STATT-Erweiterung

Niklas Gies und Jan Pötschke

Qualitätvolles Wohnen zwischen Autobahn, Einfallstrasse, Grosshandel- und Gewerbeflächen inmitten strukturloser Stadtfragmente und Brachflächen erfordert viel Phantasie.

Soll darüber hinaus das zu schaffende Angebot auch eine deutliche Alternative zu bestehendem städtischen Wohnen und auch zu dem Häuschen auf der Grünen Wiese in den Umlandgemeinden sein, erfordert es nicht nur noch mehr Phantasie, sondern auch die Bereitschaft quer zu denken.

Unser Ziel ist Wohnen im grünen Landschaftsraum ohne Natur zu zerstören und Wohnen in einem nachbarschaftlichen Gemeinwesen mit Anschluss an die Stadtgemeinschaft Braunschweig.

Um das Kerngebiet, welches fast ausschließlich durch Zwänge bestimmt wird, unter der genannten Zielvorstellung zu qualifizieren, sind aus unserer Sicht folgende Schritte notwendig:

1. Ordnen!

Reparatur der defekten und diffusen östlich angrenzenden Stadtstrukturen innerhalb ihrer Nutzungsprofile + Freiräumen der zentralen Brachfläche

2. Ausbauen!

Basierend auf bereits stattgefundener Entwicklung werden entlang der Autobahn und des Autobahnzubringers Gewerbeflächen ausgewiesen, die naturgemäß unempfindlich für die Lärmemissionen sind. Reduzierte Wohnnutzung, z.B. als Eignerwohnung soll auch hier möglich sein.

3. Qualitäten schaffen

Um die Wohnstruktur im Kernbereich wird ein großzügiger Mischwald angeordnet, der Freiraum bietet, wie es kaum eine Planung auf der grünen Wiese kann. (Finanzierbar ist dies aus den durch die Umsetzung der Maßnahmen zu erwartende Steigerung des Bodenwertes, welcher heute als Brach- bzw. Konversionsfläche kaum einen Wert haben dürfte.) Aufgrund der zu hohen Folgekosten und der guten Ausstattung Braunschweigs mit Parks gibt es für eine Parkanlage in dieser Dimension keinen Bedarf. Ein Stadtwald hingegen bietet individuelle und spannende Möglichkeiten Natur abseits der Gestaltung zu erfahren.

4. Urbanität und Identität!

Als ausgleichendes Moment zum Naturraum wollen wir eine sehr städtisch geprägte Siedlungsstruktur, die sich mit zusammenhängender Individualbebauung, klaren Straßenräumen und ?hierarchien. Zusammen mit dem Quartiersplatz und der fußläufigen Erreichbarkeit des Stadtzentrums ergibt sich ein Ort, der als urban und städtisch wahrgenommen wird.

Unterschiedliche Höhen der Baukörper, Betonung der Eck- und Eingangssituationen mit einem zusätzlichen Geschoss und die kleinteilige Parzellierung geben der Siedlung trotz der Strenge und Klarheit im Grundriss einen lebhaften Charakter.

5. Kontaktaufnahme!

Durch den geplanten Radweg, der eine der wenigen vorhandenen Qualitäten des Gebietes darstellt, wird es den Bewohnern der Statt-Erweiterung ermöglicht, trotz der Insellage in Kontakt mit der Stadt zu bleiben. Aber auch die Braunschweiger haben die Möglichkeit spaziergehend oder radwandernd dieses neue Quartier zu erschließen. Die Zurückhaltung der strengen Siedlungsstruktur vor der geschwungenen Spur des Radweges erlaubt zahlreich Treffpunkte und kleine Einblicke. Die Querung durch die Mitte ergänzt die gewonnen Eindrücke.

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