Die Adern der Stadt

Dominik Heinzmann und Sebastian Stoll

Wir beabsichtigen, die momentan sehr mangelhafte Erschließung des Geländes auszubauen und klar zu strukturieren. Durch die Verlängerung des Pippelweges in den südlichen Teil des Entwurfsgebietes und der Neuanlage einer Straße neben dem ehemaligen Bahndamm, entsteht ein Erschließungsring, der das durch die Münchestraße geteilte Gebiet miteinander verbindet.

Die aus der Weststadt kommenden Straßen werden weitergeführt und über den zentralen Grünraum hinweg mit dem Pippelweg und der neuen Zentralachse am Westbahnhof verbunden, so dass sich ein übersichtliches Straßennetz ergibt.

Die ehemalige Bahnanlage wird als weiteres Glied in der geplanten Verlängerung des bestehenden Fuß- und Radweges neu definiert. Die Anlage wird Abschnitt eines stadtumspannenden Ringes als Naherholungsraum und Kulturachse.

Das Bahngelände wird zu einem Park umgestaltet, der Reste der alten Gleisanlagen integriert. Mittelpunkt dieser Anlage ist der zur gastronomischen Einrichtung umgenutzte Bahnhof.

Die dominante Anlage benötigt ein Gegengewicht. Dies wird durch die von uns erhaltene Kleingartenanlage gebildet. Dessen Qualität sehen wir in ihrer Aufgeräumtheit und der dort herrschenden Ruhe und Beschaulichkeit. Über die Gartenanlage wird eine fußläufige schnelle Verbindung zwischen HbK und dem neuen Wohngebiet am Westbahnhof hergestellt. Kleine Lichtungen entlang des Weges sollen zum Verweilen in der Kleingartenanlage einladen.

Die Baustruktur des gesamten Areals betreffend, war es uns ein wichtiges Anliegen, das Vorhandene nur geringfügig anzutasten, aber die jeweils gut funktionierenden Quartiere bestandsgerecht zu ergänzen.

Zwischen der Zentralachse und der Autobahn entsteht ein neues Wohngebiet. Das Gebiet ist eine Teppichbebauung, die aus aneinander gesetzten Stadthäusern gebildet wird. Die Häuser basieren auf Grundmodulen, die sich je nach Bedarf zu einem Reihen-, Einfamilien- oder Mehrparteienwohnhaus zusammensetzen lassen. Jedes Haus hat eine Garage, um die Anliegerstraßen von parkenden Autos freizuhalten. Die strahlenartige Erschließungsstruktur ist zum einen eine Reminiszenz an die damals typische Erschließung alter Industriehallen von der Gleisanlage aus und zum anderen eine Fortsetzung der alten Gründerzeitstruktur im Süden des Geländes.

Die südliche Ausrichtung der Wohnhäuser erlaubt, diese sehr nah an das westlich angrenzende Kleingewerbegebiet heranzuführen. Eine Pufferzone aus Bäumen an der Gewerbestraße sorgt dafür, dass nahen Wohnungen nicht in ihrer Lage benachteiligt werden. Vom Westbahnhofgelände wird die Wohnanlage durch Gebäuderiegel abgegrenzt. Diese sind mit Wohnungen belegt, nehmen aber auch Büros, Kneipen und Einzelhandel auf, der zur Nahversorgung dienen soll. Die Lage am Park erlaubt eine Mischnutzung der Häuser Die Gebäude folgen dem Verlauf der Zentralachse derart, dass sie sichtbar den eleganten Schwung der ehemaligen Gleisführung nachzeichnen. Optisch wirken die Gebäude wie eine Wand. Dadurch wird der Fremde zu einer Nutzung nur der Straßenfront provoziert, was das Wohngebiet in seiner Privatsphäre stärken soll.

Clou der Neugestaltung des Areals ist die bauliche Neufassung der Münchestraße. Mit Hilfe derselben wird der bisher optische Stadteingang am Arbeitsamt an die Autobahn vorverlegt. Um die Wirkung der Münchestraße als Stadtstraße besser zur Geltung zu bringen, sind einige der neuen Bürogebäude direkt in den Brückendamm hineingebaut. Die Geschosse unterhalb des Straßenniveaus, welche nach hinten offen sind, können als Garage oder Lagerraum genutzt werden.

Eine Ausnahme bildet der Gebäudekomplex am südlichen Pippelweg. In dem Bereich zwischen den zusammentreffenden Anlagen des Kleingartengebietes und des Westbahnhofes ordnet sich ein burggleicher Gebäudekomplex ein, der Funktionen des Freizeitsports und der Unterhaltung enthält. Massiv aber flach gehalten, wirkt dieser Komplex, als würde er in dem Grünraum schwimmen. Er liegt im Zentrum sämtlicher auf das Gebiet treffender Achsen und stellt sich so als Anlaufspunkt der unmittelbaren Nachbarschaft dar. Städtebaulich ist er der Mittelpunkt des gesamten Bauensembles.

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