Die Südhalle der Agora in Assos. Eine bauforscherische Untersuchung im chronologischen, städtebaulichen und entwicklungsgeschichtlichen Kontext

Die Südhalle der Agora in Assos befindet sich auf einer Terrasse unterhalb des eigentlichen Agoraplateaus. Südlich der Halle wurde in römischer Zeit eine Thermenanlage errichtet. Das oberste Geschoss des Hallenbaus schließt die Platzanlage, die von einer zweigeschossigen Nordstoa, einem Bouleuterion und einem tempelähnlichen Gebäude eingefasst wird, nach Süden hin ab. Die hoch aufragende Südhalle mit der Akropolis im Hintergrund stellt einen zentralen Blickfang der an der Südküste der Troas gelegenen Stadt zum Golf von Edremit und zur gegenüber liegenden Insel Lesbos dar. Die Lage der Südhalle auf einer vom Agoraplateau abgesetzten Terrasse und die unterschiedlichen Bautechniken der hintereinander errichteten Terrassen- und Hallenmauern lassen Rückschlüsse auf die sukzessive Errichtung des Gebäudes sowie der gesamten Platzanlage in mehreren Phasen zu. Ziel des Projektes ist es, das Gebäude auf Grundlage einer Bestandsaufnahme vor Ort in seinen einzelnen Bauphasen zu rekonstruieren, anhand von Vergleichsbeispielen baugeschichtlich einzuordnen und Hypothesen bezüglich seiner Funktion und Nutzung zu entwickeln. Die Forschungen zur Baugeschichte der Südhalle lassen wesentliche Erkenntnisse zu Entstehung und Transformation des Stadtzentrums von Assos von der frühhellenistischen bis in die römische Zeit erwarten.

Seit den ersten amerikanischen Forschungen 1880 und 1882 gilt die Agora in Assos mit ihrer Randbebauung als Musterbeispiel eines antiken Marktplatzes, obwohl kaum eines der zugehörigen Bauwerke ausreichend erforscht ist. Seit 2006 liegt einer der Schwerpunkte des türkisch-deutschen Forschungsprojektes zur Stadtgeschichte von Assos auf der detaillierten Erforschung dieses Stadtzentrums. Diese Forschungen werden durch die Ergebnisse der bauforscherischen Untersuchungen zur Südhalle ergänzt, die darüber hinaus einen Beitrag zur Diskussion um Konzeption, Gestalt und Entwicklung antiker Platzanlagen leisten.

Bearbeiterin: Julia Engel

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