Heinz Isler (1926 – 2009) Verfasser

Susann Seifert und Michael Wolff

Susann Seifert. Geburt 1988 in Annaberg-Buchholz, Erzgebirge. Abitur 2007 am Landkreis-Gymnasium St. Annen in Annaberg-Buchholz. Studium der Architektur seit Oktober 2007 an der BTU Cottbus. Neben dem Studium Interesse an der Kunstrichtung Pop Art sowie den Sportarten Tennis und Pilates.

Michael Wolff. Geburt 1987 in Frankfurt an der Oder. Architekturstudium seit 2007 an der BTU Cottbus. Mitglied beim BDB (Bund Deutscher Baumeister).

SEIFERT, Susann/ WOLFF, Michael: Heinz Isler (1926 – 2009), Auf: www.great-engineers.de. Ein Internetlexikon der Bauingenieure, 2010/ 2012. 

Susann Seifert. „Mein Heinz Isler“

Meine erste Bekanntschaft mit den Isler-Schalen machte ich während des BTINT-Workshops im 5. Semester im Jahre 2009. Der hier zu erarbeitende Entwurf basierte auf die Integration von Tragwerkslehre, Baukonstruktion und Gebäudetechnik. Während der Bearbeitung wurde mir klar welche Grenzen aber auch Möglichkeiten ein Schalentragwerk bietet. Aus energetischer Sicht hat ein Schalenbau weniger Volumen, weniger Oberfläche, folglich weniger Abstrahlungsfläche und somit weniger Energieverlust als jede traditionelle Bauform. Jedoch müssen alle architektonischen und tragwerkstechnischen Gesichtspunkte wie Funktion, Licht, Akustik, Statik und Sicherheit in einem einzigen Element, die Schale, voll integriert und gelöst werden.

Heinz Isler verstand es all die oben genannten Punkte in seinen Werken umzusetzen. In meinen Augen zählt er daher zu den wichtigsten Ingenieuren des 20. Jahrhunderts. Während der Erarbeitung des Artikels Heinz Isler (1926 – 2009) faszinierte mich besonders seine Denkweise als Künstler. Er verband mühelos Wirtschaftlichkeit und Funktionalität mit Schönheit und Poesie. Dass er es schaffte, sich von den mathematischen Grenzen seiner Zeit zu lösen und sich von der reinen analytischen Betrachtungsweise von Bauwerken abzuwenden, macht ihn für mich einzigartig und verschafft seinen Schalentragwerken einen hohen Wiedererkennungswert. Seine Formfindungsmethoden und Experimente wirkten auf mich besonders beeindruckend, vor allem, dass alltägliche Erscheinungsformen der Natur ihm die Lösung vor Augen führten: „Die Form hat die Natur entwickelt, nicht ich.“ [BAUNETZ 2009, Heinz Isler]

Michael Wolff. „Mein Heinz Isler“

Die Person Heinz Isler war mir vor dem Seminar Great-Engineers eher unbekannt. Doch bereits nach kurzer Zeit der Beschäftigung mit dem Ingenieur und der Erarbeitung des Artikels Heinz Isler (1926 – 2009) war mein Interesse an der Person und sein Werk grenzenlos. Ein Bauingenieur, der sich schnell von dem Regelwerk der bekannten Mathematik löste und aus seiner Betrachtungsfähigkeit als Künstler neue und eigene Gesetze für sich und sein Schaffen entwickelte, beeindruckte mich sehr. Isler schaffte es aus der Beobachtung alltäglicher Geschehnisse und Gegebenheiten neue Themen seiner Arbeit zu entwickeln. Mit diesen Aussagen beziehe ich mich ganz klar auf seine Formfindungsmethoden, die ihm Tragwerke mit einem Minimum an Volumen und Material ermöglichten. Islers winterliche „Eisversuche“ waren für mich besonders beeindruckend. Dabei entstanden aus klarem Trinkwasser unglaubliche transparente Formen, die mich sehr inspirierten und zum Träumen anregten. Anfangs wirkten Islers Bauten doch sehr ungewöhnlich wenn nicht gar sonderbar und befremdlich auf mich. Doch die Einzigartigkeit seiner Konzertsäle, Tennishallen, Wohnhäuser und Tankstellen überzeugten mich letztlich. Leider musste ich während Recherchen zum Artikel feststellen das Heinz Isler am 20. Juni 2009 verstarb. Es wäre mir ein großer Wunsch gewesen diesen großen Ingenieur einmal persönlich kennen zu lernen.

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