Hans Ulrich Grubenmann (1709 – 1783) Literatur
Als Hauptliteratur meines Artikels zu Hans Ulrich Grubenmann diente mir das Buch „Die Werke der Baumeister Grubenmann“. Der Autor Joseph Killer (auch Josef Killer geschrieben, 1900-1993) fasst darin die Werke der Familie Grubenmann in sich, zeigt die Entwicklung der Bauten auf, korrigiert geschichtliche Fehler in Bezug auf den Baumeister und beschreibt die bis dato recht unbekannten Dachstuhlkonstruktionen Grubenmanns. Das Buch erschien bereits in 4 Auflagen: 1. Auflage: 1942, Verlag Leemann, Zürich, 2. Auflage: 1959, Verlag Leemann, Zürich, 3. Auflage: 1985, Birkhäuser Verlag, Basel, 4., vorliegende Auflage: 1998, Baufachverlag Lignum, Dietikon. Während der Auseinandersetzung mit dem Baumeister Hans Ulrich Grubenmann entdeckte Joseph Killer eine seit 1806 in der Literatur vorherrschende Verwechslung zweier Brücken Grubenmanns: Der erste Entwurf für die Brücke in Schaffhausen wurde in Christian von Mechels Publikation „Plan, Durchschnitt und Aufriss der drey merkwürdigsten hölzernen Brücken in der Schweiz“, erschienen 1806, irrtümlicherweise mit der Brücke in Wettingen vertauscht. Joseph Killer wurde am 11. Januar 1900 in Gebenstorf, Kanton Aargau, Schweiz geboren. Der gelernte Maurer holte während des Studiums an der Technischen Hochschule Darmstadt seinen Abiturabschluss nach und konnte somit Ingenieur werden. 1957 gründete er in Baden sein eigenes Büro. Am 9. Dezember 1993 verstarb Killer in Baden.
Einen weiteren guten Überblick zum Leben und Oeuvre von Hans Ulrich Grubenmann gibt die Schweizer Architektin Rosmarie Nüesch-Gautschi in einem 39 Seiten langen Artikel namens „Hans Ulrich Grubenmann (1709-1783). Baumeister und Brückenbauer“, der 1985 in der Reihe „Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik“ veröffentlicht wurde. Frau Nüesch-Gautschi, heute unter dem Namen Rosemarie Nüesch bekannt, erscheint des Weiteren als Initiatorin und treibende Kraft des Grubenmann-Museums in Teufen (Kanton Appenzell Ausserrhoden, Schweiz).
Darüber hinaus waren mir bei meiner Arbeit die Publikationen „Gedeckte Holzbrücken“ von Trude Horn (Klagenfurt, 1980) und „Schweizer Holzbrücken“ von Werner Blaser (Zürich, 1984) sehr hilfreich. Beide Bücher geben einen guten Überblick über die Geschichte des Holzbrückenbaus und über die genutzten Tragwerksformen. Die Bücher zeigen weiterhin Brückenbeispiele der verschiedenen Verbreitungsgebiete mit Text und Abbildungen; dabei bezieht sich Trude Horn auf verschiedene Länder Europas sowie Amerikas und Werner Blaser fokussiert den schweizerischen Holzbrückenbau. Blaser zeigt aber auch Wissenswertes zur Stellung eines Zimmermanns jener Zeit auf und beschreibt den Entstehungsablauf einer Holzbrücke.
