Übergänge in der Frühen Kindheit - Vielfalt sehen und begleiten

Übergänge sind prägende Momente im Leben von Kindern – sei es beim Start in die Kita, beim Wechsel in die Grundschule, bei Veränderungen im Leben der Kinder oder in alltäglichen Mikrotransitionen. Auf dem Fachtag sollen Übergänge im frühen Kindesalter bis zum Grundschulalter aus diversitätssensibler Perspektive beleuchtet werden. Die Fachvorträge und praxisorientierten Werkstattgespräche richten sich an Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen, der Kita- und Schulsozialarbeit sowie angrenzenden Bereichen. Im Zentrum steht die Frage, wie Übergänge für Kinder und Familien diversitätssensibel gestaltet werden können – mit Blick auf Mehrsprachigkeit, Migrations- und Fluchtgeschichte, Behinderung und neurodiverse Entwicklung, Armutserfahrungen und geringe Literalität im Elternhaus. Der Fachtag schafft Raum für Austausch, Reflexion und Inspiration, um Übergänge individuell zu begleiten und strukturell inklusiver zu gestalten.

Keynote 1: Übergänge in der frühen Kindheit? Bianka Pergande (IFFE e.V.), Fortbildnerin und leitende Ko-Autorin des Brandenburger Bildungsplans

Die Keynote bietet einen fundierten Überblick über Mikro- und Makrotransitionen in der frühen Kindheit - ausgehend davon, dass sie sensible Schlüsselmomente für die Umsetzung von Inklusion und den Umgang mit Diversität sind. Neben alltäglichen Mikrotransitionen wie Bringen und Abholen, Raumwechsel und Übergaben, Aufräumen sowie Aus-, An- und Umziehen werden auch der Übergang Kita-Schule sowie die Kooperation zwischen Schule und Hort in den Blick genommen. 

Anhand praxisnaher Beispiele werden partizipativ-kinderrechtsbasierte Handlungsansätze vorgestellt und mit zentralen Inhalten des Brandenburger Bildungsplan verknüpft. Im Fokus steht dabei die Bedeutung der vielfältigen Übergänge in der frühen Kindheit für Bildungsprozesse, Beziehungsgestaltung und die Wahrung der Kinderrechte.

Bianka Pergande: Zur Person

Bianka Pergande war nach ihrem Studium in Berlin und Moskau in Stiftungen und Kinderrechtsorganisationen tätig, darunter bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Save the Children. 2018-2020 hat sie die Studie „Beteiligung von Kindern im Kita-Alltag“ an der Fachhochschule Potsdam koordiniert. Seit 2020 ist sie Sprecherin der National Coalition – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland und bereits seit 2015 dort Mitglied im Vorstand. Von 2021 bis 2024 war sie Geschäftsführerin der Deutschen Liga für das Kind. Sie hat federführend am neuen Brandenburger Bildungsplan mitgearbeitet und ist aktuell als Fortbildnerin und Autorin tätig.

http://www.bildungsplan-brandenburg.de

Keynote 2: Chancengerechtigkeit und diversitätssensible Übergänge Petra Wagner, Mitgründerin und langjährige Leiterin d. Institut Kinderwelten für diskriminierungkritische Bildung e.V.

Übergänge zwischen Bildungseinrichtungen bedeuten für Kinder, in eine neue soziokulturelle Umgebung einzutreten. Deren Gepflogenheiten und Regeln können sich von dem unterscheiden, was ihnen bisher vertraut ist. Der Druck, sich an das Neue anzupassen, kann mit der Erfahrung verbunden sein, hier fremd, „unpassend“, nicht willkommen zu sein. Dies trifft insbesondere Kinder, die bereits anderswo Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen gemacht haben. Die Vorenthaltung von Zugehörigkeit ist häufig mit Rückzug verbunden, hemmt Beteiligung und behindert die Lust am Lernen. Wie können Übergänge so gestaltet werden, dass sie nicht selbst zum Bildungshindernis werden? Im Vortrag gibt es hierzu Anregungen aus der pädagogischen Praxis mit dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung.

Petra Wagner: Zur Person

Petra Wagner ist Dipl.-Pädagogin, Mitbegründerin und war von 2000 bis 2024 Leiterin der Fachstelle Kinderwelten im ISTA (Institut für den Situationsansatz in der INA Berlin gGmbH). Von 2011 bis 2021 war sie zudem Direktorin des ISTA. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der diskriminierungskritischen Bildung und Erziehung im Elementar- und Grundschulbereich, in Demokratiebildung, Bildungsgerechtigkeit und Mehrsprachigkeit. Seit 2025 ist sie im Institut Kinderwelten e.V. beratend tätig.

http://www.kinderwelten.net

Programm

Moderation: Monty Dhanjal

09.00Einlass & Anmeldung
09.30Begrüßung
 Prof. Dr. Juliane Noack Napoles, BTU Cottbus-Senftenberg
 Vertreter*innen der Stadt- und Bildungspolitik Senftenberg (angefragt)
10.00Keynote 1
Bianka Pergande | Übergänge in der frühen Kindheit?
11.00Kaffeepause und Angebote für Austausch und Vernetzung
11.15Parallel: Thematische Inputs zu den Werkstattgesprächen (Werkstattgespräche 1-10)
11.45Mittagspause
12.45Keynote 2
Petra Wagner | Chancengerechtigkeit und diversitätssensible Übergänge
13.30Parallel: Werkstattgespräche 1-10
 ① Übergänge diversitätssensibel und diskriminierungskritisch begleiten
     Petra Wagner (Institut Kinderwelten für diskriminierungkritische Bildung e.V.)
② Partizipative Gestaltung von Mikro- und Makrotransitionen im pädagogischen Alltag
      Bianka Pergande (IFFE)
③ Sozial-emotionales Lernen unterstützen am Übergang für Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung
      Schirin Senger (IRC)
④ Übergänge mit gering literalisierten Eltern gestalten
      Annegret Martin und Iris Pamp (BTU)
⑤ Sprachliche Übergänge zwischen Vorschule und Schule gestalten - Beispiel des Sorbisch-Wendischen
      Dr. Jana Schulz / Dr. J.Šołćina (Sorbisches Institut Bautzen)
⑥ Kinderarmut und Übergänge. Kinder für die Zukunft stärken
      Dr. Anna Ifland (Initiative Zukunftsbildung), Lisette Lenz & Peggy Winter (Kita-Sozialarbeit)
⑦ Mehrsprachigkeit und mehrsprachiges Aufwachsen im Kontext von Übergängen
     Robert Jurleta (LaKoS)
⑧ Inklusion bei Übergängen für Kinder mit Behinderungen
     (mehr Infos in Kürze…)
⑨ Übergänge individualitätssensibel gestalten - zwischen Normativität und Neurodiversität
     Anja Moch und Katharina Hummel (Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH)
⑩ Wenn Kinder und Jugendliche Abschied nehmen, dann …
     Anja Herzog (BTU) & Dipl.-Psych. Tino Winkelmann
 Austausch und Vernetzung zum Thema
14.45Pause | Markt der Möglichkeiten
15.30Zusammenfassung der Werkstattgespräche
15.45Podiumsdiskussion und Abschluss
16.30Gemütlicher Ausklang mit Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten

 

Save the Date

► 05.09.2026

Campus Senftenberg
► Anmeldung ab Mai

Kontakt:

Julia Meißner (BTU Cottbus-Senftenberg, meissner(at)b-tu.de ).

Maria Rogahn-Beckmann (BTU Cottbus-Senftenberg, maria.rogahn-beckmann(at)b-tu.de).

Verantwortlich für den Fachtag:

Prof. Dr. Juliane Noack Napoles
Professur für Erziehungswissenschaften
Institut für Soziale Arbeit
Lipezker Str. 47
03048 Cottbus

Juliane.NoackNapoles(at)b-tu.de

Beschreibungen der Werkstattgespräche

① Übergänge diversitätssensibel und diskriminierungskritisch begleiten

Das Werkstattgespräch geht im ersten Teil der Frage nach, was in den Übergängen der eigenen Bildungslaufbahn der Teilnehmenden begünstigende und behindernde Faktoren waren und wie diese den jeweiligen Bildungsweg beeinflusst haben. Diese Selbsterkundung wird im zweiten Teil der Werkstatt fortgesetzt und ist Grundlage für Ideen, wie Übergänge im eigenen Arbeitsfeld diversitätssensibel und diskriminierungskritisch gestaltet werden können. 

Zur Person: 
Petra Wagner ist Dipl.-Pädagogin, Mitbegründerin und war von 2000 bis 2024 Leiterin der Fachstelle Kinderwelten im ISTA (Institut für den Situationsansatz in der INA Berlin gGmbH). Von 2011 bis 2021 war sie zudem Direktorin des ISTA. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der diskriminierungskritischen Bildung und Erziehung im Elementar- und Grundschulbereich, in Demokratiebildung, Bildungsgerechtigkeit und Mehrsprachigkeit. Seit 2025 ist sie im Institut Kinderwelten e.V. beratend tätig.

http://www.kinderwelten.net

② Partizipative Gestaltung von Mikro- und Makrotransitionen im pädagogischen Alltag

Das Werkstattgespräch knüpft an die Keynote an und schafft Raum für Vertiefung, Reflexion und Austausch. Nach einem kurzen Input zu pädagogisch herausfordernden Momenten in Mikrotransitionen stehen die Erfahrungen der Teilnehmenden im Fokus. Praxisbeispiele aus dem pädagogischen Alltag werden gemeinsam reflektiert und mit zentralen Inhalten des Brandenburger Bildungsplans verknüpft. Zudem gibt es Raum für Fragen zum Übergang Kita-Schule und zur Kooperation zwischen Schule und Hort. Ziel ist es, konkrete Handlungsansätze für eine sensible, partizipative Gestaltung von Mikro- und Makrotransitionen im pädagogischen Alltag zu entwickeln.

Zur Person:
Bianka Pergande war nach ihrem Studium in Berlin und Moskau in Stiftungen und Kinderrechtsorganisationen tätig, darunter bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Save the Children. 2018-2020 hat sie die Studie „Beteiligung von Kindern im Kita-Alltag“ an der Fachhochschule Potsdam koordiniert. Seit 2020 ist sie Sprecherin der National Coalition – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland und bereits seit 2015 dort Mitglied im Vorstand. Von 2021 bis 2024 war sie Geschäftsführerin der Deutschen Liga für das Kind. Sie hat federführend am neuen Brandenburger Bildungsplan mitgearbeitet und ist aktuell als Fortbildnerin und Autorin tätig.

http://www.bildungsplan-brandenburg.de

③ Sozial-emotionales Lernen unterstützen am Übergang für Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung

Im ersten Teil dieses Werkstattgesprächs lernen Sie den Healing Classrooms Ansatz kennen, mithilfe dessen wir den Fokus auf sozial-emotionales Lernen am Übergang von der Kita in die Grundschule legen werden. Hierbei soll darauf geschaut werden, welche besonderen Herausforderungen auf Kinder und deren Familien zukommen und welche sozial-emotionalen Kompetenzen einen positiven Einfluss auf die Bewältigungsfähigkeiten der Kinder haben können. 
Im zweiten Teil wird dann der Austausch im Vordergrund stehen mit der Frage, welche Faktoren und Gelingensbedingungen für einen erfolgreichen Übergang wichtig sind. 

Zur Person:
Schirin Senger studierte Kultur- und Sprachwissenschaften in Weimar, Lyon, Bogotá und Frankfurt Oder. Seit 2023 ist sie als Bildungsreferentin bei International Rescue Committee (IRC) tätig. Aktuell arbeitet sie im Projekt KitaZeit und bildet dort bundesweit Fachkräfte an Kitas und Schulen fort. Ihre thematischen Schwerpunkte sind Mehrsprachigkeit und Anti-Diskriminierung. 

https://mehr-teilhabe.de/

④ Übergänge mit gering literalisierten Eltern gestalten

Im ersten Block geben wir zwei fachliche Impulse: Der erste zeigt anhand narrativer Interviews, wie Menschen mit sogenannter "geringer Literalität" Anforderungen in ihrer Elternschaft, besonders im Kontext schulpflichtiger Kinder, erleben und bewältigen. Der zweite Impuls ergänzt dies um eine Perspektive auf Scham und Schule und skizziert Ansätze für einen schamsensiblen Umgang in der Zusammenarbeit mit Eltern, mit Fokus auf Gesprächsführung. Im zweiten Block steht der Austausch im Mittelpunkt, um Erfahrungen zu teilen und praxisnahe Ideen zu entwickeln.

Referent*innen:
Annegret Martin ist seit dem 01.09.2024 akademische Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg "Gelingendes Leben durch Grundbildung und Alphabetisierung ermöglichen (GrAl)" an der BTU Cottbus-Senftenberg/ Fakultät 4 im Fachgebiet Erziehungswissenschaften für die Soziale Arbeit. Sie hat nach mehrjähriger Tätigkeit als staatlich anerkannte Physiotherapeutin Soziale Arbeit an der BTU-Cottbus-Senftenberg studiert und den Master of Arts abgeschlossen.

Iris Pamp ist seit dem 01.09.2024 im Rahmen des Graduiertenkollegs „Gelingendes Leben durch Grundbildung und Alphabetisierung ermöglichen (GrAl) “ an der BTU Cottbus / Senftenberg am Fachgebiet Soziale Arbeit beschäftigt. Sie hat an der Humboldt Universität zu Berlin Grundschulpädagogik und Geschichte studiert und ihr Studium dort mit dem Master of Education abgeschlossen. Im Anschluss hat sie ihr Zweites Staatsexamen im Studienseminar Cottbus absolviert. Bis zu Beginn des Promotionsprojektes GrAl unterrichtete sie an einer Cottbuser Grundschule.

https://www.b-tu.de/fg-erziehungswissenschaften/graduiertenkolleg/kollegiatinnen

 

⑤ Sprachliche Übergänge zwischen Vorschule und Schule gestalten - Beispiel des Sorbisch-Wendischen

Im Werkstattgespräch werden die aktuelle Sprachsituation in der Ober- und Niederlausitz vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Übergänge vom natürlichen Spracherwerb in der Vorschule (Witaj-Projekt) zur gesteuerten Sprachvermittlung im schulischen Sorbischunterricht gestaltet werden können und welche didaktisch-methodischen Hilfestellungen hierbei gegeben werden können.

Zur Person:
Dr. Jana Schulz (sorbisch: Šołćina) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Sprachwissenschaft am Sorbischen Institut Bautzen und Dozentin für Sorbisch-Fachdidaktik an der Universität Leipzig. Bis 1988 studierte sie Lehramt Deutsch und Sorbisch an der Universität Leipzig und war bis 1990 als Lehrerin in Hoyerswerda tätig. Von 1990 bis 1995 war sie Doktorandin am Institut für Sorabistik der Universität Leipzig und promovierte 1995 im Bereich der sorbischen Sprachwissenschaft. Seit 1996 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut Bautzen mit den Forschungsgebieten Spracherwerb, Mehrsprachigkeit, Evaluierung von Sprachkompetenzen und Sprachstandsfeststellungen. Seit 2001 ist sie zudem als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin für Sorbisch-Fachdidaktik an der Universität Leipzig tätig.

 

⑥ Kinderarmut und Übergänge. Kinder für die Zukunft stärken

Übergänge prägen den Alltag und die Bildungsbiografien von Kindern – vom Start in die Kita bis hin zu Mikrotransitionen. Für Kinder, die von Armut betroffen sind, können diese Übergänge mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden sein. Im Werkstattgespräch wird Kinderarmut aus Sicht des Lebenslagenansatzes betrachtet und diskutiert, wie Armut Übergangserfahrungen beeinflusst – insbesondere im Hinblick auf Teilhabe, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit. Ziel ist es, die eigene Haltung und Praxis zu reflektieren und gemeinsam konkrete, alltagstaugliche Handlungsstrategien zu entwickeln.

Referent*innen:
Nach dem Diplom in Erziehungswissenschaften (2007) und der Promotion (2014) ist Anna Ifland seit 2013 in den Bereichen Beratung, Qualifizierung und Organisationsentwicklung für Kitas und Horte tätig. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Referentin für Organisationsentwicklung im Reallabor Burgenlandkreis der Initiative Zukunftsbildung (IZB) sowie als freiberufliche Mitarbeiterin in der Werkstatt Kita-Qualität.
Zuvor war sie langjährig als Fachberaterin im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ tätig und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut bildung:elementar in Halle (Saale).
Ihre Schwerpunkte liegen in der Qualitäts- und Organisationsentwicklung, Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften und in der Begleitung pädagogischer Teams.
Sie verfügt über ein Montessori-Diplom, ist eec-Beraterin, Multiplikatorin für den Kinderperspektivenansatz sowie systemische Beraterin (IfBC).

Im Werkstattgespräch wirken außerdem die Kita-Sozialarbeiterinnen Lisette Lenz und Peggy Winter mit

https://www.initiative-zukunftsbildung.de/

 

⑦ Mehrsprachigkeit und mehrsprachiges Aufwachsen im Kontext von Übergängen

Mehrsprachigkeit und mehrsprachiges Aufwachsen sind positive Ressourcen, die viele Kinder mitbringen. Damit diese Kinder einerseits erfolgreich in und mit ihren Erstsprachen aufwachsen können und andererseits die möglicherweise neue Umgebungssprache Deutsch besser erwerben können, benötigt es effektive Strategien zur sprachlichen Bildung und Förderung.
Der Workshop soll eine Plattform bieten, auf der verschiedene Ansätze präsentiert werden, die pädagogischen Fachkräften helfen, gezielt auf die sprachlichen Bedürfnisse mehrsprachig aufwachsender Kinder einzugehen und die Potenziale gewinnbringend zu nutzen. 

Zur Person:
Sein Studium schloss Robert Jurleta mit dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Deutsch und Geschichte ab. Nach dem Studium arbeitete er als Fachschullehrer an einer Fachschule für Sozialpädagogik in Dresden. Seit mittlerweile 11 Jahren ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Projektkoordinator und pädagogische Leitung am Landeskompetenzzentrum zur sprachlichen Bildung und Förderung in Kindertageseinrichtungen in Sachsen tätig. 
In diesem Rahmen entwickelte und implementierte er unter anderem ein LandesCurriculum zur sprachlichen Bildung (LaCusBi) und verantwortete die Ausbildung sowie Begleitung der Fachberaterinnen und Fachberater im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ (2016 – 2023). 
Seit 2023 wirkt er zudem als Konzeptentwickler sowie fachlicher Berater im Landesprogramm zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung in Sachsen. Darüber hinaus ist er bundesweit als Fortbildner tätig – u. a. zu Sprachentwicklung und Sprachbeobachtung, Mehrsprachigkeit, Zusammenarbeit mit Familien, Team- und Organisationsentwicklung sowie zum Einsatz digitaler Medien und zur Nachhaltigkeit von Bildungsprozessen in der frühen Bildung.

 

http://www.lakos-sachsen.de

 

⑨ Übergänge individualitätssensibel gestalten - zwischen Normativität und Neurodiversität

Neurodiversität beschreibt die Vielfalt menschlicher Wahrnehmungs-, Denk- und Verarbeitungsweisen. In diesem Workshop wird Neurodiversität im Kontext pädagogischer Arbeit thematisiert – mit Blick auf Kita, Schule, Tagespflege und Einzelfallhilfe.
Im Mittelpunkt stehen grundlegende Begriffe und Perspektiven, neurodivergente Entwicklungs- und Lernprofile sowie Fragen zu Teilhabe, Kommunikation, Reizverarbeitung und Selbstregulation im pädagogischen Alltag. Der Workshop bietet Zeit und Raum für Austausch, Fragen und unterschiedliche Perspektiven aus Kita, Schule, Tagespflege und Einzelfallhilfe.

Referent*innen:
Anja Moch ist Referentin für Pädagogik und Qualitätsentwicklung bei Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH mit Schwerpunkt Inklusion. Sie begleitet pädagogische Teams in inklusiven Bildungs- und Betreuungssettings und in der Arbeit mit Kindern mit Teilhabe- und Förderbedarf. Praxiserfahrung bringt sie aus dem stationären Wohnen und der interdisziplinären Frühförderung sowie als Facherzieherin für Inklusion und Teilhabe mit. Als ehemalige Dozentin an der Pro Inklusio – Fachschule für Sozialpädagogik und heutige Fort- und Weiterbildnerin bei Fröbel wirkt sie in der Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte mit.

Katharina Hummel ist Fachberaterin bei der Fröbel Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH und begleitet Kindertageseinrichtungen in der Region Lausitz in ihrer Qualitätsentwicklung. Seit 2007 ist sie beim Träger tätig und verfügt über umfassende Erfahrung in der frühkindlichen Bildung. Ihre Laufbahn begann sie als Leiterin eines Integrationskindergartens, wo sie Erfahrungen in inklusiver Pädagogik und Teamführung sammelte. Seit 2010 unterstützt sie Einrichtungen in der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung pädagogischer Prozesse und arbeitet dabei eng mit Leitungskräften und Teams zusammen. Katharina Hummel ist ausgebildete Heilpädagogin, Gesundheitserzieherin, systemische Beraterin sowie insoweit erfahrene Fachkraft gemäß § 8a/8b SGB VIII und § 4 KKG. Ihr Fokus liegt auf einer praxisnahen Begleitung und der gemeinsamen Entwicklung nachhaltiger Lösungen zur Qualitätsverbesserung.

 

⑩ Wenn Kinder und Jugendliche Abschied nehmen, dann …

Mit dem Abschiednehmen, dem Trauern oder dem Sterben entfaltet sich ein Spannungsfeld zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen und dem individuellen Erleben der Beteiligten, also der Kinder, Jugendlichen, Eltern oder der professionell Begleitenden. Unmittelbar in dem Zusammenhang stellt sich die Frage. Was ist “normal“? 
Dem Barcamp-Charakter folgend, richtet sich der vertiefende thematische Schwerpunkt nach dem Interesse der Teilnehmenden. Eingangs werden die Schwerpunkte der Teilnehmenden gesammelt. Zentrale Anliegen sind das Einbinden etwaiger Perspektiven, genauso wie der dialogische Austausch sowie die Vernetzung. 

Referent*innen:

Anja Herzog ist ausgebildete Krankenschwester. Das Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaft schloss sie im Masterstudium (M. A.) (2022) mit dem Schwerpunkt "Sterbende als Lehrende im Hospiz: die subjektive Sichtweise Sterbender auf ihr gesundheitliches Erleben in der Lebenswelt – Erwachsenen-Hospiz" ab. Seit 2020 arbeite sie als Lehrbeauftragte im Modul der palliativen Patientenversorgung im Studiengang der Erweiterten klinischen Pflege (EKP), mit dem Schwerpunkt der Onkologie an der Akkon-Hochschule. Seit 2025 ist sie am Institut für Soziale Arbeit angestellt.
https://www.b-tu.de/fg-erziehungswissenschaften/team/anja-herzog

Anja Herzog wird im Werkstattgespräch unterstützt durch Dipl.-Psych. Tino Winkelmann
Tino Winkelmann (Dipl.-Psych.), geboren am 27. August 1973 in Lauchhammer, verbindet psychologische Expertise mit langjähriger Führungserfahrung im Projekt- und Transformationsmanagement sowie einem starken Engagement für die Strukturentwicklung und Fachkräftesicherung in Brandenburg.