Semesterübersicht

Sommersemester 2022

Im kommenden Sommersemester werden voraussichtlich Lehrveranstaltungen zu folgenden Modulen angeboten:

Bitte beachten Sie, dass alle Module teilweise Online und teilweise in Präsenz durchgeführt werden.

Vorlesung/Seminar Technik in Wissenschaft und Philosophie (510112)

Termin

Mi 11:30 - 13:00, A/B  Woche , 20.04.2022 bis 20.07.2022 , ZHG / Seminarraum 1, ZHG

Studiengänge

  • Betriebswirtschaftslehre Bachelor
  • Städtebau und Stadtplanung Bachelor / Prüfungsordnung 2019
  • Soziale Arbeit Bachelor
  • Stadt- und Regionalplanung Bachelor / Prüfungsordnung 2016
  • Kultur und Technik Bachelor (1. - 10. Semester) / Prüfungsordnung 2008 / Module 12182; 13320; 13463; FÜS
  • Kultur und Technik Bachelor (1. - 10. Semester) / Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

In dieser Veranstaltung wird Technik als Theorie und Praxis untersucht. Zunächst werden wir einen Blick in die Geschichte der Technikphilosophie werfen und uns ansehen, wie „Technik“ ins Verhätlnis gesetzt wurde zu Natur, zu Kunst, zu Wissenschaft und zum Handwerk. Im nächsten Schritt beschäftigen wir uns mit Vorstellungen von Technik in den Natur- und Ingenieurswissenschaf-ten, welche Rolle der Technik beim wissenschaftlichen Experimentieren zugeschrieben wird und wie die Materialität wissenschaftli-cher Gegenstände und ihre technische Hervorbringung begrifflich gemacht wird. Wir werden uns mit verschiedenen Wissensformen von Technik als Praxis beschäftigen und was "thing knowledge“, "tacit knowledge“ oder "somatic knowledge“ bedeuten. Abschlies-send geht es um visuelle und konzeptuelle Aspekte der Repräsentation technischer Dinge, etwa in Modellsammlungen oder Museen. 

Lernziele: 
Die historische und systematische Reflexion auf Technik in Theorie und Praxis soll die Studierenden in die Lage versetzen, verschiedene Wissensformen unterscheiden zu können und auf ihre Grenzen zu reflektieren. Es wird die Fähigkeit gefördert Texte zu analysieren, Argumente zu entwickeln und diese in mündlicher wie schriftlicher Form darzustellen.

Arbeitsumfang und Prüfungsleistung: 
Die Teilleistungen werden erbracht durch einen kleinen wissenschaftlichen Aufsatz (max. 6 Seiten) zu einem ausgewählten technischen Objekt oder Begriff, Einzelpräsentationen von Texten (1, max. 20 min), sowie durch die Bearbeitung von Aufgaben (2, max. 3 Seiten).

Literatur

Kornwachs, Klaus (2013). Philosophie der Technik. München: C.H. Beck.
Mitcham, Carl (1994). Thinking through Technology. Chicago: The University of Chicago Press.

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle Kurs

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Module

  • Einführung in die Wissenschafts- und Technikphilosophie (12182)
  • Technik in Wissenschaft und Philosophie (13738)
510112 in HIS

Kolloquium Kolloquium zur Technik- und Wissenschaftsforschung (510113)

Termin

Fr 11:30 - 13:00, A/B  Woche , 22.04.2022 bis 22.07.2022

Studiengang

Kultur und Technik Master (1. - 6. Semester) / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Die Veranstaltung findet in der Universitätsbibliothek IKMZ, Foyer 7. Etage statt.
Präsenztermine jeweils am Freitag, von 11:30 - 13 Uhr, am: 

  • 22.4.2022 
  • 6.5.2022
  • 27.5.2022
  • 10.6.2022
  • 24.6.2022
  • 8.7.2022 

Änderungen werden auf der Webseite des Lehrstuhls www.b-tu.de/fg-technikwissenschaft und im Moodle-Kurs bekanntgegeben.  

Im Kolloquium wird auf Forschungsthemen und Visionen fokussiert zum Themenkomplex „Technik, Wissenschaft und Gesellschaft“, im SoSe 2022 wollen wir uns mit einem Schwerpunkt Experimental- und Kreativtechniken im Bereich Technik und Kunst beschäftigen. Es sind Kolleginnen und Kollegen zu Gast, die in verschiedenen Zusammenhängen mit dem Lehrstuhl ATW kooperieren. Das Kollqouium dient auch dem Austausch im Rahmen eines entstehenden interfakultären Arbeitsbereiches Technik- und Wissenschaftsforschung (TeWi) an der BTU (Projekt GTW@BTU www.b-tu.de/fg-technikwissenschaft/forum-gtwbtu).  




Weiterhin werden im Kolloquium auch studentische Arbeiten vorgestellt und diskutiert, die im Rahmen des Interdisziplinären Forschungsprojekts entstanden sind. Bachelorarbeiten, Masterarbeiten oder Theoriearbeiten können hier ebenfalls zur Diskussion gestellt werden, die im Bereich Technikphilosophie, STS oder Kulturwissenschaften am Lehrstuhl Allgemeine Technikwissenschaft oder in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl entstehen. Termine hierfür werden nach Bedarf vergeben und finden i.d.R. ebenfalls freitags, zwischen 11:30 - 13:00 Uhr statt. Bitte melden Sie sich per E-Mail bei fg-technikwissenschaft@b-tu.de für einen Präsentationstermin an.

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle-Kurs

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

2.0

Modul

Interdisziplinäres Forschungsprojekt (12174)

510113 in HIS

Seminar Technology and Magic (Summer School) (510114)

Termin

Block  Woche , 26.09.2022 bis 30.09.2022 , Ort: Padua, Italien

Studiengang

Kultur und Technik Master (1. - 2. Semester) / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Summer School in Padua, Italy

Technology and magic are inextricably bound up with each other – despite all efforts to pit them against each other. Historically and systematically.

Sympathies. Historically, the familiar story begins with non-scientific practices of magically controlling the world through invocation and prayer and other forms of wishful thinking. However, confronting today’s inscrutable technological complexity is not unlike confronting an animated world – and thus we indulge and soothe our devices, partaking in the rituals of their maintenance and use. Not just in AI and computer modelling, this involves knowing the world through participation and repetition, simulation and similarity, resonance and sympathy. 

Media Effects. Technology and magic always inhabited the sphere of make-believe or illusion. This includes the technologies of staging and producing magic, including the magic of technologies that astonish and amaze and work like magic.

Iconicity. Image and performance are incarnated in artworks and technical works. The auratic body and authentic material substrate of technical devices is collected and curated, repaired and restored, held sacred in museums. The uniqueness of the body even of old mass-produced things can produce a shock of the old which limits and qualifies the claims of the new. 

The summer school seeks to bring together historical, epistemological, and anthropological approaches. It is neither content to retell, nor merely to deconstruct familiar tropes, but seeks to appreciate how we are ourselves in play when we relate technology and magic. Some of its headings might include “Nature Technologized and Technology Naturalized,” “The Technoscientific Reanimation of Matter,” “Performance and Ritual in Technology and Art,” „Media Technologies for the Production of Wonder.“

Arrival on Sunday, September 25, followed by five days of discussion, including two featured guest lectures, guided tours, and a free afternoon, departure on Saturday, October 1. Graduate students present works in progress, faculty members discuss theoretical positions. 

Organized by Fabio Grigenti (Universität Padua), Alfred Nordmann (TU Darmstadt), Natascha Adamowsky (Universität Passau), Astrid Schwarz (BTU Cottbus-Senftenberg)

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Module

  • Ethik im technischen Handeln (13435)
  • Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)
510114 in HIS

Vorlesung/Seminar Tiere sehen uns an: Der Mensch im Auge der Anderen (510115)

Termine

  • Do 13:00 - 19:00, Einzel , am 16.06.2022 , LG 3A / 325
  • Do 15:30 - 20:30, Einzel , am 14.07.2022 , ZHG / Hörsaal A, ZHG
  • Do 16:00 - 17:30, Einzel , am 21.04.2022 , ZHG / Seminarraum 3, ZHG
  • Do 16:00 - 17:30, A/B  Woche , 21.04.2022 bis 21.07.2022
  • Fr 09:00 - 15:00, Einzel , am 17.06.2022 , ZHG / Seminarraum 2, ZHG

Studiengänge

  • Kultur und Technik Master / Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

"Tiere sehen uns an" ist zu einer sprachlichen Geste geworden, die in Medien und Literatur verbreitet ist und vielgestaltig begegnet. In diesem Kurs wollen wir uns Begegnungen mit Tieren näher ansehen, wie sie beschrieben und interpretiert werden, und wie an diesen Begegnungen der Mensch zu seiner Selbstbestimmung, zu einer Positionierung seines Menschseins kommt. Wir wollen kulturelle Unterschiede im Umgang mit Tieren thematisieren und uns an ihnen irritieren lassen; mit Meerschweinchen etwa wird als Haustier ein emotionales Verhältnis aufgebaut, im Labor werden sie für Experimente genutzt und in anderen Weltgegenden als Delikatesse geschätzt. Manche Tiere werden ganz selbstverständlich gegessen, manchen schenken wir unsere größte Zuneigung, mit manchen Tieren tun wir beides, etwa mit Pferden. Was bedeutet es, wenn Tiere nicht mehr Tiere sind, sondern Individuen werden, die uns ansehen und was geschieht dann mit uns, sei es medial vermittelt oder im unmittelbaren Blickkontakt. 

Der französische Philosoph Jacques Derrida bemerkte, von seiner Katze nackt im Bad stehend beobachtet: „Das Tier schaut uns an, und wir stehen nackt vor ihm. Und vielleicht fängt das Denken an genau dieser Stelle an“. Bezug nahm er damit auf eine Diskussion in der Philosophie, was dann geschieht, wenn wir durch den Blick der Anderen zum Objekt oder – wie der Philosoph Jean-Paul Sartre meinte – zu einem Stück Natur werden, das diesem Anderen ausgeliefert ist, indem dieser ein "Geheimnis (…) dessen (besitzt), was ich bin“. 

Das Tier als das Andere thematisieren explizit die sogenannten Multispecies Studies, die zu einer neuen Disziplin gehören, den Environmental Humanities. Hier experimentieren Geistes- und Sozialwissenschaften mit den Beziehungsweisen zu Tieren, aber auch etwa zu Pilzen oder Pflanzen, und setzten sich mit neuartigen Beziehungen und Verantwortlichkeiten auseinander. Die üblichen Klassifizierungen und Kategorisierungen werden hinterfragt, neue Aufmerksamkeiten für die verschiedenen Lebensweisen dieser Anderen entwickelt. Auch die Verhaltensforschung ebenso wie die Ökologie sind hier in Theorie und Praxis gefordert im Sinne einer Neuinterpretation des Verhältnisses Mensch-Tier.  

Es geht in diesem Kurs also um kulturelle, epistemische, ethische und praktische Fragen des Verhältnisses des Menschen zu anderen Tieren, wobei wir uns fokussieren wollen auf die medialen und erzählerischen Darstellungen und Möglichkeiten der Erfahrung im Blick der Tiere als dem Anderen. Wir werden experimentieren mit Bild und Text und uns mit der Technik des Wildkamerafilmens beschäftigen. Eine Exkursion zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ist vorgesehen. 

Lernziele: 
Das Mensch-Tier Verhältnis wird aus verschiedenen medien- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven in Praxis und Theorie untersucht. Die Studierenden lernen experimentelle Denkformen und Kreativtechniken kennen. Medienkompetenz wird gefördert, sowie die Fähigkeit Texte zu analysieren, Argumente zu entwickeln und diese in mündlicher wie schriftlicher Form darzustellen.

Arbeitsumfang und Prüfungsleistung: 
Die Teilleistungen werden erbracht durch einen kleinen wissenschaftlichen Aufsatz (max. 6 Seiten) oder ein Video-essay zu einem der diskutierten Themen, durch die Vorstellung eines Textes, und eine weitere Einzelpräsentationen (2, max. 20 min), Teilnahme an der geplanten Exkursion.

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle Kurs

Lehrpersonen

  • Georg Hausladen
  • Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Module

  • Kulturgeschichte von Technik und Umwelt (13781)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (12190)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (13322)
  • Kultur, Technik, Philosophie (12188)
  • Technikhistorisches Grundwissen (13325)
  • Ethik im technischen Handeln (13435)
  • Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)
  • Grundströmungen der Philosophie (13428)
510115 in HIS

Vorlesung/Seminar Ökologisches Denken? Geschichte und Philosophie relationaler Theorien (510161)

Termine

  • Do 11:30 - 13:00, Einzel , am 12.05.2022 , ZHG / Seminarraum 1, ZHG
  • Do 11:30 - 13:00, Einzel , am 21.04.2022 , ZHG / Seminarraum 1, ZHG
  • 09:00 - 19:00, Block  Woche , 13.09.2022 bis 15.09.2022 , ZHG / Seminarraum 1, ZHG

Studiengänge

  • Kultur und Technik Bachelor / Prüfungsordnung 2017
  • Kultur und Technik Bachelor / Prüfungsordnung 2008
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

In der Wissenschafts- und Technikforschung und auch den Kulturwissenschaften wird bereits seit einiger Zeit das mit der europäischen Philosophie identifizierte binäre Denken kritisiert. Der Philosoph und Anthropologe Bruno Latour hat dies als die „Große Trennung“ (Latour) im Sinne einer grundlegende Ordnungskraft der Moderne thematisiert. Er bezieht sich damit insbesondere auf ein verbreitetes Verständnis einer Trennung von Natur versus Kultur als Teil der humanistischen und letztlich religiös inspirierten Überhöhung des Menschen. Damit einher geht häufig auch eine Kritik am Rationalismus in der Tradition des kartesianisches Denkens, womit auch die Idee einer Selbstgewissheit des Bewusstseins (Ich denke also bin ich) zurückgewiesen wird. Kategorien wie Subjekt und Objekt, Geist und Materie, kurzum res cogitans und res extensa seien stattdessen zu unterlaufen. Ein häufiger Vorschlag ist, daß die verbreiteten Dualismen dialektisch zu denken seien im Sinne einer neuartigen Konzeptualisierung von Beziehungen (nicht nur kausal) zwischen Materie und Nicht-Materie, lebend und nicht-lebend, Menschen und nicht-menschlichen Wesen etc. Stärker in den Blick kommen sollen Kategorien wie Vielfalt und Unbestimmtheit, Prozesse, Übergänge und Zwischenzustände. Eine verbreiteter Vorschlag im Rahmen dieser Neukonzeptualisierung kreist um Begrifflichkeiten wie Ensemble, Assemblage oder Beziehungsgefüge. Wir wollen uns mit AutorInnen beschäftigen, die zu diesem relationalen Denken beitragen wie Gilles Deleuze, Philippe Descola, Tim Ingold, Bruno Latour, Isabelle Stanger, Gilbert Simondon, Alfred North Whitehead, Jane Bennett, Sarah Whatmore, Helen Verran, Donna Haraway, Manuel DeLanda, Jean-Luc Nancy und andere. 
Bei dieser Veranstaltung geht es vor allem um die Lektüre und Vorstellung von Texten, sie findet als Blockveranstaltung statt.

Lernziele: 
Die historische und systematische Reflexion auf relationale Theorien, wie sind diese einzuordnen im Kraftfeld von Posthumanismus, feministischer Erkenntnistheorie, neuem Materialismus oder Postkolonialismus. Es wird die Fähigkeit gefördert Texte zu analysieren, Argumente zu entwickeln und diese in mündlicher wie schriftlicher Form darzustellen.

Arbeitsumfang und Prüfungsleistung: 
Die Teilleistungen werden erbracht durch ein Arbeitspapier (max. 8 Seiten), und durch Einzelpräsentationen von Texten (1, max. 20 min).

Weiterführende Informationen

Link zum Moodle Kurs

Lehrpersonen

  • Georg Hausladen
  • Dr. phil. Ingmar Lippert
  • Ph.D. Francesc-Gabriel Rodriguez Mansilla
  • Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Module

  • Ethik im technischen Handeln (13435)
  • Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (12190)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (13322)
  • Kultur, Technik, Philosophie (12188)
  • Wissenschaftstheorie, Logik und Naturphilosophie (13320)
510161 in HIS