PODEST – Potentiale von Open Source Hardware für die dezentrale Energieversorgung
Kurzbeschreibung
PODEST untersucht, wie Open Source Hardware (OSH) dazu beitragen kann, eine sozial gerechte und partizipative Energiewende zu stärken. Durch frei verfügbare Baupläne, transparente Technologieentwicklung und gemeinschaftliche Innovationsprozesse sollen Bürger*innen, Initiativen und kleine Unternehmen befähigt werden, selbst angepasste Lösungen für die Nutzung erneuerbarer Energien zu entwickeln und einzusetzen. Das Projekt verbindet ingenieurwissenschaftliche Entwicklung eines offenen PV-Wind-Batteriesystems mit sozialwissenschaftlicher Forschung zu Nutzung, Teilhabe und Wirkung solcher Technologien.
Ziele
• Systematische Analyse bestehender OSH-Lösungen für dezentrale Energieversorgung und Bewertung ihres Potenzials für eine „just energy transition“.
• Entwicklung und Erprobung eines modularen, offen dokumentierten Systems aus PV-Anlage, Kleinwindenergie, Batteriemanagement und Leistungselektronik.
• Aufbau einer Community of Practice aus Entwickler*innen, KMU, Initiativen und Citizen-Science-Akteuren.
• Erforschung der Alltagstauglichkeit, Nachbaubarkeit und Wirkung von OSH-Energiesystemen im Rahmen partizipativer Home Labs.
• Ableitung von Politik-, Praxis- und Forschungsempfehlungen für die Verbreitung offener Energiesysteme.
Vorgehen
PODEST kombiniert technische Entwicklung (u. a. offene Leistungselektronik, flexibles Batteriemanagement, Test einer Kleinwindanlage) mit partizipativen Forschungsformaten. Eine Community of Practice begleitet den Entwicklungsprozess und unterstützt praktische Erprobungen in Home Labs. Alle technischen Lösungen und Daten werden offen dokumentiert und über eine Open-Hardware-Plattform bereitgestellt.
Beteiligte Organisationen: TU Berlin (Leistungselektronik, Energiespeichertechnik, Strömungsmechanik), BTU Cottbus-Senftenberg (Technik- und Umweltsoziologie) sowie die Open Knowledge Foundation Deutschland.
Mitarbeitende: Melanie Jaeger-Erben, Max Czymai
Laufzeit: 36 Monate, Beginn 01.09.2025
Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
