Semesterübersicht

Vorlesung/Seminar Einführung in die Wissenschafts- und Technikphilosophie (510112)

Termin

Mi 11:30 - 13:00, A/B Woche, ab 08.04.2020, ZHG / Seminarraum 1, ZHG

Studiengänge

  • Kultur und Technik Bachelor (1. - 10. Semester) / Prüfungsordnung 2008/ Module 12182; 13320; 13463; FÜS
  • Kultur und Technik Bachelor (1. - 10. Semester) / Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!
In diesem Seminar werden Begriffe und Theorien, Objekte und Forschungspraxen in Wissenschaft und Technik untersucht. Als Ausgangspunkt werden wir uns die Wissenschaftsphilosophie der 1980er Jahre genauer ansehen, ihre Voraussetzungen und die Folgen der veränderten Aufmerksamkeit für das Experimentieren und die Materialität wissenschaftlicher Gegenstände. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beschäftigung mit Realismus - Konstruktivismus Debatten und die Entwicklung intermediärer Theorieangebote. 
Im ersten Teil der Veranstaltung geht es um Wissenschaftsphilosophie, im zweiten um Technikphilosophie. 
Im ersten Teil werden Wissensformen diskutiert, wie "thing knowledge“, "tacit knowledge“ oder "somatic knowledge". Im zweiten Teil geht es um eine historisch-systematische Auseinandersetzung mit Technikphilosophie.
 
Lernziele:
Wissenschaft und Technik werden als Methodik, als historisch gewordenes Wissen und als Institution vermittelt. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, verschiedene Wissensformen unterscheiden zu können und auf ihre Grenzen zu reflektieren. Es wird die Fähigkeit gefördert Texte zu analysieren, Argumente zu entwickeln und diese in mündlicher wie schriftlicher Form darzustellen. 

Arbeitsumfang und Prüfungsleistung:
Studierende, die die Veranstaltung im Rahmen des Moduls 13320 Wissenschaftstheorie, Logik und Naturphilosophie belegen erbringen eine Teilleistung zum Modul und 60h Selbststudium im Rahmen dieser Lehrveranstaltung (3KP).
Studierende, die die Veranstaltung im Rahmen des Moduls 12182 Einführung in die Wissenschafts- und Technikphilosophie belegen, leisten zusätzliches Selbststudium (insgesamt 150h) und erbringen eine weitere Teilleistung (6KP).
Die Teilleistungen werden erbracht durch jeweils drei Protokolle im Teil Wissenschaftsphilosophie und im Teil Technikphilosophie. Voraussetzung für die Bewertung der Teilleistungen ist je eine Präsentation in beiden Teilen des Seminars.

Literatur

Carrier, Martin (2006). Wissenschaftstheorie zur Einführung. Hamburg: Junius
Collins, Harry (2010). Tacit and explicit knowledge. Chicago: The University of Chicago Press
Mitcham, Carl (1994). Thinking through Technology. Chicago: The University of Chicago Press
Nordmann, Alfred (2008). Technikphilosophie zur Einführung. Hamburg: Junius

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Modul

Einführung in die Wissenschafts- und Technikphilosophie (12182)


Kolloquium Technik- und Wissenschaftsforschung (510113)

Termine

  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 27.05.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 03.06.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 20.05.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 17.06.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 15.07.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 24.06.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 08.07.2020, /
  • Mi 13:15 - 14:45, Einzel, am 08.04.2020, /

Studiengang

Kultur und Technik Master (1. - 6. Semester) / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie, dass die Präsenztermine bis auf weiteres ausfallen!
Wenn Sie ein Projekt im Kolloquium präsentieren möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail an: fg-technikwissenschaft@b-tu.de


Im Kolloquium werden vor allem Arbeiten vorgestellt und diskutiert, die im Rahmen des Interdisziplinären Forschungsprojekts entstanden sind. Bachelorarbeiten, Masterarbeiten oder Theoriearbeiten können hier ebenfalls zur Diskussion gestellt werden. Die Veranstaltung ist gedacht zur Diskussion von Arbeiten im Bereich Technikphilosophie, STS oder Kulturwissenschaften, die am Lehrstuhl Allgemeine Technikwissenschaft oder in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl entstehen.
Lernziele
Entwicklung von Projekten, Darstellung der eigenen Projektfragen, und -methoden und -ergebnisse, insbesondere Diskussion der Problematik interdisziplinärer Zusammenhänge.
 
Weitere Termine werden bei Bedarf vergeben.
Bitte melden Sie sich per E-Mail bei fg-technikwissenschaft@b-tu.de für einen Präsentationstermin an.

Die Veranstaltung findet im LG 10, Raum 113a statt.

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

2.0

Modul

Interdisziplinäres Forschungsprojekt (12174)


Seminar Modelling of gardens – reflecting on Pückler‘s heritage (510114)

Termin

Mi 13:45 - 15:15, A/B Woche, ab 22.04.2020, LG 2C / 315

Studiengänge

  • Environmental and Resource Management Master/ Prüfungsordnung 2011
  • World Heritage Studies Master/ Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Master (1. - 2. Semester) / Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Master (1. - 2. Semester) / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!

Gardens are an indispensable and continuous part of human culture, yet, at the same time they are objects of change. Gardens represent particular assemblages in which political, cultural, and technological settings are embedded. Accordingly, gardens can be analysed as an outcome of cultural practices and design, as boundary objects of nature and culture, as socio-technical objects of reform or as works of art. In his „Hints on Landscape Gardening“, Hermann Prince Pückler-Muskau refers in a more or less explicit way to all of these issues, and indeed these theoretical considerations are also reflected in the landscape gardens he designed.
The central study object of our seminar is the Branitzer Park and its surrounding cultural landscape (Außenpark), where an excursion (15.5.) and also the final presentation (10.7.) will take place. Three sessions of this project seminar are dedicated to the exploration of theoretical aspects, in three further sessions three topics will be explored and visually represented (e.g. relation buildings - garden, view axies, Branitz ornamental farm). 

This project seminar is a collaboration of Thomas Köstlin (Cultural Management), Dominik Lengyel (Architecture and Visualization), Astrid Schwarz (Technoscience Studies) and Stefan Körner (Director Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz).

Students will work in interdisciplinary groups, they should take part in all sessions, the excursion and the final presentation.

For the modules 13435 and 12172, additionally a paper of about 2500 words is expected (German or English).

Lehrpersonen

  • Dr. jur. Thomas Köstlin
  • Prof. Dipl.-Ing. Dominik Lengyel
  • Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Module

  • Ethik im technischen Handeln (13435)
  • Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)

Seminar Mimesis and Composition: Anthropological Perspectives on Technology and Art (510115)

Termin

- Block+SaSo Woche, ab 14.09.2020, /

Studiengang

Kultur und Technik Master (1. - 4. Semester) / Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!
The making of a humanly built world involves many ways of weaving and drawing things together, of joining and splitting, molding and fitting. These, broadly speaking, mimetic and compositional procedures serve not only the creation of artefacts but define relations to people and things, form social bonds. Through them, we have been making and remaking ourselves - inviting perspectives from archaeology, cultural and cognitive anthropology, history and philosophy of technology, art theory, media studies, and STS.

Featured guest speakers: Tim Ingold (anthropology, Aberdeen) and Maria Muhle (philosophy, aesthetic theory, Munich) - The core faculty includes: Natascha Adamowsky (Cultural and Media Studies, Siegen), Jacopo Bonetto (Archaeology, Padova), Marcello Ghilardi (Archaeology, Padova), Fabio Grigenti (Philosophy, Padova), Kevin Liggieri (Philosophy and History of Technology, Darmstadt), Alfred Nordmann (Philosophy, Darmstadt), Oliver Schlaudt (philosophy, Heidelberg, and cognitive archaeology, Tübingen), and Astrid Schwarz (Philosophy and Technoscience Studies, Cottbus).

The Summer School is open to advanced MA students, PhD candidates and postdocs who can send expressions of interest and a short CV to nordmann@phil.tu-darmstadt.de - there are no costs for participation in the summer school, also accommodation and most meals will be covered.
A more detailed call for participation will be published within the next 2 months here: www.b-tu.de/fg-technikwissenschaft/aktivitaeten/aktuelles.

Lehrperson

Prof. Dr. rer. nat. phil. habil. Astrid Schwarz

SWS

4.0

Modul

Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)


Seminar Das Verhältnis des Menschen zur Natur im Idealismus und Materialismus I (510121)

Termin

Mo 15:15 - 16:45, A/B Woche, ab 06.04.2020, ZB VI / ZB VI.04

Studiengänge

  • fachübergreifend
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2008

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!

Es besteht die Möglichkeit die Veranstaltung einzeln (Teil I oder Teil II, jeweils 3 CP) zu belegen.

Spätestens seit den frühen 1960er Jahren entwickeln sich verschiedene ökologische Bewegungen weltweit, welche die von der Industrialisierung verursachten Umweltkatastrophen denunzieren und für alternative Kulturen, Entwicklungsmodelle und Wertsysteme im Sinne einer grundsätzlichen Veränderung unseres Umganges mit der Natur plädieren. Zu den philosophischen Prämissen und Hintergründen solcher Debatte zählen die von zwei Grundströmungen der Philosophie – dem Idealismus und dem Materialismus – erarbeiteten Verständnisse des Natur-Mensch-Verhältnisses: diese zu schildern ist Ziel der Lehrveranstaltungen. Im ersten Teil des Moduls wird die Naturphilosophie des Idealismus und der Romantik durch Textauszüge aus Werken von Kant, Schelling und Hegel erläutert. Anhand einer Textauswahl aus den Schriften von Karl Marx, Friedrich Engels, Alfred Adler, Herbert Marcuse und Ernst Bloch werden dann im zweiten Teil des Moduls die Naturauffassungen des sich mit der idealistischen Tradition kritisch auseinandersetzenden klassischen historischen und dialektischen Materialismus sowie dessen Erneuerung durch Vertreter des unorthodoxen, westlichen Marxismus analysiert.

Leistungsnachweis: Referat/Hausarbeit

Lehrperson

Dr. Mario Marino

SWS

2.0

Module

  • Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)
  • Grundströmungen der Philosophie (13428)

Seminar Das Verhältnis des Menschen zur Natur im Idealismus und Materialismus II (510122)

Termin

Mo 17:00 - 18:30, A/B Woche, ab 06.04.2020, ZB VI / ZB VI.04

Studiengänge

  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017
  • fachübergreifend

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!

Es besteht die Möglichkeit die Veranstaltung einzeln (Teil I oder Teil II, jeweils 3 CP) zu belegen.

Spätestens seit den frühen 1960er Jahren entwickeln sich verschiedene ökologische Bewegungen weltweit, welche die von der Industrialisierung verursachten Umweltkatastrophen denunzieren und für alternative Kulturen, Entwicklungsmodelle und Wertsysteme im Sinne einer grundsätzlichen Veränderung unseres Umganges mit der Natur plädieren. Zu den philosophischen Prämissen und Hintergründen solcher Debatte zählen die von zwei Grundströmungen der Philosophie – dem Idealismus und dem Materialismus – erarbeiteten Verständnisse des Natur-Mensch-Verhältnisses: diese zu schildern ist Ziel der Lehrveranstaltungen. Im ersten Teil des Moduls wird die Naturphilosophie des Idealismus und der Romantik durch Textauszüge aus Werken von Kant, Schelling und Hegel erläutert. Anhand einer Textauswahl aus den Schriften von Karl Marx, Friedrich Engels, Alfred Adler, Herbert Marcuse und Ernst Bloch werden dann im zweiten Teil des Moduls die Naturauffassungen des sich mit der idealistischen Tradition kritisch auseinandersetzenden klassischen historischen und dialektischen Materialismus sowie dessen Erneuerung durch Vertreter des unorthodoxen, westlichen Marxismus analysiert.

Leistungsnachweis: Referat/Hausarbeit

Lehrperson

Dr. Mario Marino

SWS

2.0

Module

  • Philosophische Anthropologie und Ethik (12172)
  • Grundströmungen der Philosophie (13428)

Seminar Sir Karl Popper: Offene Gesellschaft und kritischer Rationalismus (Kurs 1) (510141)

Termin

Di 13:45 - 15:15, A/B Woche, ab 07.04.2020, ZB VI / ZB VI.04

Studiengänge

  • Kultur und Technik Bachelor/ Prüfungsordnung 2017
  • Kultur und Technik Bachelor/ Prüfungsordnung 2008

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!

Die Philosophie von Sir Karl Raimund Popper (1902 - 1994) ist in der heutigen Wissenschaftstheorie und vor allem auch in den Wissenschaften selbst, insbesondere den Naturwissenschaften, entgegen aller Kritik nach wie vor präsent. Im Blick auf diese breite Rezeptionsbasis heute weniger diskutiert, ist seine Schrift über die offene Gesellschaft, die sich gegen die zeitgenössische Philosophiegeschichte wandte und, als sie 1945 veröffentlicht wurde, erhebliches politisches Aufsehen zur Folge hatte. Positivismusstreit, Pseudowissenschaft versus Wissenschaft oder Falsifikationismus sind Stichworte, mit denen wir uns im Seminar beschäftigen werden. Gelesen werden Passagen aus der „Logik der Forschung“ und aus „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“.

Prüfungsleistung: 
Impulsreferat einzeln oder als Gruppe (max. 10 - 20 min); schriftlicher Beitrag inklusive Quellensammlung max. 5 Seiten. ODER
eine Hausarbeit (ca. 10 Seiten/4000 Wörter), ODER 
ein Referat (15 Minuten).

Literatur

Popper, K. R., & Miller, D. (1997). Lesebuch: Ausgewählte Texte zu Erkenntnistheorie, Philosophie der Naturwissenschaften, Metaphysik, Sozialphilosophie. Tübingen: Mohr Siebeck.
 
Popper, K., & Keuth, H. (2013). Logik der Forschung. Berlin: Akademie.
 
Popper, K. R. (2003). Die offene Gesellschaft und ihre Feinde: Bd. 1. Tübingen: Mohr Siebeck.
 
Popper, K. R. (2014). Conjectures and refutations: The growth of scientific knowledge. London: Routledge. 

Popper, K. R. (1982). The open universe: An argument for indeterminis : from the Postscript to the logic of scientific discovery. Totowa, N.J: Rowman & Littlefield.
 
Döring, E. (1996). Karl R. Popper "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde": Ein einführender Kommentar. Paderborn: F. Schöningh.

Lehrperson

Sigrun Sander Strange

SWS

2.0

Module

  • Kultur, Technik, Philosophie (12188)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (13322)
  • Wissenschaftstheorie, Logik und Naturphilosophie (13320)

Seminar Kritik an Popper und über Popper hinaus: Kuhn, Lakatos, Feyerabend (Kurs 2) (510142)

Termin

Di 17:30 - 19:00, A/B Woche, ab 07.04.2020, ZB VI / ZB VI.04

Studiengänge

  • Kultur und Technik Bachelor/ Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Bachelor/ Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!

Ganze Schulen von Wissenschaftsphilosophen und mittlerweile Generationen von Wissenschaftlern haben sich an Poppers Falsifikationismus und seinem kritischen Rationalismus abgearbeitet. Besonders hervorgetreten sind in diesem Zusammenhang die Wissenschaftsphilosophen Thomas Kuhn, Imre Lakatos und Paul Feyerabend. In seinem heute einflussreichen Buch „The Structure of Scientific Revolutions“ (1962) vertritt Thomas Kuhn die These von der Inkomensurabilität älterer und neuerer wissenschaftlicher Systeme. Für Imre Lakatos findet die Genese wissenschaftlichen Wissens nicht revolutionär und abrupt statt, sondern im Rahmen von Forschungsprogrammen, in denen Theorien verschiedener Provenienz integriert werden. Paul Feyerabend schließlich trat besonders hervor mit seinerKritik an Poppers Rationalismus, prägnant und auch provokativ formuliert in „Against Method: Outline of an Anarchist Theory of Knowledge“ (1975). Kurs 1 und Kurs 2 sind aufeinander bezogen, insofern in Kurs 1 die Philosophie von Popper ausführlich diskutiert wird.
Prüfungsleistung:
Impulsreferat einzeln oder als Gruppe (max. 10 - 20 min); schriftlicher Beitrag inklusive Quellensammlung max. 5 Seiten. ODER
eine Hausarbeit (ca. 10 Seiten/4000 Wörter), ODER
ein Referat (15 Minuten).

Lehrperson

Sigrun Sander Strange

SWS

2.0

Module

  • Kultur, Technik, Philosophie (12188)
  • Wissenschaftstheorie, Logik und Naturphilosophie (13320)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (13322)

Seminar Technikgenese landschaftlicher Objekte mit Simondon (510161)

Termine

  • Mi 08:30 - 13:00, Einzel, am 17.06.2020, /
  • Mi 10:00 - 11:30, Einzel, am 08.04.2020, /
  • - 08:30 - 13:00, Block Woche, ab 14.07.2020, /

Studiengänge

  • Klimagerechtes Bauen Master/ Prüfungsordnung 2018
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2008

Lehrinhalt

Bitte beachten Sie aktuelle Informationen zu Abweichungen von der ursprünglichen Planung in Moodle!

Das Seminar führt in die Technikphilosophie Gilbert Simondons ein und erprobt anhand spezifischer Fallstudien die Relevanz und Tragweite von Simondons Begriffsapparat für eine technische Betrachtung landschaftlicher Objekte. Das Buch „Die Existenzweise technischer Objekte“ (Simondon, 2012 (1958)) ist das technikphilosophische Hauptwerk Simondons. Auf Basis eines „funktionalen“ Denkens (das sich allerdings in wesentlichen Zügen von dem Funktionsdenken der klassischen Kybernetik unterscheidet) stellt Simondon (1) die Genese des technischen Objekte von einem (wie er sagt) „abstrakten“ zu einem „konkreten“ Zustand sowie (2) die Entwicklung von technischen „Individuen“ und „Ensembles“ und (3) den Zusammenhang zwischen technischer Funktionsweise und kultureller Bedeutung in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Explizit behandelt Simondon allerdings nur „klassische“ technische Objekte. Seine Beispiele sind u. a. der Verbrennungsmotor, die Elektronenröhre und das Flugzeug. Landschaftliche Objekten, z. B. (renaturierten) Flüsse und Tagebaue, (industriell oder ökologisch bewirtschaftete) Wäldern, Wiesen oder Äckern aber auch Siedlungen oder Städte behandelt er nicht. An diesem Punkt setzt das Seminar an. 
Ausgehend von der Lektüre von Simondons „Die Existenzweise technischer Objekte“ sollen landschaftliche Fallstudien entwickelt werden, an deren Beispiel die Relevanz und Tragweite von Simondons Philosophie expliziert und diskutiert werden kann. In einem dritten Schritt sollen ausgehend davon Möglichkeiten für den konkrete Umgang mit technisierten Landschaftsbestandteilen erörtert werden.

Lernziele
Der Kurs macht die Studentinnen und Studenten mit einer zentralen Figur der französischen Technikphilosophie vertraut, die heute (v. a. im deutschsprachigen Raum) zunehmend rezipiert wird. Zudem wird die Fähigkeit zur Entwicklung von Fallstudien erarbeitet, deren Spezifizierung nicht zuletzt ein Verständnis der technischen Funktionsweise und kulturellen Bedeutung von Landschaften vermittelt. 

Leistungsnachweise
Die Studentinnen und Studenten stellen (1) einzelne Passagen aus Simondons „Die Existenzweise technischer Objekte“ sowie (2) die entwickelte Fallstudie in getrennten Vorträge vor und fassen (3) ihre Ergebnisse in schriftlicher Form als Seminararbeit zusammen.

Literatur

Simondon, G., 2012 (1958): Die Existenzweise technischer Objekte. diaphenes. Zürich. 269 S.
Weitere Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.

Lehrperson

Georg Hausladen

SWS

4.0

Module

  • Risiko- und Technikfolgenabschätzung (12180)
  • Ethik im technischen Handeln (13435)

Unsere Webseite verwendet Cookies. Diese haben zwei Funktionen: Zum einen sind sie erforderlich für die grundlegende Funktionalität unserer Website. Zum anderen können wir mit Hilfe der Cookies unsere Inhalte für Sie immer weiter verbessern. Hierzu werden pseudonymisierte Daten von Website-Besuchern gesammelt und ausgewertet. Das Einverständnis in die Verwendung der technisch nicht notwendigen Cookies können Sie jeder Zeit wiederrufen. Weitere Informationen erhalten Sie auf unseren Seiten zum Datenschutz.

Erforderlich

Diese Cookies werden für eine reibungslose Funktion unserer Website benötigt.

Statistik

Für den Zweck der Statistik betreiben wir die Plattform Matomo, auf der mittels pseudonymisierter Daten von Websitenutzern der Nutzerfluss analysiert und beurteilt werden kann. Dies gibt uns die Möglichkeit Websiteinhalte zu optimieren.

Name Zweck Ablauf Typ Anbieter
_pk_id Wird verwendet, um ein paar Details über den Benutzer wie die eindeutige Besucher-ID zu speichern. 13 Monate HTML Matomo
_pk_ref Wird benutzt, um die Informationen der Herkunftswebsite des Benutzers zu speichern. 6 Monate HTML Matomo
_pk_ses Kurzzeitiges Cookie, um vorübergehende Daten des Besuchs zu speichern. 30 Minuten HTML Matomo