Gastdozierende

Gastdozierende im Sommersemester 2019

Andreas Pohlmann

Andreas Pohlmann hat in Bonn Kunstgeschichte, Neuere Deutsche Literaturwissenschaften und Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte studiert. Im Anschluss an die Promotion über den konstruktivistischen Maler Leo Breuer arbeitete er ein Jahr als Kurator im August-Macke-Haus in Bonn, danach nahm er seine Tätigkeit als Publizist auf. Entsprechend beschäftigt er sich seit 1997 mit digitalen Fototechniken, insbesondere der High-End-Farb-Bildbearbeitung für Kunstkataloge. Seine künstlerische Fotografie bewegt sich im Feld neuer, experimenteller Perspektiven auf natürliche Strukturen, Muster, Rhythmen und auf die Sichtbarmachung von Zusammenhängen im technisch-wissenschaftlichen und kulturellen Bereich. Mit seinem Künstler-Kollegen Hermann Josef Hack hat er zahlreiche Kunstprojekte im In- und Ausland realisiert mit dem Schwerpunkt „Soziale Auswirkungen globaler Veränderungen“ (z. B. Klimaflüchtlinge).

Kirsten Twelbeck

Prof. Dr. Kirsten Twelbeck lehrte zunächst Amerikanistik an den Universitäten Hannover, Göttingen, Berlin (FU) und Augsburg. Aktuell hat sie eine Professur für American Studies an der Universität Regensburg inne. Abseits von diversen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften schrieb sie zwei Monografien: No Korean is Whole, Wherever He or She May Be (2002) sowie Beyond the Civil War Hospital: The Rhetoric of Healing and Democratization in Northern Reconstruction Writing (1861-1882) (2014). Viele ihrer Publikationen stellen die verschiedenen Verbindungen zwischen kulturellem Kontakt und ästhetischer Gestalt in den Mittelpunkt. Dabei werden Fragen über die Funktionen kultureller Artefakte in umfangreicheren und komplexeren Zusammenhängen des Austauschs aufgeworfen. Dem liegt auch ihr aktuelles Forschungsprojekt im Bereich Environmental Humanities zugrunde, welches sich mit den kulturellen Dimensionen des Weizens beschäftigt. Mit dessen Rolle als Global Player mit ausgeprägter kultureller Komponente verbindet sie „Weizen“ mit anderen Bereichen, etwa Transpazifik-, Transatlantik- und Postkolonial-Studien, aber auch mit Themen wie Staatenbilung und Demokratisierung.

Sacha Kagan

Dr. Sacha Kagan forscht seit über 15 Jahren in den Bereichen Kunstsoziologie und Urban Research und gilt als einer der Pioniere der kunstbasierten Nachhaltigkeitsforschung. Er ist Autor von über 70 Publikationen und brachte seine Expertise in über 130 Veranstaltungen in 32 Ländern ein.

Von 2005 bis 2018 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leuphana Universität Lüneburg. Dort leitete er das transdisziplinäre Projekt „Stadt als Möglichkeitsraum“ mit (2015–2018) und war Koordinator des Wissenschaftsnetzwerks „Sociology of the Arts“ der European Sociological Association (2015–2017). Auch die internationale Ebene des „Cultura21“-Netzwerks koordinierte er als Gründungsmitglied (2007–2016).

Udo Bröring

PD Dr. Udo Bröring absolvierte ein Studium an der Universität Oldenburg Mathematik, Philosophie und Biologie und schloss dieses in letzterem Bereich ab. Er war von 1985 bis 1986 dort zunächst als Dozent tätig, bevor er weitere verschiedene Beschäftigungen sowohl als Dozent als auch als Forscher innehatte. Des Weiteren war er von 1986 bis 1994 Berater für Naturschutz und Renaturierung. 1991 erhielt er den Titel „Dr. rer. nat.“ im Bereich terrestrische Ökologie und Biogeografie. Es folgte seine Habilitation an der BTU Cottbus im Jahre 2002. Seit 1994 ist Udo Bröring wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Ökologie der BTU Cottbus-Senftenberg.

Gastdozierende im Wintersemester 2018/19

Angela Krewani

Prof. Angela Krewani ist Professorin für Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Ästhetik und Theorie der digitalen Medien sowie in der Beschreibung und Analyse von ökologischen Systemen.

Carly Lave

Carly Lave untersucht Konzepte vermenschlichter Maschinen und deren kulturelle und virtuelle Manifestationen, Personifikationen und Erweiterungen, welche es ihnen erlauben „menschlicher“ und auch leiblicher zu sein. Als Choreografin zieht sie ihr Wissen und ihre Begeisterung aus alternativen Realitäten und Zukünften, welche sie auf der Bühne erschafft, um damit Anregungen für eine avantgardistische Betrachtung der Beziehung zwischen Mensch und Maschine zu geben.
Zur Zeit ist Carly Lave Stipendiatin des Fulbright-Programms der USA und Deutschland. 

Ingmar Lippert

Dr. Ingmar Lippert ist Soziologe im Bereich Wissenschaftsforschung zu Technik und Umwelt. Bis 2018 war er als Assistenzprofessor an der IT-Universität Kopenhagen beschäftigt und ist aktuell am Museum für Naturkunde Berlin tätig. Zuvor arbeitete er an der National University of Singapore, studierte Soziologie in Augsburg und Lancaster sowie Enivonmental and Resource Management an der BTU. Als leitender Herausgeber veröffentlichte er eine Sonderausgabe zu „Environmental management as situated practice“ (Geoforum 2015) und beschäftigt sich demnächst mit der Sonderausgabe „Numbering, Numbers and After Numbers“ (Science & Technology Studies 2018), die er zusammen mit Helen Verran herausgibt. In seinen Forschungsprojekten untersucht er zur Zeit Infrastrukturen von Environmental Governance.

Norman Pohl

Dr. rer. nat. Norman Pohl ist Leiter des Historicums und wiss. Mitarbeiter am Lehr­stuhl für Technikgeschichte und Industriearchäologie des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Tech­nikgeschichte der TU Berg­aka­de­mie Freiberg. Seine Forschungs­schwerpunkte sind die Ge­schich­te der Chemie, Umweltgeschichte und Hochschulgeschichte. Er ist langjähriges Mitglied im Vorstand der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft e.V., Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Ingenieure und wurde von der Fachschaft der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Bergakademie Freiberg mit dem Carl-Gottlieb-Gottschalk-Preis für herausragende Verdienste um die Lehre und die Betreuung der Studenten ausgezeichnet.

Hubert Zapf

Hubert Zapf ist emeritierter Professor für Amerikanistik an der Universität Augsburg und beteiligt sich am Studiengang Ethik der Textkulturen innerhalb des Elitenetzwerks Bayern. Die Forschungsschwerpunkte von Hubert Zapf liegen auf den Gebieten von Literatur und Kulturökologie, neuerer amerikanischer und englischer Literatur, Literaturgeschichte, Literatur- und Kulturtheorie. Neben zahlreichen Aufsätzen hat er u. a. folgende Bücher und Themenhefte publiziert oder herausgegeben:
Kurze Geschichte der angloamerikanischen Literaturtheorie, UTB, 2. Aufl. 1996; Literatur als kulturelle Ökologie, Tübingen: Niemeyer, 2002; Literature and Ecology (Hg.), Special Issue of Anglia, 124, 1, 2006; Kulturökologie und Literatur. Ein transdisziplinäres Paradigma der Literaturwissenschaft (Hg.), Heidelberg: Winter, 2008; Amerikanische Literaturgeschichte (Hg.), Metzler, 3. Aufl. 2010; Redefining Modernism and Postmodernism (Hg. mit Sebnem Toplu). Cambridge Scholars Publishing, 2010, paperback 2013; English and American Studies. Theory and Practice (Hg. Mit Martin Middeke, Timo Müller, Christina Wald), Stuttgart and Weimar: Metzler, 2012.American Studies Today. New Research Agendas (Hg. mit Winfried Fluck, Erik Redling und Sabine Sielke). Heidelberg: Winter, 2014.
Hubert Zapf ist Mitherausgeber von Anglia. Journal of English Philology, of the Book Series of Anglia, und der De Gruyter Handbook Series English and American Studies. Text and Theory.

Gastdozierende im Sommersemester 2018

Chunglin Kwa

Dr. Chunglin Kwa arbeitet an der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Universiteit van Amsterdam im Progamm „Transnational Configurations, Conflict and Governance“. Von 1999 bis 2000 war er Fakultätsmitglied an der Harvard University. Seine Arbeit konzentrierte sich auf Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte. Kwa ist Autor von mehreren Büchern, etwa „Styles of Knowing: A History of Science from Ancient Times to the Present“ (Pittsburgh 2011) und „What is truth?“ (Boom 2018), sowie diversen Beiträgen in wissenschaftlichen Zeitschriften zum Thema Epistemologie und Geschichte von Landschaft.

Ulrich Petschow

Ulrich Petschow ist Volkswirt und leitet das Forschungsfeld Umweltökonomie und Umweltpolitik am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin. Aktuelle Schwerpunkte seiner Arbeiten sind Innovation und Transformation u. a. mit Blick auf neue Ansätze von Produktion und Konsum, die Analyse von Gestaltungsansätzen von neuen Technologien (Nanotechnologien, Bionik) und Produktionsmuster (bspw. 3D-Druck und dezentrale Produktion) aber den Herausforderungen transdisziplinärer Forschungsansätze.

Norman Pohl

Dr. rer. nat. Norman Pohl ist Leiter des Historicums und wiss. Mitarbeiter am Lehr­stuhl für Technikgeschichte und Industriearchäologie des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Tech­nikgeschichte der TU Berg­aka­de­mie Freiberg. Seine Forschungs­schwerpunkte sind die Ge­schich­te der Chemie, Umweltgeschichte und Hochschulgeschichte. Er ist langjähriges Mitglied im Vorstand der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft e.V., Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Ingenieure und wurde von der Fachschaft der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Bergakademie Freiberg mit dem Carl-Gottlieb-Gottschalk-Preis für herausragende Verdienste um die Lehre und die Betreuung der Studenten ausgezeichnet.

Jens Soentgen

Dr. Jens Soentgen schloss 1994 ein Staatsexamen in Chemie ab und promovierte mit einer philosophischen Arbeit über den Stoffbegriff („Das Unscheinbare“, Berlin 1997). Als Dozent war er in Deutschland und Brasilien an verschiedenen Universitäten tätig. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg. Seit 2012 ist Jens Soentgen Mitherausgeber der Zeitschrift GAIA – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft, sowie seit 2016 Adjunct Professor of Philosophy an der Memorial University in St. John’s, Kanada (Neufundland). Seine Bücher „Von den Sternen bis zum Tau“ (Peter Hammer Verlag 2011) und „Wie man mit dem Feuer philosophiert“ (Peter Hammer Verlag 2014) wurden mit Preisen ausgezeichnet, seine neuesten Buchveröffentlichungen sind „Ökologie der Angst (Matthes & Seitz Berlin 2018)“ und „Konfliktstoffe“ (Oekom 2019). Jens Soentgen ist ein Denker, der in seinen Arbeiten ungewöhnliche Wege beschreitet und so Chemie und Alchemie, Experiment und Beobachtung, Bewusstseinsphilosophie und Material Studies zusammenbringt.