Ulrich Finsterwalder (1897 – 1988) Finderwalders Erfindungen. Eine kleine Auswahl

Finsterwalder ließ sich eine Reihe von Erfindungen und Innovationen patentieren. Ihre Anzahl belief sich im Jahre 1966 auf ca. 26 Dokumente, wobei in den Folgejahren noch einige mehr dazu kamen. Sie sind bei „Google Patents“ und dem „Deutschen Patent- und Markenamt“ (siehe Deutsches Patentinformationssystem (DEPATISnet)) hinterlegt.

JahrErfindung
1938   System Finsterwalder. Eisenbetonträger mit selbsttätiger Vorspannung
1949Entwicklung des Dywidag-Spannverfahrens
1950Freier Vorbau von Spannbetonbrücken
1958Schalenbauweise aus Spannbeton

Finsterwalders Erfindungen. Kommentierte

1949 – Entwicklung des Dywidag-Spannverfahrens

Es handelt sich um ein Spannverfahren, bei dem Stäbe aus kalt aufgewalzten Gewinden genutzt werden. Die einzelnen Spannstähle werden mit Hilfe von Verankerungsglocken befestigt und können über Gewindemuffen quasi endlos miteinander verbunden werden (siehe Abb. 4.01). Im Jahre 1950, beim Bau der Donaubrücke beim Gänstor in Ulm, Baden-Württemberg, Deutschland kommt dieses Verfahren erstmals zur Anwendung.

1950 – Freier Vorbau von Spannbetonbrücken

Der freie Vorbau von Spannbetonbrücken basiert auf der Entwicklung spezieller Spannstäbe mit einem Gewinde, deren einwandfreie Verankerung eine nahezu endlose Verlängerung der Spannstäbe ermöglicht. So können von den jeweiligen Brückenpfeilern aus Kragträger ohne Gerüst abschnittsweise vorgebaut und gespannt werden, bis sich die zwei Kragträgerenden in Brückenmitte treffen (siehe Abb. 4.02). Mit diesem Bauverfahren beabsichtigt man Rissbreiten in der Zugzone zu beschränken, Gewicht zu reduzieren sowie Stahl einzusparen. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass kreuzender Verkehr, beispielsweise Schiffsverkehr auf Flüssen, während des Brückenbaus nicht behindert wird und große schwere Gerüste, die man teils kompliziert über große Täler bauen muss, überflüssig werden. Die erste frei vorgebaute Spannbetonbrücke Finsterwalders ist die Lahnbrücke bei Balduinstein, Rheinland-Pfalz, Deutschland aus dem Jahre 1950.

1958 – Entwicklung der Schalenbauweise aus Spannbeton

Als erste Schalenkonstruktion aus Spannbeton entsteht die vorgespannte Kugelschale über dem Auditorium Maximum der Universität Hamburg. Mit einem Radius von 65 m befindet sie sich über einem unregelmäßigen Grundriss.

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