Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2018

Räume der Avantgarde (SE)

Veranstaltungsnr. 620504
Dozent Roland Meyer, M.A.

SWS 4
Credit Points
6

Termin Montag 13:45 bis 17:00 Uhr, wöchentlich
Laufzeit
9. April 2018 bis 9. Juli 2018
Ort 
LG 2B / Raum U17 - Zentralcampus, Cottbus

Lehrinhalt
In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts geraten bis dahin gültige Raumvorstellungen in Bewegung.
Neue Medien wie Radio, Telefon und Bildtelegrafie erlauben instantane Kommunikation über alle räumlichen Grenzen hinweg. Die Beschleunigung des großstädtischen Verkehrs schafft von technischen Signalen durchzogene Wahrnehmungsräume, die auf einen Blick und in Bewegung erfasst werden müssen. Und die Entwicklungen in den Naturwissenschaften, von der Entdeckung der Röntgenstrahlung bis zur Relativitätstheorie, lassen einen mehrdimensionalen Raum immaterieller »Ströme und Strahlen« (C. Asendorf) vorstellbar werden.

Diese Entgrenzung und Dynamisierung der Raumvorstellung in der Moderne wollen wir im Seminar dort nachvollziehen, wo sie ihre bis heute wohl sichtbarsten Spuren hinterlassen hat: in den Manifesten, Zeitschriften und Ausstellungen, Bildern, Büchern, Filmen und Architekturutopien der europäischen Avantgarden der Zwischenkriegszeit. Im Zentrum stehen dabei Künstler wie El Lissitzky, Alexander Rodtschenko oder László Moholy-Nagy, die in ihrem Werk gattungsübergreifend neue Räume der dynamischen Durchdringung von gebauter Architektur und technischen Medien entwerfen.

Lehrmethoden
Die Veranstaltung vermittelt wesentliche Entwicklungstendenzen von Kunst, Architektur und Gestaltung der klassischen Moderne anhand ausgewählter Beispiele. Die analytische Auseinandersetzung mit einzelnen Werken sowie die vertiefte Quellenlektüre werden ergänzt durch medien-, kunst- und kulturhistorische Kontextualisierung.

Leistungsnachweis
Regelmäßige Anwesenheit, Textlektüre inkl. regelmäßiger kurzer „reading responses“. Schriftliche Hausarbeit. Themenfindung und Recherche zur Hausarbeit werden im Seminar begleitet.

Literaturhinweise
Literatur wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.

Rückfragen bitte per E-Mail an:
Roland Meyer: E-Mail roland.meyer(at)b-tu.de

Anmeldung erfolgt über Link zu einer externen Seite moodle

Museum Architecture and Exhibition Design (SE)

Veranstaltungsnr. 6218105
Dozentin Vertr.-Prof. PD Dr.-Ing. habil. Eva Maria Froschauer | Dipl.-Ing. Nils Wenk

Hours per week per semester 4
Credit points
6

Day Tuesday, A/B, 11:30 to 13:00
Duration
10. April 2018 to 10. July 2018
Location
LG 2C / Room 315 - central campus, Cottbus

Content
The idea to collect artefacts is as old as mankind. Presenting collections is quite old, too. The term "museum", for example, is derived from the sanctuary of Muse – goddesses of the arts. The popular idea of presenting collections started at the end of the 18th century in the beginning of the 19th century. Age of reasons forced aristocracy and rich merchants to open their collections to the public, thus becoming part of the new education system. Presenting artefacts has always been related to the fields of architecture and design and to the idea of how to communicate the value and significance of the different pieces of a collection. Communication systems changed totally in the last 100 year and especially in the last 25 years. Assessment mode: We expect you to prepare a presentation on sessions' issues, incl. hand-out and ppt. presentations.

Course requirements
Regular attendance, field trip, presentation in the seminar, final paper, and while the whole term – willingness to discuss!

Contact please by email
Eva Maria Froschauer: email E-Mail froschauer(at)b-tu.de or Nils Wenk: email E-Mail wenk(at)b-tu.d

Registration is via Link zu einer externen Seite moodle

Bauhaus in der Provinz. Eine Spurensuche (SE)

Veranstaltungsnr. 620501
Dozenten Vertr.-Prof. Dr.-Ing. Gernot Weckherlin und Ulrich Röthke, M.A.

SWS 4
Credit Points
6

Termin Freitag 11:30 bis 15:15 Uhr, wöchentlich
Laufzeit 4. April 2018 bis 13. Juli 2018
Ort
LG 2B / Raum U16 - Zentralcampus, Cottbus

Lehrinhalt
Zweifellos zählt das Bauhaus zu den bekanntesten Design- Kunst- und Architekturschulen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 2 0 1 9 jährt sich die Gründung dieser einflussreichen Institution zum 100. Mal. Dieses Jubiläum stellt den Anlass für zahlreiche Ausstellungen und andere Veranstaltungen im In- und Ausland dar. Unter anderem soll auch im Cottbusser Dieselkraftwerk eine Schau zum Thema „Das Bauhaus in Brandenburg" gezeigt werden. Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung begeben wir uns auf eine Spurensuche, um Orte und Institutionen zu erschließen, an denen Bauhauskünstler*innen gewirkt haben. Gemeinsam wollen wir Ideen für die inhaltliche und gestalterische Konzeption für dieses Projekt sammeln. Erste Recherchen ergaben, dass sich vielfältige Aspekte des Themas Bauhaus mit Orten in Brandenburg verknüpfen. So spielt der Aspekt der handwerklichen Produktion in der genossenschaftlich organisierten Reformsiedlung Gildenhall eine zentrale Rolle, industriell gefertigte Ware wird dagegen von Gestaltern wie Christian Dell für die Römmler AG in Spremberg und Wilhelm Wagenfeld für die VLG in Weißwasser entworfen. Dieser eher praxisorientierte Teil der Lehrveranstaltung wird durch einen vertiefenden theoretischen Teil ergänzt. Dieser widmet sich insbesondere der kritischen Reflexion des „Phänomens Bauhaus“ als rezeptionsgeschichtlicher Sammelbegriff, ja Synonym für die Bewegung der Moderne. Zentrale Aspekte der Modernisierung der Alltagskultur sind nicht allein auf den „Einfluss“ des Bauhauses in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zurückzuführen. Warum aber gilt der Name einer kurzlebigen, kleinstädtischen Kunstschule bis heute als populärer Sammelbegriff, ja als mythologischer Kern der „Modernen Bewegung"?

Zur Einführung in die Thematik wird das Buch „Bauhaus 1919-1933. Reform und Avantgarde" von Magdalena Droste gelesen. (Im Seminar können vergünstigte Exemplare für 5 € erworben werden). Das Seminar begleiten Exkursionen nach Berlin (Kunstgewerbemuseum und Werkbundarchiv - Museum der Dinge) und nach Leipzig (Grassi-Museum).

Die Exkursion nach Leipzig in das  Link zu einer externen Seite Grassi-Museum für Angewandte Kunst
findet am Sonnabend, den 5. Mai 2018 von 9:00 bis 17:00 Uhr statt.

Leistungsnachweis
Regelmäßige Anwesenheit, Exkursionsteilnahme, Referat,
Erarbeitung einer Schautafel, Klausur

Rückfragen bitte per E-Mail an:
Gernot Weckherlin: E-Mail E-Mail weckherlin(at)b-tu.de und
Ulrich Röthke: E-Mail E-Mail roethke(at)b-tu.de

Anmeldung erfolgt über Link zu einer externen Seite Link zu einer externen Seite moodle

Voraussetzungsvolles Bauen - Study Projekt

Study Projekt zu Begriffen, Positionen und Beispielen des 'Weiterbauens'

Veranstaltungsnr. 620502
Dozentin Vertr.-Prof. PD Dr.-Ing. habil. Eva Maria Froschauer

SWS 8
Credit Points
12

Termine
Montag  09. April 2018 - 13:45 bis 17:00 in LG 2A / Raum 1.06
Freitag  27. April 2018 - Exkursion in Berlin, Zeit wird noch festgelegt
Freitag  04. Mai  2018 - 10:00 bis 15:00 in LG 2D / Raum 109
Freitag  18. Mai 2018 - 10:00 bis 15:00 in LG 2D / Raum 109
Montag  11. Juni 2018 - 13:45 bis 17:00 in LG 2A / Raum 1.06
Montag  02. Juli 2018 - 13:45 bis 17:00 in LG 2A / Raum 1.06

Ort   Zentralcampus, Cottbus

Max. 12 Studierende

Lehrinhalt
„Wir beginnen niemals bei null“, ist eine Aussage, die im Kontext des Bauens und der Architektur eigentlich selbstverständlich erscheinen mag. Doch allein die (klassisch) moderne Haltung, man entwerfe und gestalte neue ‚Welt‘ nur auf dem sprichwörtlich leeren Blatt Papier gut, hält sich bis heute erstaunlich hartnäckig. Dabei zeigt der Blick in die Realität des historischen wie gegenwärtigen Bauwesens, gerade auch unter dem Fokus seiner Prozesshaftigkeit, dass in so vielen Fällen vor dem Hintergrund des Bestehenden agiert wird oder werden muss – sei es in materieller oder ideeller Hinsicht –, so dass es unumgänglich erscheint, nicht von einem voraussetzungslosen, sondern vielmehr von einem voraussetzungsvollen Bauen zu sprechen. Eines, das beachtenswert und modern ist, da es weiterbaut, umnutzt, ergänzt, rekontextualisiert, tradiert, recycelt, nachnutzt, wiederverwendet etc.

Vor dieser Ausgangslage und in Kopplung an den Schwerpunkt, den das Graduiertenkolleg „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“ der BTU zum „Wert des Weiterbauens“ im Sommersemester 2018 setzt, wollen wir in diesem Study Projekt folgende Aspekte aufgreifen und studieren: Welche kulturellen und technischen Wertvorstellungen bilden sich hinsichtlich des ‚Weiterbauens ‘ in bestimmten Denkmalpflegepositionen zu unterschiedlichen Zeiten ab? Welche Handlungsfelder und -möglichkeiten eröffnen sich für Architektinnen und Architekten im Sinne eines ‚voraussetzungsvollen Bauens‘? Und welche Gegenwartspositionen lassen sich dazu ausmachen? Auf welcher materialen Ebene lässt sich das ‚Weiterbauen‘ lokalisieren und mit welchen Begriffen lassen sich dessen Strategien fassen?

Die Inhalte des Study Projekts werden über intensives Literaturstudium erarbeitet, werden in der Gruppe mehrfach präsentiert und diskutiert und münden am Ende in einer projektbasierten Einzelarbeit.

Anforderungen
Kurzaufgaben (in mündlicher und/oder schriftlicher Form), eine Tagesexkursion, Zwischenpräsentation und Endabgabe (bestehend aus fotografischen, darstellenden und wissenschaftlich-schriftlichen Komponenten), welche in der Veranstaltung genau definiert werden.

Das Study Projekt wird von Luise Rellensmann, M.Sc., Doktorandin
an der BTU Cottbus-Senftenberg begleitet.

Rückfragen bitte per E-Mail an:
Eva Maria Froschauer: E-Mail E-Mail froschauer(at)b-tu.de
Luise Rellesmann: E-Mail E-Mail luise.rellesmann(at)b-tu.de

Anmeldung erfolgt über Link zu einer externen Seite moodle