Neue öffentliche Ringvorlesung »Forensic Sciences: Der Tat auf der Spur im Fußballstadion«
Alle Interessierten sind dazu im Großen Hörsaal am Zentralcampus Cottbus der BTU in der Konrad-Zuse-Straße 4 herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Unter der Schirmherrschaft des Fußball-Landesverbandes Brandenburg e.V. (FLB) und am Beispiel des FC Energie Cottbus e.V. (FCE) geht es um den Tatort Bundesligafußballstadion. Betriebs- und Spielsicherheit im Profifußball stehen im Fokus dieser Veranstaltungsreihe. Ausgangspunkt hierfür ist die andauernde Diskussion über Sicherheitsfragen, die zuletzt zu öffentlichen Bekundungen der Fanszene durch Protesthaltungen zur besten Sendezeit der Liga-Berichterstattung geführt hat.
Über die Vorlesung
Vorangestellt ist eine Einführung durch Prof. Dr. Patricia M. Schütte von der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster – ehrenamtliches Mitglied der Kommission Prävention und Sicherheit des Deutschen Fußballbundes (DFB).
Der Spielbetrieb im Fußball der dritten, zweiten oder ersten Bundesliga erzeugt Druck, der Professionalisierung erzwingt. Das geht den gesamten Spielbetrieb an und entwickelt Wirkungen, die weit über das Stadion und dessen Standort hinaus, bis in die Region hineingehen. Fußballvereine kommen an Vorgaben und rechtlichen Erfordernissen zum Thema Sicherheit nicht vorbei und benötigen Kapazitäten und Know-how, um solche Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. Welche Schwerpunkte dies betrifft und wie mit Sicherheit konzeptionell umgegangen werden sollte, wird angesprochen und beispielhaft konkretisiert.
Die Auftaktvorlesung zum Thema Kameratechnik in der Stadionsicherheit hält Prof. Dr. Dirk Labudde, der an der Hochschule Mittweida die Forschungsgruppe Forensic Science Investigation Lab leitet.
Moderator ist Dr. Dirk Marx, Koordinator des Masterstudiengangs
Forensic Sciences and Engineering der BTU
Hintergrund
Die Ringvorlesung »Der Tat auf der Spur im Fußballstadion« ist ein erster Versuch, Sicherheitsthemen objektiv und neutral zu besprechen. Ziel der Abendveranstaltungen ist es, das Thema Sicherheit als notwendigen Teil des Spielbetriebs im Profifußball aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu betrachten. Insofern sind Erfordernisse und Auswirkungen aber auch Erwartungen an ein solches Konzept und den betreffenden Betrieb des Profifußballs auch wissenschaftlich zu untersuchen. Der Deutsche Fußballbund (DFB) unterstützt dies ausdrücklich und begrüßt zukünftige und optionale Kooperationen.
Weitere Termine im Sommersemester 2026
– jeweils von 17:30 bis 19 Uhr im Großen Hörsaal am Zentralcampus der BTU, Konrad-Zuse-Straße 4, 03046 Cottbus mit Nachbetrachtungen im Foyer
5. Juni:
Innovation, Stadionsicherheit, Pyrotechnische Anwendungen
Referent: Prof. Dr. Thomas Fischer, BTU, Analytische Forensik.
19. Juni:
Pyrotechnik im Fußballstadion
Referentin: Michelle Beth, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Rechtspolitik (IRP) Trier
3. Juli:
Polizei und Sicherheit im Fußballstadion
Referent: Polizeirat Stefan Werner, Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße,
Leiter Führungs- und Revierdienste.
24. Juli:
Ordnerdienst im Fußballstadion
Referent: Patrick Paulick, Vorsitzender des Ausschusses Sicherheit
im Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB)
Zum Studiengang Forensic Sciences and Engineering
Der Studiengang Forensic Sciences and Engineering mit dem Abschluss Master of Science ist als berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang an der BTU Cottbus-Senftenberg ein deutschlandweites Unikat. Die Lehrveranstaltungen im Forensik-Studiengang haben Tatortarbeit, Ermittlungsverfahren und Spurenauswertung sowie deren Analyse im Kontext einer gerichtlich erfolgreichen Verwendbarkeit als Schwerpunkte.
Die Ausbildung erfolgt wissenschaftlich transdisziplinär an der BTU. Kriminaltechnische Kenntnisse, die auch für Gutachter*innen im Privatsektor zu verwenden sind, prägen ebenso das Lehrprogramm. Insgesamt steht die Kriminalistik vor neuen Herausforderungen: Das Tempo methodischer, technischer und wissenschaftlicher Entwicklungen ist geprägt durch Digitalisierung, neue internationale und europäische Tendenzen, die die bisher meist national agierenden Strafverfolgungsbehörden und Gutachter an ihre Grenzen führen.
Forensic Sciences and Engineering an der BTU nimmt diese Herausforderungen an und erweitert sein Lehrprofil, indem Vertiefungszertifikate in Brandursachenermittlung, Schriftenkunde, Wirtschaftskriminalität und dem Sonderbereich chemische und biologische Stoffe angeboten werden. Menschen, die keine Voraussetzungen für ein Masterstudium besitzen, erhalten dennoch die einmalige Chance, sich in diesen Fachbereichen universitär weiterzubilden.
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