Laura Beyeler

Nach einem Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bern, hat Laura Beyeler einen Master in Sustainability Economics and Management an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erfolgreich abgeschlossen. In ihrer Masterarbeit hat sie sich intensiv mit den Thematiken der Circular Economy auseinandergesetzt. In ihrer Arbeit „European Plastic Policy Mapping – a cross-country analysis of national recycling system“ hat sie die politischen Instrumente der erweiterten Produzentenverantwortung und deren Einfluss auf die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffverpackungen qualitativ analysiert und bewertet.

Nach einem Jahr als Circular Economy Beraterin in verschiedenen Praxisprojekten erkannte Laura Beyeler eine Forschungslücke. Die Forschung im Bereich Circular Economy beachtet mehrheitlich technikbasierte Lösungsansätze, um den Ressourcenkreislauf effizient zu schließen. Veränderungen von Produktions- und Konsumpraktiken, welche eine vollständige Reduktion der Gütermenge und des Materialflusses im Kreislauf ermöglichen, werden vernachlässigt. Ihre Promotion setzt an diesem Entwicklungsbedarf an. Im Rahmen ihrer Forschung untersucht Laura Beyeler unternehmerische Suffizienzstrategien und -praktiken, mit dem Ziel Geschäftsmodelle des „weniger, langsamer, regionaler oder jenseits der Marktlogik“ zu erforschen. Anstrengungen, die das Produktionsvolumen begrenzen oder Konsument:innen dank neuer Dienstleistungen bei einer Konsumreduktion unterstützen, sind mögliche Beispiele unternehmerischer Suffizienzstrategien. Laura Beyeler wird von dem Promotionsstipendienprogramm der Deutsche Umwelt Stiftung finanziert.

Die Verbindung von Technik und Umwelt bedeutet für mich, dass Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung nicht ausschließlich durch neue Technologien getrieben werden. Neue Verhaltensmuster und eine Veränderung der aktuellen Praktiken sind notwendig, um ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Handeln innerhalb der planetarischen Grenzen zu ermöglichen. Eine umweltschädliche Technologie aus dem Markt zu nehmen oder gesellschaftliche Pfadabhängigkeiten zu brechen, sind weitere notwendige Innovationen, die angestrebt werden müssen.