Die Erziehungswissenschaft beobachtet, interpretiert und erklärt die Prozesse der Erziehung, der Bildung, des Lernens und der Sozialisation, versucht die Auswirkungen dieser Prozesse vorherzusagen und darauf basierend den an der pädagogischen Praxis beteiligten Personen Handlungs- und Reflexionswissen zur Verfügung zu stellen. Pädagogisches Handeln zielt auf die Vermittlung sowohl von Kompetenzen, die eine produktive Lebensbewältigung ermöglichen, als auch auf die Fähigkeit und die Bereitschaft, diese selbstkritisch und verantwortungsbewusst zu gebrauchen. Hierin zeigt sich gleichsam der ethische Anspruch der Pädagogik, nämlich die erzieherische Praxis und ihre normative Ausgestaltung zu bedenken. Weil Menschen, die in der sozialen Arbeit tätig sind, immer auch pädagogisch handeln, sind ein diesbezügliches Bewusstsein und die Fähigkeit das eigene pädagogische Handeln und Denken unter diesen Gesichtspunkten zu reflektieren, unabdingbar für die Entwicklung von Professionalität und einer damit verbundenen professionellen Identität.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • eudaimogenetische Zugänge zur Pädagogik und Sozialen Arbeit
  • (pädagogische) Konzepte der Identität und Identitätsentwicklung
  • Vulnerabilität und Vulnerantialität in (sozial)pädagogischen Kontexten
  • Ästhetische Bildung
  • pädagogische Anthropologie