Semesterübersicht

Vorlesung/Seminar Kulturgeschichte von Technik und Umwelt (510111)

Termine

  • Do 17:30 - 20:30, A/B Woche, ab 14.10.2021, ZHG / Seminarraum 1, ZHG
  • Do 17:30 - 20:30, Einzel, am 14.10.2021,
  • Do 17:30 - 20:30, Einzel, am 28.10.2021,

Studiengänge

  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

Die erste Veranstaltung (14.10.2021) findet in Präsenz statt (ZHG | SR1). Bitte beachten Sie die Hinweise in Moodle.

Eine Kulturgeschichte fragt weniger nach praktisch und politisch wirksamen sozialen Konstellationen und gesellschaftlichen Institutionen, als nach einer angemessenen Beschreibung der „Umwelten“ von Individuen oder Gruppen in einer immer komplexer, und immer mehr ausdifferenzierten Welt. Diese Hinwendung zur Kultur zeigt sich etwa seit den 1970er Jahren in verschiedenen Disziplinen, nicht zuletzt den neu entstandenen Kulturwissenschaften/Cultural Studies. Der Historiker Peter Burke beschreibt diesen Wandel als einen Perspektivenwechsel, mit dem Gesellschaft weniger „von innen“ und als rational verständliche und zu gestaltende Wirklichkeit untersucht wird, sondern die Attraktivität eines „Blickes von außen“ auf die Gesellschaft entdeckt wird. Der Begriff der Kultur wird erweitert und bezeichnet nicht nur Kunst und Wissenschaft, sondern "ein breites Spektrum an Artefakten (Bilder, Werkzeuge, Häuser usw.) und Praktiken (Konversation, Lesen, Spiele)“ (Burke 2005). In diesem Seminar beschäftigen wir uns vor allem damit, wie Technik und Umwelt aufeinander bezogen wurden und werden, wie die Konzeptualisierung dieses Verhältnisses sich historisch veränderte. So wurden im 20. Jahrhundert Technik und Umwelt immer wieder als antagonistische Prinzipien thematisiert, Technik zerstöre die Umwelt und führe zur weiteren Zurückdrängung natürlicher Systeme. Demgegenüber steht die Überzeugung, dass Technik in der Lage sei, eine Umwelt begrenzter Ressourcen immer weiter zu dehnen und zu erneuern. Diese Positionen und Konstellationen kondensieren an so verschiedenartigen Programmen und Objekten wie etwa dem Brundtland-Report, der von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung erstellt wurde, oder auch bei der Umdeutung von Landschaft etwa von einer historischen zu einer postindustriellen Kulturlandschaft, wie sie in der Lausitz aktuell stattfindet.


Lernziele
Methodische und theoretische Charakterisierung der Kulturgeschichte in den Geschichtswissenschaften; Kennenlernen von Klassikern der Umwelt- und Technikgeschichte, kritische Analyse ihrer disziplinären Abgrenzungen und Annäherungen; Beherrschung von Instrumenten wissenschaflichen Arbeitens (Rezension, kommentierte Literaturrecherche)

Prüfungsleistung
Präsentation während des Semesters (unbenotet); Wissenschaftliche Rezension (max. 6 Seiten, 40%); Wissenschaftliche Literaturrecherche zu einem Fallbeispiel (max. 10 Seiten, 60%).

Literatur

Arndt, Melanie (2015). Umweltgeschichte, Version: 3.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte (10.11.2015, docupedia.de/zg/Arndt_umweltgeschichte_v3_de_2015)



Burke, Peter (2015). Was ist Kulturgeschichte? Frankfurt/M.: Suhrkamp

Hughes, Thomas (2004). Human-Built World: How to Think About Technology and Culture. Chicago: University of Chicago Press.

Schwarzer, Markus (2013). Von Mondlandschaften zur Vision eines neuen Seenlandes. Wiesbaden: Springer.

Sprenger, Florian (2019). Epistemologien des Umgebens. Zur Geschichte, Ökologie und Biopolitik künstlicher environments. Bielefeld: Transcript.

Uekötter, Frank (2007). Umweltgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Zürich: Schulthess.

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle Kurs

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Module

  • Natur und Technik (13463)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (12190)

Vorlesung/Seminar How to talk about "Nature"? (510112)

Termine

  • Di 17:30 - 20:30, Einzel, am 02.11.2021, ZHG / Hörsaal A, ZHG
  • Di 17:30 - 20:30, Einzel, am 11.01.2022, ZHG / Hörsaal A, ZHG
  • Di 17:30 - 20:30, A/B Woche, ab 12.10.2021, HG / Raum HG 0.20, HG

Studiengänge

  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017
  • Environmental and Resource Management Bachelor / Prüfungsordnung 2005
  • fachübergreifend
  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2008
  • World Heritage Studies Master / Prüfungsordnung 2008
  • Environmental and Resource Management Bachelor (1. - 5. Semester) / Prüfungsordnung 2015

Lehrinhalt

The lecture on November 2nd, 2021 will be held in presence (ZHG / HS A). Please refer to Moodle for further information.
 

“How to talk about nature?” is closely linked to the question of what “nature” is, how it is construed and in which way we act with, in or against it. It is a question that is ontological and epistemological at the same time, it is about how we imagine nature “to be” and how we conceive of knowledge about nature. The ideas about this entwinement are manifold over time and in space, different cultures have developed different ways of thinking and also practices of how to deal with a culture/nature distinction. Another important conceptual issue is how nature and technology are related, in contemporary debates for instance, "nature" is often identified with "environment" and as such inescapably entangled with its cultural, political, and technological context. Is the use of technology in “nature” then a threat or an opportunity to build a genuinely sustainable world? 
This course seeks to answer these and other questions, by approaching “nature” with variously grounded historical and contemporary theoretical approaches. For example, the concept of “nature” was differently interpreted in ancient times, compared to modern contemporary cultures. We will probe the different usage, the scope of historical and cross-cultural depth, the semantics, the images/imaginaries, and finally, the logical coherence of “nature” concepts. This variety of topics means that the assigned readings will draw from a wide range of sources. With respect to handle current ecological and technocultural problems, a conscious reflection about “nature” seems to be required. Thus, the course should be also seen, in part, as a way to gain insight into contemporary reading, writing, and visual practices about “nature”.

Lernziele
After passing the course, students should:

  • interrogate the concept of “nature” and to expose its numerous ideological and cultural manifestations. 
  • understand main philosophical theories of “nature” and their cross-cultural and political dimensions. 
  • identify the main ethical dimensions of “nature”. 
  • apply philosophical positions to historical, contemporary, and new emerging issues about “nature”. 
  • gain insight into reading, writing, and visual practices about “nature” and understand the power of narratives and storytelling to shape our environmental present and future.


Prüfungsleistung

  • Article Review (35%)
  • Reciprocal Reading (35%)
  • Oral presentation (or alternative assignment based on answers to two readings) (15%)
  • Short essay “My wilderness” (15%)

Weiterführende Informationen

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Lehrperson

Ph.D. Francesc-Gabriel Rodriguez Mansilla

SWS

4.0

Module

  • Philosophy of Technology and Nature (13109)
  • Natur und Technik (13463)
  • How to Talk about Nature? (13657)

Kolloquium Kolloquium zur Technik- und Wissenschaftsforschung (510113)

Termin

Fr 10:00 - 13:00, A/B Woche, ab 15.10.2021,

Studiengänge

  • fachübergreifend
  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Im Kolloquium werden Arbeiten vorgestellt und diskutiert, die im Interdisziplinären Forschungsprojekt entstanden sind. Bachelorarbeiten, Masterarbeiten oder Theoriearbeiten können hier ebenfalls zur Diskussion gestellt werden. Die Veranstaltung ist vor allem gedacht für Arbeiten im Bereich Technikphilosophie, STS oder Kulturwissenschaften, die am Fachgebiet Allgemeine Technikwissenschaft oder in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet entstehen.

Lernziele
Entwicklung von Projekten, Darstellung der eigenen Projektfragen, -methoden und -ergebnisse, insbesondere Diskussion der Problematik interdisziplinärer Zusammenhänge.

Zur Präsentation im Kolloquium melden Sie sich bitte mit Ihrem Thema und Terminwunsch:
fg-technikwissenschaft@b-tu.de

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

2.0

Modul

Interdisziplinäres Forschungsprojekt (12174)


Vorlesung/Seminar Anthropos im Anthropozän (510121)

Termine

  • Mi 11:30 - 14:30, A/B Woche, ab 13.10.2021, LB 4B / B3.22
  • Mi 11:30 - 14:30, Einzel, am 13.10.2021,
  • Mi 11:30 - 14:30, Einzel, am 27.10.2021,

Studiengänge

  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

Die erste Veranstaltung (13.10.2021) findet in Präsenz statt (LG 4B | B3.22). Bitte beachten Sie die Hinweise in Moodle.

Das Anthropozän ist ein Fahnenwort des 21. Jahrhunderts, mit dem die Rolle des Menschen quasi als Naturkraft thematisiert wird. Eingeführt wurde es im Jahr 2000 von einem Atmosphärenforscher und einem Biologen, Nobelpreisträger Paul Crutzen (Mainz) und Eugene Stoermer (Michigan). Zunächst angelehnt an die Terminologie geologischer Zeitalter, wurde das Anthropozän rasch im kulturwissenschaftlichen und im gesellschaftspolitischen Kontext relevant. Im Zentrum der mittlerweile verzweigten Diskurse steht die Frage nach dem Anthropos, also den Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Handelns in einem Zeitalter, in dem sich der Mensch nicht nur in technischen oder künstlerischen Artefakten, sondern auch in der Natur permanent begegnet.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit umweltanthropologischen Fragen und mit der Methode einer philosophischen Feldforschung: wie sind Technik-Umwelt-Gefüge im Anthropozän angemessen zu beschreiben, auf welche Weise gehen dabei Technik und Umwelt auseinander hervor, und wie ist die historische Dimension einzubeziehen. Empiriebasierte Modelle und kulturelle Deutungsmuster von Klimawandel, Artensterben, generell Umweltdegradation werden vor diesem Hintergrund in verschiedenen Fallstudien beleuchtet. Wie werden krisenhafte soziokulturelle und sozioökologische Kontexte relevant für lokale Lebenswirklichkeiten, welche Lebensformen sind entstanden oder entstehen und wie kommen Verantwortung, Partizipation oder Selbstbestimmung (empowerment) als handlungsleitende Werte ins Spiel bei der Bewältigung dieser Veränderungen.

Lernziele
Auseinandersetzung mit Theorien und Begriffen wie Lebensform, Verantwortung, Selbstbestimmung; Einordnung in handlungstheoretischen Kontext (partizipative Modelle), Einblick in die Natur-Kultur-Debatte der Technik- und Wissenschaftsforschung; Entwicklung eines handlungspraktisch orientierten Projektes im Rahmen einer philosophischen Feldforschung.

Prüfungsleistung
Kleines studentisches Forschungsprojekt, Fallbeispiele werden im Seminar vorgeschlagen, zusammen diskutiert und ausgewählt; Präsentation (Projektabschluss, unbenotet); Vorstudie (max. 3 Seiten, 35%), Projektbericht (max. 12 Seiten, 65%).

Bitte lesen Sie die angegebene Literatur vor Beginn des Seminars.

Literatur

Bellacasa, Maria Puig de la (2017). Matters of Care. Speculative Ethics in More Than Human Worlds. Minneapolis: University of Minnesota Press, pp. 27-68.

Rose, Deborah Bird, Thom van Dooren, Matthew Chrulew, Stuart Cooke, Matthew Kearnes and Emily O’Gormand (2012). Thinking Through the Environment, Unsettling the Humanities. Environmental Humanities 1 (2012) 1-5.

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle Kurs

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Modul

Praktische Philosophie (12177)


Seminar Philosophy of Science in Practice: Philosophie für und in den Wissenschaften (510131)

Termine

  • Mi 09:15 - 10:45, A/B Woche, ab 20.10.2021, LG 2C / 317
  • Mi 09:15 - 10:45, Einzel, am 13.10.2021, LB 4B / B3.16
  • Mi 09:15 - 10:45, Einzel, am 02.02.2022,
  • Mi 09:15 - 10:45, Einzel, am 20.10.2021,
  • Mi 11:30 - 13:00, Einzel, am 13.10.2021,
  • Mi 11:30 - 13:00, Einzel, am 20.10.2021,
  • Mi 11:30 - 13:00, A/B Woche, ab 13.10.2021, LG 2C / 317
  • Mi 11:30 - 13:00, Einzel, am 02.02.2022,
  • A/B Woche,

Studiengänge

  • Kultur und Technik Bachelor / Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Bachelor / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Der Kurs widmet sich dem practice turn in der Wissenschaftsforschung und -Philosophie, insbesondere dem Unterschied zwischen einem universellen Geltungsanspruch des Wissens und sozialkonstruktivistisch informierten Standpunkt-Theorien (Harding, Haraway). Hierzu verschaffen wir uns zunächst einen Überblick zum practice turn seit den 1960er und 1970er Jahren, vergegenwärtigen uns die praktische Form und das Ethos des modernen Forschens (Weber, Merton) und gehen dann spezieller auf die Fragen der Situtiertheit von Wissen ein. 

Lernziele
Die Studierenden entwickeln einen Überblick zu Ansätzen in der Wissenschaftsforschung seit den 1960er und 1970er Jahren (dem practice turn), lernen verschiedene theoretische Ansätze zu differenzieren und zu den Positionen eine begründete Stellung zu beziehen. 

Prüfungsleistung
Referat zu einem Text des Seminar-Readers (unbenotet) während des Semester; zwei kurze Tests (Quiz) auf Moodle  (benotet, je 15%); Kommentar zu einem Text des Seminar-Readers (benotet, 70%), ca. 3-5 Seiten.

Literatur

Für einen ersten Überblick sei empfohlen:

  • Link, F. Neuere Entwicklungen in der Wissenschaftsgeschichte: Die (mindestens) drei Wissenschaftskulturen und ihre Historiografien. Neue Polit. Lit. 64, 27–53 (2019). https://doi.org/10.1007/s42520-019-0058-1
  • Bauer S. (2017) Science Studies. In: Sommer M., Müller-Wille S., Reinhardt C. (Hg.) Handbuch Wissenschaftsgeschichte. J.B. Metzler, Stuttgart. https://doi.org/10.1007/978-3-476-05347-3_5
  • Wilholt T. (2017) Wozu Wissenschaftsphilosophie? Philosophische Wissenschaftsreflexion und ihr Beitrag zur wissenschaftlichen Bildung. In: Kauhaus H., Krause N. (eds) Fundiert forschen. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-15575-9_5

Weiterführende Informationen

Link zu Moodle

Lehrperson

Dr. Suzana Alpsancar

SWS

4.0

Module

  • Wissenschaftstheorie, Logik und Naturphilosophie (12217)
  • Risiko- und Technikfolgenabschätzung (12180)

Seminar Ethik der KI. Soziale Roboter, Chatbots, automatisierte Fahrzeuge (510132)

Termine

  • Do 09:15 - 10:45, A/B Woche, ab 14.10.2021, LG 2C / 317
  • Do 09:15 - 13:00, Einzel, am 04.11.2021, LG 2C / 315
  • Do 11:30 - 13:00, A/B Woche, ab 14.10.2021, LG 2C / 317

Studiengang

Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

In den letzten beiden Jahrzehnten hat der Bereich der sogenannten Künstlichen Intelligenz einen wahrhaften Boom erlebt. Zahlreiche technische KI-Funktionen wurden und werden alltagstauglich, transformieren bestehende Systeme, Produkte und Dienstleistungen und schaffen auch ganz neue Möglichkeiten. Roboter dienen nicht mehr nur an Fließbändern großer Fabrikhallen, sondern bringen an Demenz erkrankte zum Lächeln (Paro-Robbe) oder erhalten eine Staatsbürgerschaft (Hanson Robotics Sophia von Saudia Arabien im Jahr 2017). Chatbots sind nicht mehr so leicht als Maschine zu erkennen wie noch in den 1960er Jahren (ELIZA), sondern werden uns immer ähnlicher (Replika). Autonome Vehikel transportieren Pakete, Passagiere, Impfstoffe (Rail-Hailing Services, Drohnen, Robotaxen, Smart Shuttles). Manch einer traut ihnen zu, unser gesamtes Mobilitätssystem auf den Kopf zu stellen — sei es, dass Mobility-as-a-service Angebote helfen, eine Verkehrswende im Sinne der Klimaziele von Paris zu erreichen, sei es, dass noch mehr Automobile auf unseren Straßen fahren und parken. 

Das Projektseminar verfährt Fallorientiert: Ausgehend von den gewählten Fällen erarbeiten wir, welche Grundlagen zunächst verstanden werden müssen (z.B. Unterschied ELIZA und Replika bzgl. Algorithmen, maschinellem Lernen) und welche sozial- und moralphilosophischen Fragen sich stellen. Dabei adressiert der Kurs insbesondere solche KI-Anwendungen wie die genannten, die einen ‘sozialen’ Charakter aufweisen, indem sie mit uns interagieren, indem sie unser Verhalten nachahmen, indem sie unsere alltäglichen Praxen umschreiben. Wir werden deswegen auf eine Reihe von Ansätzen aus Moral- und Sozialphilosophie zurückgreifen, die erlauben, Fragen nach der Normativität von Praktiken, Lebensformen, der Priorisierung grundlegender Werte und ihrer Interpretation zu stellen. 

Lernziele
Ausgehend von jüngeren KI-Entwicklungen lernen die Studierenden sich zu diesen in ein kritisches Verhältnis zu setzen. Zentral hierbei ist sich darauf einzulassen, zu fragen, womit wir es genau zu tun haben, was sich hier verändern könnte und wieso dies moralphilosophisch und/oder sozialphilosophisch brisant oder auch nur interessant ist. Hierfür üben sich die Studierenden in der selbständigen Hintergrundrecherche zu einem gewählten Thema, dessen Präsentation sowie einer begründeten Stellungnahme. 

Prüfungsleistung
Präsentation (unbenotet) und wissenschaftliche Literaturrecherche (50%) während des Semesters;  wissenschaftlicher Essay (50%) ca. 5-7 Seiten bis Semesterende.

Literatur

Zum Einstieg sei empfohlen:

  • Mark Coeckelbergh, AI Ethics, The MIT Press 2020
  • Schwerpunkt “Künstliche Intelligenzen” der Zeitschrift für Medienwissenschaft, Heft 2/2019 (https://zfmedienwissenschaft.de/heft/ausgabe-21-kuenstliche-intelligenzen)

Weiterführende Informationen

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Lehrperson

Dr. Suzana Alpsancar

SWS

4.0

Modul

Ethik und Handeln (13431)


Seminar Un/disciplining Knowledge (510151)

Termine

  • Fr 13:45 - 17:00, A/B Woche, ab 22.10.2021, LG 2C / 317
  • Fr 17:00 - 19:00, Einzel, am 21.01.2022, LG 2C / 317
  • Sa 09:00 - 17:00, Einzel, am 22.01.2022, LG 2C / 317

Studiengänge

  • World Heritage Studies Master / Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie die Hinweise zu Präsenzveranstaltungen in Moodle. / Please refer to Moodle for information about face-to-face events. 

Sprachen: Deutsch, Englisch


Contemporary society and global governance are significantly shaped by modern projects of disciplining knowledge. The disciplining of knowledge shaped sciences and technologies. However, recent crises have led to significant transformations of the organisation of science, technology and epistemic practices and of the relations between science, politics and the economy. Intersecting with this kind of un/disciplining of knowledge, the imaginary of knowledge as a monolithic object has been questioned increasingly. Concepts and institutional structures have been developed to practice other modes of knowing in transdisciplinary or interdisciplinary projects, and to focus more on scientific practices and experimental settings. All of this results in analysing knowledge in the plural – knowledges. This course traces the transformation of knowledges exemplarily in sustainability studies as well as museum & heritage studies. These fields are analysed to introduce and discuss critical theories and issues of empirical knowledges, un/disciplining and their intersections with science, technology and society.
 
Before the semester’s first meeting, students have to have read the subsequent four prerequisite texts (available on Moodle) and formulate two questions or theses on this literature for a discussion in the first meeting of the semester.

Gibbons, M. (1999). Science's new social contract with society. Nature402(6761), C81-C84.
 
Mittelstrass, J. (2018). The order of knowledge: From disciplinarity to transdisciplinarity and back. European Review26(S2), S68-S75.
 
Turner, S. (2017). Knowledge formations: An analytic framework. Chap. 2 in The Oxford handbook of interdisciplinarity, edited by Frodeman, R., et al., 9–20. Oxford: Oxford University Press.
 
Watson-Verran, H., & Turnbull, D. (1995). Science and other indigenous knowledge systems. Chap. 6 in Handbook of Science and Technology Studies, edited by Jasanoff, S. et al., 115–39. Thousand Oaks, London, New Delhi: Sage Publications in Cooperation with the Society for Social Studies of Science

Prüfungsleistung: MCA
• Presentation (Screencast 7 min) – 25%
• Essay (2250-3000 words + references) – 25%
• Revised Essay (3000-4000 words + references) – 50%

Ziele
By the end of the module students should be able to develop a research question within the academic field of Science and Technology Studies and create and present a research design, as well as identify and make use of appropriate sources of empirical material for their analysis, furthermore to identify, select and compare appropriate concepts and methods, applying these on an interdisciplinary research field, and analyse changes in fields of science and technology with respect to knowledge forms.

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle Kurs

Lehrperson

Dr. phil. Ingmar Lippert

SWS

4.0

Module

  • Interdisziplinäre Technikforschung (12181)
  • Un/Disciplining Knowledge: Technology, Science, and Society in Transformation (13655)

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