt im Untersuchungszeitraum ermöglichen. Dadurch kann der städtische Verdichtungsprozess in Luckau präziser nachvollzogen und bisherige Erkenntnisse zur historischen Stadtentwicklung ergänzt werden. Dabei werden ganz unterschiedliche Vorgehensweisen wie die des zusammenhängenden formgetreuen Aufmaßes sowie des Kellerkatasters miteinander verknüpft und somit in methodischer Hinsicht für die Stadtbauforschung und die Stadtgeschichte nutzbar gemacht.

Bearbeiterin: Luisa Beyenbach