Forschung

In der Forschung stehen die vielschichtigen Verhältnisse von Technik und Umwelt im Mittelpunkt. Konkret geht es um die Erkundung von relationalen Konstellationen und Beziehungsgefügen, von Lebensformen und von soziotechnischen Vorstellungswelten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Unsere Forschungsheuristik verstehen wir im Sinne einer philosophischen Feldforschung, insofern wir empirisch messende wie auch begriffliche und interpretatorische/hermeneutische Ansätze verfolgen. Wir denken unsere Forschung in einem oszillierenden Spannungsfeld von Technik, Wissenschaft, Philosophie und Kunst, wir arbeiten disziplinär und jenseits disziplinärer Grenzen, mit analytischen und heuristischen Methoden.

Das heuristische Denken gilt als eine Schlüsselkompetenz des Ingenieurswesens. Wir untersuchen die Heuristik als Methode im Sinne einer problemlösenden Strategie und beschäftigen uns mit exemplarischen Fallstudien, in denen sich unterschiedliche Facetten dieses Denkens und Handelns, als experimentierendes, bastelndes, erprobendes, gestaltendes, entwerfendes, spielendes, zeigen. Zum anderen nutzen wir das heuristische Denken zur Untersuchung etablierter Narrationstechniken und verbreiteter soziokultureller Interpretationsmuster. Wir sind also daran interessiert die wechselseitige Konstituierung von Phänomenen, Methoden, Konzepten und ihre Gestaltungslogik an verschiedenen Gegenstandfeldern zu untersuchen.

„Umwelt“ kommt dann allgemein im Sinne sozialer und gebauter technischer Umwelt in den Blick (z. B. Digitalisierung, Virtual Reality, soziale Robotik, nachhaltiges Bauen, urbane Gärten, rekultivierte Landschaft), wie auch als Umweltproblem (z. B. Anthropozän und Klimawandel, Zersiedelung und Landschaftszerstörung, Artensterben und Naturentfremdung). Ein weiterer Themenkomplex ist die Analyse und Bewertung von aktuellen (oder vergangenen) Visionen künftiger Konstellationen von Technik und Umwelt.