Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2018|19

Geschichte des Wohnens von der Aufklärung bis heute (VL)

Veranstaltungsnr. 620500
Dozent
Vertr.-Prof. PD Dr.-Ing. Eva Maria Froschauer

SWS 2
Credit Points
3

Termin Montag, 11:30 bis 13:00 Uhr, wöchentlich
Laufzeit
15. Oktober 2018 bis 28. Januar 2019
Ort
ZHG / SR 3 - Zentralcampus, Cottbus

Lehrinhalt
Die Vorlesung behandelt das Thema unter kulturellen, künstlerischen und sozialen Aspekten. Sie beginnt um 1760 mit dem Klassizismus und der Aufklärung, verfolgt Biedermeier und Empire und geht über die Gründerzeit in die Jahre um 1900, die vom Jugendstil und vom genossenschaftlichen Wohnen geprägt waren. Mit der Gartenstadtbewegung sind in der Folge neue Konzepte des Wohnens entstanden, darüber hinaus brachten die 1920er Jahre eine weitreichende und radikale Neudefinition des Wohnens mit sich, trotzdem haben sich immer auch gemäßigte Stilformen erhalten. Nach der NS-Zeit endet die Vorlesung mit einem vergleichenden Blick auf das Wohnen in der BRD und der DDR, um abschließend Wohntendenzen der Gegenwart aufzuzeigen. Insgesamt geht es weniger um eine Stil- oder Architekturgeschichte als darum, jeweils charakteristische Besonderheiten des Wohnens zu rekonstruieren.

Lehrmethoden und Lehrziele
Die Vorlesung „Geschichte des Wohnens“ bietet den Studierenden einen Überblick zur architekturgeschichtlichen Einordnung von Wohnbauten seit dem beginnenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dabei geht es darum, einerseits die Entwicklung von Grundrissen und Bauformen des Wohnens besser kennen zu lernen und andererseits Wohnen immer auch als einen Ausdruck von sozialen, ökonomischen und politischen Gefügen zu verstehen.
Die Studierenden eignen sich ein Grundwissen an und erlernen eigenständiges Bewerten von Quellen, die Interpretation und Analyse von Architektur und Stadt, erhalten Einblicke in den wissenschaftlichen Diskurs und zur wissenschaftlichen Systematisierung von Erkenntnissen.

Leistungsnachweis
Klausur: Montag, den 18.2.2019, 11.30-13.00 Uhr, Hörsaal 1

Rückfragen bitte per E-Mail an:

Roland Meyer: E-MailE-Mail  froschauer(at)b-tu.de

Anmeldung erfolgt über Link zu einer externen Seite moodle

Farbe und Farbsysteme in Kunst und Architektur der Moderne (SE)

Veranstaltungsnr. 620507
Dozent Ulrich Röthke, M.A.

SWS 4
Credit points
6

Termin Montag, 15.30 - 19:00 Uhr, wöchentlich
Laufzeit
15. Oktober 2018 bis 28. Januar 2019

Ort
LG 4B / Raum 3.19, Zentralcampus Cottbus

Lehrinhalt
In der Aphorismensammlung „Bemerkungen über die Farbe“ schreibt der Philosoph Ludwig Wittgenstein: „Denn hier (wenn ich die Farben betrachte z.B.) ist da erst nur eine Unfähigkeit, irgendeine Ordnung in den Begriffen zu machen. Wir stehen da, wie der Ochs vor der neu gestrichenen Stalltür.“ Ungeachtet dieser Feststellung wollen wir im Seminar versuchen, Ordnung in das umfangreiche und vielfältige Gebiet der Farbe zu bringen. Dabei folgen wir zunächst den wissenschaftlichen Ansätzen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, in denen unterschiedliche Farbsysteme entwickelt wurden, angefangen von Goethes Farbenlehre, über die Theorien von Chevreul bis hin zu Ostwalds Farbharmonielehre. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die von Künstlern entwickelten Theorien gelegt werden, die ausgehend vom Bauhaus in Weimar und Dessau eine enorme Wirkung bis in die Gegenwart hinein entfalteten.
Nach diesem einführenden theoretischen Block betrachten wir die Anwendung in der Praxis anhand ausgewählter Beispiele aus der Architektur. Thematisiert werden u.a. Bauten von Bruno Taut, Le Corbusier, Peter Behrens, Egon Eiermann, Sauerbruch & Hutton, Herzog & de Meuron und Aldo Rossi.

Lehrmethoden und Lehrziele
Zu Beginn des Seminars steht die gemeinsame Lektüre und Analyse historischer Farbenlehren. Anschließend erfolgt die Vorstellung von ausgewählten Beispielen aus der Architektur in Einzelreferaten.
Exkursionen nach Dessau (Bauhausbauten und Umweltbundesamt) und nach Dresden (Farbenzentrum der TU) vertiefen das erworbene Wissen durch praktische Anschauung. Zudem werden verschiedene Übungen mit dem Material Farbe durchgeführt. Ziel ist es, mehr Sicherheit im Umgang mit dem überaus wichtigen Mittel der Farbe in Gestaltungsprozessen zu erwerben und die für manche Architekten sprichwörtliche „Chromophobie“ (Angst vor der Farbe) zu überwinden.

Leistungsnachweis
Regelmäßige Anwesenheit, Übernahme eines Referats und schriftliche Hausarbeit. Teilnahme an den Exkursionen nach Dessau und Dresden

Literaturhinweis
Im IKMZ steht ein Semesterapparat bereit (3. OG).

Rückfragen bitte per E-Mail an Ulrich Röthke:
Ulrich.Roethke@b-tu.de

Sprechstunden nach Vereinbarung
LG 2D / Raum 115

on site - das Wohnen besichtigen (SE)

Veranstaltungsnr. 620502
Dozent Vertr.-Prof. Dr.-Ing. Gernot Weckherlin

SWS 4
Credit Points
6

Termin nach Vereinbarung
Laufzeit 15. Oktober 2018 bis 28. Januar 2019
Ort
nach Vereinbarung

Der erste Termin findet am 15. Oktober 2018 zugleich zur Vorlesung "Geschichte des Wohnens", 11:30 - 13:00 Uhr im ZHG / SR3 statt.

Lehrinhalt und Lehrmethoden
Das Seminar ergänzt die Vorlesung „Geschichte des Wohnens“ und vertieft einzelne Aspekte davon.
An Beispielen soll erfahren werden, wie Wohnreformen in verschiedenen Zeiträumen der Architekturgeschichte seit Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Ausprägung fanden. Dazu nutzen wir das Lerninstrument der Exkursion (besichtigen z.B. Gartenstädte, Großwohnsiedlungen der 1970er Jahre, aktuelle Wohnprojekte) und der Textlektüre. Wir wollen sowohl vor Ort als auch in kurzen Textanalysen die Frage stellen, was je unter „Wohnen“ verstanden wurde und wird. Wie und weshalb haben sich Begriff und Vorstellung von dem was „Wohnen“ ausmacht, verändert? Das vor Ort Erfahrene und im Seminar geforderte kritische Hinterfragen ergänzt und vertieft das in der Vorlesung vermittelte Wissen in der unmittelbaren Anschauung.
In einer Einführungsrunde werden die zu besuchenden Gebäude vorgestellt, vor Ort werden wir Präsentationen hören und als Nachbereitung werden die Kursteilnehmenden einen Bericht verfassen, der im Sinne der kritischen Reflexion das neu erworbene Wissen in Worte zu fassen trainieren soll.

Leistungsnachweis
Erwartet wird die regelmäßige Anwesenheit, Statement und Nachbereitung.

Termine werden in Absprache mit den Kursteilnehmern vereinbart.

Erstes Treffen 15. Oktober 2018, Ort ZHG | SR3 um 11:30 Uhr

Rückfragen bitte per E-Mail an Gernot Weckherlin:
weckherlin@b-tu.de

The Museum as a Medium: Understanding Exhibitions (SE)

Veranstaltungsnr. 620502
Dozent Roland Meyer, M.A.

Hours per Week per Semester 8
Credit Points
6

Date
Monday, 13:45 to 17:00, A/B
Saturday, October 20, 2018 - 9:00 - 17:00  - Exkursion
Friday, November 30, 2018 - 9:00 - 17:00  - Exkursion
Friday, December 7, 2018 - 9:00 - 17:00  - Exkursion
Friday, Januray 18, 2018 - 9:00 - 17:00  - Exkursion

Duration
15.10.2018 to 28.01.2019 
Location  LG 2A / Room U.18, Main Campus, Cottbus

Content
Curating and staging exhibitions has become the major function of museums today. Unlike other classical museological functions like collecting, conservation and research, which rarely attract much attention, exhibitions give museums the opportunity to directly interact with a broad public audience. In presenting exhibitions, the museum thus acts as kind of medium – as a means of communication, a learning environment as well as a site of aesthetic experience.
What are the unique forms of experience that museum exhibitions do provide which other media (e. g. books, movies or digital apps) cannot achieve? How are cultural artifacts and everyday objects being transformed by entering the exhibition space, and by which aesthetic and discursive strategies are they made to “tell” their stories? How does the architecture of display structure the exhibition’s narrative, and by which spatial means can it stage memorable encounters between exhibits and visitors? And how can museums act in a globalized world and provide meaningful experiences for a more and more culturally and socially diverse audience? Focusing on these and other questions relevant to contemporary museum practice, the course provides a practice-based introduction to key museological debates.

 Method
A close reading of canonical texts from the fields of (new) museology, exhibition theory and cultural studies will be accompanied by a series of field trips to various exhibitions in Berlin, Dresden and Leipzig. Combining theoretical discussions and on-site experience, the course will enable the students to develop their own methods of description and interpretation, and will provide them with a critical vocabulary for analyzing different modes of presentation, aesthetics of display and narrative strategies.

Course requirements
Regular attendance, field trips, presentation in the seminar, final paper, and while the whole term – willingness to discuss! 

Field trips (whole day): 10/20/2018; 11/30/2018; 12/07/2018; 01/18/2019