LausitzLabs - Digitale und Maker-Bildung für den Strukturwandel

LausitzLabs ist ein Verbundprojekt zum Aufbau eines hybriden Bildungskosystems für digitale, mediale und MINKT‑Kompetenzen in der Lausitz. Im Zentrum steht die Frage, wie zukunftsorientierte Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und regionale Entwicklung in einer Transformationsregion systematisch miteinander verbunden werden können. Das Projekt schafft ein Netzwerk aus einem zentralen Makerspace in Cottbus, mehreren Satelliten‑Labs in der Region und mobilen Lernangeboten für ländliche Räume. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien und pädagogische Fachkräfte sollen dadurch niedrigschwelligen Zugang zu digitaler Bildung, Medienbildung, Making und Berufsorientierung erhalten. Das Projekt LausitzLabs wird im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen gefördert und ist als mehrjähriges Verbundvorhaben angelegt. Die beantragte Laufzeit erstreckt sich vom 1. Mai 2026 bis zum 31. Dezember 2030. 

Projektpartner

LausitzLabs wird in einem interdisziplinären Verbund umgesetzt, der wissenschaftliche, zivilgesellschaftliche und pädagogische Expertise zusammenführt. Beteiligt sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus‑Senftenberg, die Universität Potsdam, Junge Tüftler gGmbH, mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V. sowie der Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V. als Verbundkoordination.

Der Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V. übernimmt die Gesamtkoordination und den Aufbau der LausitzLabs‑Struktur. Die Universität Potsdam bringt ihre Expertise in der empirischen Bildungsforschung und der Untersuchung individueller Kompetenzentwicklung ein, während Junge Tüftler gGmbH und mediale pfade.org Bildungsformate, Lernpfade und praxisnahe Angebote in den Bereichen Making, Medienbildung und demokratische Teilhabe entwickeln.

Rolle der BTU im Projekt

Die BTU Cottbus‑Senftenberg übernimmt im Projekt die wissenschaftliche Begleitforschung mit einem klaren Schwerpunkt auf der Meso‑ und Makroebene:

  • Auf der Mesoebene untersucht die BTU, wie Schulen, Jugendzentren, Hochschulen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Initiativen durch LausitzLabs neue Bildungsangebote entwickeln, kooperieren und sich organisatorisch verändern.
  • Auf der Makroebene analysiert sie, wie das Bildungsökosystem LausitzLabs in regionale Strukturwandel‑Strategien, Fachkräftesicherung und demokratische Teilhabe eingebettet ist und welche langfristigen Effekte auf die Region entstehen.

Damit liefert die BTU das analytische Rückgrat des Projekts: Sie macht sichtbar, welche Bedingungen nötig sind, damit Bildungsinnovationen in einer Transformationsregion nachhaltig wirken.

Forschungsschwerpunkte der BTU

Die Arbeiten der BTU konzentrieren sich auf mehrere zentrale Themen:

  • Transformationsforschung: Wie tragen neue Bildungsangebote zu sozialer und wirtschaftlicher Transformation in der Kohleregion Lausitz bei?
  • Bildungsökosysteme: Wie entstehen aus vielen einzelnen Projekten stabile, vernetzte Strukturen – also ein regionales Bildungskosystem?
  • Governance und Kooperation: Wie arbeiten kommunale Akteure, Bildungseinrichtungen, Verbände und Zivilgesellschaft zusammen, und welche Formen der Steuerung bewähren sich?
  • Wirkung und Verstetigung: Unter welchen Bedingungen werden aus zeitlich befristeten Projekten langfristig verankerte Strukturen in der Region?

Dazu setzt die BTU qualitative und mixed‑methods‑Ansätze ein, z.B. Interviews, Netzwerk‑ und Fallstudien, Policy‑Analysen und partizipative Workshops mit regionalen Akteur:innen.

Nutzen für Region, Wissenschaft und Praxis

Durch die Arbeiten der BTU entstehen:

  • fundierte Analysen darüber, wie digitale und MINKT‑Bildung im ländlich geprägten Raum nachhaltig etabliert werden kann
  • praxisnahe Handlungsempfehlungen für Kommunen, Bildungsträger und Politik
  • theoretische Modelle und empirische Ergebnisse, die auch für andere Transformationsregionen in Deutschland und Europa relevant sind

LausitzLabs wird so nicht nur zu einem neuen Lernraum für die Region, sondern – durch die Forschung der BTU – auch zu einem Modellprojekt für Bildung im Strukturwandel.