DIN SPEC 91414-2

„Fahrzeugsicherheitsbarrieren für Sicherheitsanforderungen. Teil 2: Anforderungen an die Planung für den Zufahrtschutz zur Verwendung von geprüften Fahrzeugsicherheitsbarrieren“

Nachdem in den vergangenen Jahren Überfahrtaten vornehmlich ein Phänomen extremistischer Terroranschläge war (und bleiben wird), gelangte die Amokfahrt als Überfahrtat zunehmend zum Instrument für andere Formen krimineller Handlungen, wie (erweiterte) Suizide oder Vergeltungstaten:

  • 07.04.2018 Münster mit 4 Toten und mehr als 20 Verletzten
  • 01.01.2019 Bottrop, Essen, Oberhausen mit 10 Verletzten
  • 24.02.2020 Volkmarsen mit 154 Verletzten
  • 17.10.2020 Henstedt-Ulzburg mit 1 verletzten Person
  • 01.12.2020 Trier mit 5 Toten und 14 Verletzen

Die Frage nach geeignetem Schutz von gefährdeten Orten ist demnach aktueller denn je. Viele Kommunen und Veranstalter sehen sich der Herausforderung, ihre Plätze und Veranstaltungsräume gegen Fahrzeugangriffe zu schützen. Dabei stoßen sie aber immer wieder auf das Problem, dass hierzu keine Regelwerke in Deutschland existieren. Vielfach wird daher versucht, Plätze ohne Schutzkonzepte gegen Fahrzeugangriffe zu schützen.

Ein Folgeprojekt „Anforderungen an Anwendungsvorschriften für Fahrzeugsicherheitsbarrieren zum Schutz vor Überfahrtaten ist zwingend erforderlich, um einen sachgerechten und bestimmungsgemäßen Einsatz von mobilen wie auch stationären Fahrzeugsicherheitssperren durch die Anwender (Genehmigungsbehörden) gewährleisten zu können.

Erfolgreiche Gründung des Konsortiums zu DIN SPEC 91414-2 „Anforderungen an die Planung für den Zufahrtschutz zur Verwendung von geprüften Fahrzeugsicherheitsbarrieren“

Nachdem im April 2021 bereits die DIN SPEC 91414-1 „Mobile Fahrzeugsicherheitsbarrieren für Sicherheitsanforderungen - Teil 1: Anforderungen, Prüfmethoden und Leistungskriterien“ veröffentlicht wurde, fand am 31. August 2021 die Kick-Off Veranstaltung zum Teil 2 von DIN SPEC 91414 statt. Die Thematik rund um die mobilen Fahrzeugsperren fand auch dieses Mal eine große Resonanz. So nahmen am Kick-Off über 40 Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Kommunen, Herstellern, Testinstituten, Universitäten und Hochschulen teil. Ziel ist es in DIN SPEC 91414-2 Anforderungen an die Planung für den Zufahrtschutz zur Verwendung von geprüften Fahrzeugsicherheitsbarrieren unter Berücksichtigung ihrer Stadtbildverträglichkeit festzulegen, um einen sachgerechten und bestimmungsgemäßen Einsatz von mobilen wie auch stationären Fahrzeugsicherheitssperren durch die Anwender (Genehmigungsbehörden u.a.) gewährleisten zu können. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und wird unter administrativer Verantwortung der BTU Cottbus-Senftenberg umgesetzt. Die Projektlaufzeit beträgt ca. 12 Monate.