Symposien und Workshops

Die international ausgerichteten Symposien dienen der Diskussion der Leitfragen sowie der Ergebnissicherung der zweijährig durch das Kolleg geförderten Postdoktoranden-Tandems. Hierzu werden internationale Expertinnen und Experten zu den interdisziplinär ausgerichteten Themen eingeladen und ergänzen damit das durch die Postdoktorandinnen und Postdoktoranden bearbeitete Themenfeld durch eigene Standpunkte und disziplinäre Perspektiven. Durch die Symposien soll vor allem der Diskurs zwischen den Ingenieur- und Geisteswissenschaften zu spezifischen Forschungsthemen verstärkt und so ein Beitrag zu deren interdisziplinärer Verortung erbracht werden. Die Ergebnisse der Symposien werden in der Publikationsreihe des Kollegs im Birkhäuser Verlag veröffentlicht.

Die von den Doktorandinnen und Doktoranden des DFG-Graduiertenkollegs auf eigene Initiative hin organisierten Workshops dienen der Vertiefung der jeweiligen Forschungsprojekte durch die Einbeziehung neuer Forschungsperspektiven, der vergleichenden Auseinandersetzung mit Quellen und Materialien sowie der Einbindung von Kooperationspartnern in das Kolleg. Sie finden in der Regel als halb- bis ganztägige Veranstaltungen im Semester statt und werden von den Doktorandinnen und Doktoranden geleitet. Im Mittelpunkt der Workshops stehen dabei Leitfragen, die aus den einzelnen Dissertationsvorhaben entwickelt werden.

Informationen zu den vergangenen Symposien und Workshops finden Sie im Veranstaltungsarchiv.

Kelleruntersuchungen als Methode stadtbaugeschichtlicher Forschung

Seit den 1970er Jahren wurde eine fast unübersehbare Anzahl von Kellerdokumentationen der Altstädte in den alten und nach 1990 auch in den neuen Bundesländern erstellt. Eine systematische Auswertung dieser Dokumentationen im Hinblick auf stadtgeschichtliche Aspekte und deren Vergleich blieb dagegen vielerorts aus.

Dieses Forschungsdesiderat aufgreifend untersucht Luisa Beyenbach, Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“ in ihrem Dissertationsvorhaben am Lehrstuhl Baugeschichte die historischen Keller der Stadt Luckau, um dadurch neue Erkenntnisse zur Stadtentwicklung zwischen dem ausgehenden Mittelalter und dem 19. Jahrhundert zu erforschen.

Mit der Tagung „Kelleruntersuchungen als Methode stadtbaugeschichtlicher Forschung“ bietet sie Fachkollegen aus ganz Deutschland die Gelegenheit sich zu vernetzen und weitergehende Fragen zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Fachdiskussion steht dabei die Frage, inwieweit sich bauforscherische Kelleruntersuchungen als Instrument für die Stadtbaugeschichtsforschung eignen und welche Ziele mit einem Kellerkataster erreicht werden können.

Das Tagungsprogramm kann hier heruntergeladen werden.

Workshop "Tile Vaults"

11. bis 15. Juni 2018, BTU Cottbus-Senftenberg

Ziegelgewölbe werden aus einer oder mehreren Schichten dünner Ziegel errichtet, die flach aneinandergefügt werden. Da die sehr leichten Ziegel mit Gips verbunden werden, benötigt man für solche Gewölbe kein Lehrgerüst. Der Vorteil dieser Technik besteht also darin, dass sie günstig, schnell und einfach zu erlernen ist. Auch ohne besondere Vorkenntnisse können die Teilnehmer des Workshops ein Gewölbe errichten.

Das Ziel des Workshops ist es, sich mit dieser vor allem im Mittelmeerraum traditionellen Technik vertraut zu machen, die in den letzten Jahren wiederbelebt wurde und nun nicht nur in der Sanierung alter Gebäude Anwendung findet, sondern auch für die Errichtung von Neubauten.

Die TeilnehmerInnen haben die Gelegenheit, ein echtes Gewölbe zu errichten und die Verarbeitung der Materialien und den Konstruktionsprozess zu verstehen.

Seit diese Art von Gewölbe wieder Interesse auf sich zog, wurden verschiedene Workshops zur Theorie und Praxis entwickelt. Seit 2013 wird diese Bautechnik regelmäßig an der Polytechnischen Universität Madrid in Workshops vermittelt.

Es besteht auch die Möglichkeit, an einzelnen Tagen des fünftägigen Programms teilzunehmen.
Geben Sie bitte unter paula.fuentesgonzalez(at)b-tu.de Bescheid, an welchen Tagen Sie teilnehmen möchten.

Die Veranstaltung wird auf Englisch gehalten.

International Symposium „The Art of Vaulting. Design and Construction of Large Vaults in the Mediterranean Gothic”

Am 30. November und 1. Dezember 2017 findet in Cottbus das internationale Symposium „The Art of Vaulting. Design and Construction of Large Vaults in the Mediterranean Gothic“ statt. Die zweitägige Veranstaltung wurde von der Architektin Dr. Paula Fuentes und der Kunsthistorikerin Dr. phil. Anke Wunderwald konzipiert, die gemeinsam das Postdoc-Tandem des DFG-Graduiertenkollegs “Kulturelle und technische Werte historischer Bauten” bilden.

Im Fokus des Symposiums stehen die außergewöhnlich großen und weiten Gewölbe im Mittelmeerraum, die unter konstruktiven und technischen Gesichtspunkten eigenständige Charakteristika aufweisen, wobei neue architektonische Entwicklungen mit traditionellem Wissen kombiniert werden. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden ihre Forschungen zu den historischen Schriftquellen, zu Material- und Strukturfragen sowie neue Bautechniken vorstellen.

Anhand von Beispielen wie der Kathedrale von Mallorca werden die komplexen Vorgänge des mittelalterlichen Bauens und des teils über Jahrhunderte reichenden Technologietransfers erörtert. Es eröffnet sich so die Möglichkeit einen tiefen Einblick in die Planungsprozesse zu bekommen und interessante Informationen zur Vorbereitung und Durchführung von Wölbarbeiten zu erhalten.

Neben einem einführenden Abendvortrag werden insgesamt sieben Fachvorträge von Architekten, Archäologen und Kunsthistorikern aus Deutschland, Frankreich und Spanien gehalten.

Das zweitägige Symposium findet in englischer Sprache statt und richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an interessierte Besucher. Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung bis zum 25.11.2017 wird gebeten: albrecht.wiesener(at)b-tu.de.

Faltblatt mit Tagungsprogramm und Veranstaltungsorten