Dissertationen

Katrine Majlund Jensen: Experiential Practice as Preservation Process. An Approach to the Recent Ruin

If modernity has been associated with progress, a considerable part of its built legacy is facing rapid decay. Industrial wastelands and remnants of war are turning into recent ruins. Unlike their ancient counterparts deliberately preserved, they display a continuous passage of time arguably exemplifying the ruin per se.

While recognizing entropic forces as a challenge for the preservationist imperative, the dissertation advocates for the recent ruin as potential for rethinking built heritage beyond the agenda of saving. Whereas intervention and maintenance are common scopes of research, the qualities of decay and the obsolete are still in the margins. The dissertation asks how the ephemeral and temporal and their material and atmospheric expressions can be identified and formulated, to be worked with rather than dismissed. It argues that a less normative and more inductive approach is required.

Thus, this research project aims to investigate the potential of experiential practice to value processes of continued ruination. Rooted in phenomenology, it offers a systematic attentiveness to the “presence effects” of a site, beyond its significance as historical record. Selected case studies and documentary methods will create an experiential set of data, analyzed to formulate an experiential conception of the recent ruin, as ruin. The result is a framework to reconcile dichotomies of waste/heritage and nature/culture as well as a tool of analysis for fields of intervention such as preservation, design and curation.

Short Biography

Katrine holds a B.A. in Aesthetics and Culture from Aarhus University, Denmark and did her M.A. in World Heritage Studies at the BTU, Cottbus. Her museum work includes AROS, Aarhus Art Museum and the exhibition “Neolitische Kindheit, ca. 1930” at Haus der Kulturen der Welt. She worked as project coordinator and recipient of European Commission Funding, Youth in Action and Gwärtler Stiftung for the project Contemporary use of Listed Buildings, “CineEast Short Film Festival Berlin”, Kühlhaus Berlin. She was the recipient of the Women’s Advancement Initiative scholarship, BTU Cottbus and worked as part of the Young Professionals ICOMOS ISC20C Mentoring program. Since April 2020 she is doing her PhD within the DFG Research Training Group “Cultural and Technological Significance of Historic Buildings” at BTU Cottbus.

Cyril Kennel: Der Postmoderne auf der Spur – Rückstände eines umstrittenen Konzeptes in der Deutschschweizer Alltagsarchitektur der 1970er und 1980er Jahre

Die Schweiz ist ein Hort der Moderne und des Funktionalismus. Diese Position wird im architekturhistorischen Fachdiskurs bis heute verteidigt. Von einer Postmoderne ist in der deutschsprachigen Schweiz meist nicht die Rede, und wenn, dann kreisen die Beiträge um Aldo Rossis Zeit an der ETH Zürich, um Verbindungen von Denise Scott Brown und Robert Venturi zur „Archithese“ oder um die Entwürfe von Trix und Robert Haussmann.

Ausgangslage der Forschungsarbeit ist die Wahrnehmung einer Diskrepanz zwischen tatsächlich gebauter Umwelt und einem diskursiven Abwehrreflex gegenüber der Postmoderne (im Sinne einer contested category), wie er für die Deutschschweiz - in Anlehnung an die an Habermas orientierten Diskurse in Deutschland - symptomatisch ist. Um diesem Reflex auf die Spur zu kommen, werden im Rahmen der Arbeit die Beiträge der Fachpresse von 1970 bis 1990 untersucht und aufgearbeitet. Hierunter fallen nicht nur theoretische, akademische Beiträge, sondern auch Beiträge zur reinen Baudokumentation.

In einem zweiten Schritt fragt die Arbeit danach, ob und über welche Kanäle sich gängige Narrative der Postmoderne – trotz medialer und auch akademischer Kritik – in die Deutschschweizer Baupraxis und in eine Alltagsarchitektur aber auch in ein Selbstverständnis der Architekt*innen übersetzt haben. Interviews mit weniger publizierten Zeitzeug*innen und die Archive von Generalplanungs-Unternehmen bieten hierfür eine interessante Grundlage – jenseits jeglicher „Stararchitektur“. 

Kurzbio:

Nach seinem Erststudium an der Zürcher Hochschule der Künste arbeitete Cyril Kennel in der Designsammlung des Museum für Gestaltung Zürich sowie an Forschungsprojekten im Departement Architektur der ETH und dem Institut für Design- und Kunstforschung an der Hochschule Luzern. Zusätzlich absolvierte er eine hochschuldidaktische Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich, ein vom Bund gefördertes Programm für Forschungsnachwuchs an Schweizer Kunsthochschulen sowie einen Master am Kunsthistorischen Institut der Universität Bern, wo er sich mit der Geschichtsschreibung der Postmoderne in Design und Architektur in der Schweiz auseinandersetzte.

Er unterrichtet Designtheorie sowie Design- und Architekturgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste sowie an diversen Höheren Fachschulen.  

Elise Kleitz: Für die Ewigkeit oder obsolet? Überwindung der Dichotomie zwischen Erhaltung und Zerstörung in der anthropozentrischen Epoche

In den 2000er Jahren bezeichnete der Nobelpreisträger Paul Crutzen die aktuelle geologische Ära mit einem neuen Begriff – das Anthropozän. Auf diese Weise betonte der Biochemiker die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf den Klimawandel. Die wissenschaftliche Gemeinschaft verwendet diesen Begriff seither, um das aktuelle Wirtschaftsmodell zu hinterfragen, das auf dem Konzept der technologischen Evolution basiert. Hiermit wird der Bedarf an systemischen Änderungen hervorgehoben.

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, den Bereich des Denkmalschutzes in diese Debatte einzubeziehen und herauszufinden, wie man das aktuelle dichotome Verhalten überwinden kann: Die moderne Gesellschaft weist historischen Denkmälern und städtischen Zentren Werte zu, um sie für die Ewigkeit zu erhalten, während es wertlose Gebäude schafft und zerstört. Was ist die Erhaltung angesichts des Zusammenbruchs jedoch wert?

Aus historischer Perspektive zielt dieses Forschungsprojekt darauf ab, das Konzept der Obsoleszenz sowie der Erhaltung seit der großen Beschleunigung (seit dem Zweiten Weltkrieg) zu untersuchen, um schließlich den Begriff der kulturellen und technologischen Werte, die den Lebenszyklus des Denkmals bestimmen, zu überdenken. Letztlich werden Praktiken untersucht, bei denen Schöpfung und Erhaltung gleichermaßen kombiniert werden und die den Grundstein für eine neue Vision des Denkmals legen.

Biographische Angaben zu Elise Kleitz auf den Seiten des DFG-Graduiertenkollegs

Sergio Andres Laguna Castañeda: Materie und Transformation: Karnevalskerzendunst in aktuellen kollektiven Räumen Lateinamerikas

Eine neue Architektur in Lateinamerika und der Diskurs um sie herum offenbaren einen bewussten Umgang mit der Materialität der Welt und ihren Transformationsprozessen. Das Verständnis von Materie geht dabei über deren physische und gravitative Beschaffenheit (die ihre Umwandlung in Baumaterialien ermöglicht) hinaus und umfasst sozioökonomische und politische Überlegungen, landschaftliche Bedingungen, Bedeutungs- und Imagefragen, Vorstellungskraft, Handwerkskunst, die technologischen Impulse der Zeit oder die Wünsche und Freuden der Bewohner:innen – Erwägungen, die sich gegenseitig beeinflussen und in den verschiedenen Phasen des Werks (sei es Imagination, Planung, Konstruktion, Wahrnehmung, Aneignung, Neuschöpfung oder Reflexion) komplexe und ständige Transformationen erfahren. Themen wie die Erhaltung/Potenzierung (und nicht das Wegwerfen) des Vorhandenen sowie die Harmonie menschlichen Handelns mit den Transformationszyklen der Welt treten hier in den Vordergrund.

Diese Ansätze verfolgen konkrete Ziele, wie die Fürsorge gegenüber den Menschen und vor allem die Begünstigung solidarischer Partizipation sowie die Feier des kollektiven Lebens – Formen, die der Architektur nicht nur Sinn, Bedeutung und soziale Relevanz verleihen, sondern auch ihre Aneignung erleichtern, die Erfahrungen von Menschen bereichern, sie bewegen, sie zu gemeinschaftlichen Wesen erheben und ihnen außergewöhnliche Lebensumstände ermöglichen.

Die Erforschung der verschiedenen Annäherungen an die Materie und ihre Transformationsprozesse in aktuellen kollektiven Räumen Lateinamerikas als Mittel, die Menschen anzuheben, sie zu berühren und ihre Erfahrung des Miteinander-Seins zu verstärken, sowie die Herausarbeitung des theoretischen Hintergrunds dieses Phänomens sind die Ziele des Promotionsvorhabens. Dazu soll ebenso auf die theoretischen und analytischen Werkzeuge zurückgegriffen werden, die den lateinamerikanische Architekturdiskurs derzeit prägen (etwa die Ansätze von José Morales), wie auf historische Bezüge, die die Argumentation bereichern können (unter anderem Sempers Bekleidungs- und Stoffwechseltheorien). Ein interpretatives und empirisches Vorgehen, Fallstudien und Interviews mit den beteiligten Akteuren bilden die methodische Grundlage der Forschung.

Kurzbio:

Architekturstudium in Bogotá und Cottbus. Ehemaliger Stipendiat des DAAD und des Programms „Juniorwissenschaftler“ (Colciencias, Kolumbien). Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Bogotá, Buenos Aires und Berlin. Lehrbeauftragter an der BTU im Wintersemester 2020-2021. Seit Oktober 2021 Doktorand an der BTU.

Florian Rietmann: Die Geschichte des Gebäudekomplexes Prora auf Rügen - Im Spannungsfeld zwischen Diskurs, Nutzung und gebauter Substanz

Das „KDF-Seebad Rügen“ in Prora war eines der größten Bauvorhaben des nationalsozialistischen Regimes. Geplant für 20.000 Urlauber, sollte es kostengünstige Ferien am Meer für Arbeiterfamilien bieten.

Der Gebäudekomplex wurde niemals fertig gestellt. Während des Krieges wurden die Arbeiten an dem Bau abgebrochen. Die 4 km lange, halbfertige Struktur überlebte bis in die heutige Zeit. Dabei durchlief sie unterschiedliche Phasen des Umbaus, neuer Nutzung und des teilweisen Zerfalls.

Das Vorhaben will die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes von der nationalsozialistischen Zeit bis in die Gegenwart erforschen. Dabei soll sowohl mit Methoden der historischen Bauforschung wie der Geschichts- und Sozialwissenschaften gearbeitet werden.

Im Verlauf des Vorhabens wird die Geschichte des Gebäudes im Wesentlichen auf zwei Ebenen verfolgt und aufgearbeitet. Zum einen durch die Analyse des Diskurses über die verschiedenen Zeiträume hinweg, zum anderen durch die Untersuchung der gebauten Substanz und den darin eingeschriebenen Spuren. In diesem Spannungsfeld soll der ideologische und planerische Diskurs zum Projekt mit dessen Umsetzung in der Realität verglichen werden.

Dabei soll untersucht werden, wie in dem Bauwerk das kulturelle und technische Wissen seiner Entstehungszeit zum Ausdruck kommt und auf welche Art es für bestimmte politische Zwecke nutzbar gemacht wurde. Darauf aufbauend soll aufgearbeitet werden, in welcher Beziehung die kulturellen und technischen Aspekte des Gebäudes zur weiteren Nutzungsgeschichte stehen.

Lebenslauf

Jahrgang 1980, Diplom-Ingenieur, Studium der Architektur and der BTU Cottbus und Universidad de Granada (Spanien), seit 2010 Mitarbeit in unterschiedlichen Architekturbüros in Deutschland und der Schweiz im Bereich Wettbewerbe, Ausführungsplanung und Projektleitung, 2015 Freiwillige Mitarbeit beim Wiederaufbau des Dorfes Brabal in Nepal in erdbebenertüchtigter Bauweise, seit Oktober 2017 Studium (MAS) der Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich seit April 2020 akademischer Mitarbeiter an der BTU Cottbus-Senftenberg und Doktorand im DFG-Graduiertenkolleg «Kulturelle und technische Werte historischer Bauten».

Shubhani Sharma: Curatorial Activism: An Ethical Approach to Environmental Activism in India

The research concerns the relevance of curatorial activism and the role of curators in growing audience engagement in various on-site and off-site events. This project pursues the concept of curatorial activism, as defined by Dr. Maura Reilly (Reilly 2018), in an attempt to discuss its approach to environmental concerns.

A country’s environmental issues are directly related to its level of economic development and availability of natural resources. The rapid growth of population, poverty, urbanization, and other factors are responsible for environmental degradation in India. There is a need for collaboration among government agencies, NGOs, and the public to manage the issue and achieve sustainable development.

With the focus on environmental issues in the Indian context, the project aims to question the role of the curator in curatorial activism to address the problems of ecological conditions. The central research question in this project is ‘what is the impact of curating methods on audience engagement in environmental activism?’

Following this question, the natural supporting inquests are:

  • “Under which conditions can art and curatorial practices influence the audience and positively transform activist events?”
  • “Can audience engagement data be captured and used to aid the environmentalist cause?”

Following these questions, the project’s research objectives are:

  • To explore the boundaries of novel Indian art practices in environmental activism.
  • To evaluate the potential and benefits of public art practices in India and of the curatorial approach to address the challenges of eco-sustainability.
  • To study and analyze audience responses to ecological activist events in India.

The research seeks to determine whether the practice, theory, purposes, and goals of curatorial activism are working in collaboration. It also endeavours to produce a rich, original, and practice-based inquiry by organizing events and symposiums in collaboration with environmental activist groups-XR and EFI and government universities all over India. This strand of research would involve the observations of visitor behaviour, potentially allowing for ethnographic as well as phenomenological insights. It will also include observing and mapping of visitors’ reactions- the duration of their visits, their interactions with others, and their patterns of movement around the events. Through the use of these methods, the project will seek to identify current trends and the impact of activist movements on change.

Short Bio

Shubhani is a PhD candidate at BTU and will be starting her research degree in April 2021. She is currently working as a Gallery Manager and Programme Coordinator at Gallery Latitude 28, New Delhi. Her research interests include curatorial activism and environmental art, leading to the formulation of her research.

Sophie Thorak: Haltung und Doktrin. Die globalen Ereignisse der späten 1960er-Jahre und die ostdeutsche Kunst am Beispiel des Vietnamkriegs

Der bildenden Kunst kam in der DDR der gesellschaftliche Auftrag zu, sich dem Volk anzunähern und mit den ihr eigenen Mitteln verbindliche Werte zu formulieren. Zu den wichtigsten Werten zählten dabei Antiimperialismus, Antifaschismus, Humanismus und Solidarität, die sich vielfach in internationalistisch engagierten Kunstwerken niederschlugen. Zumeist beziehen sich diese Werke auf konkrete internationale Konfliktsituationen wie das atomare Aufrüsten, den Koreakrieg, den Militärputsch in Chile 1973 oder den Israelisch-Palästinensischen Konflikt. Im Kontext des Kalten Krieges wurden solche Darstellungen zu den Ereignissen des „internationalen Klassenkampfes“ gezielt staatlich gefördert und eingepasst in das ideologische Narrativ einer moralischen Überlegenheit des sozialistischen Systems. Auf der anderen Seite entstanden solche Werke vielfach als persönliche Stellungnahme der Künstler ohne einen staatlich delegierten Auftrag. Die Künstler gaben mit ihnen einer entschiedenen Kriegsgegnerschaft Ausdruck und wollten die Menschlichkeit als universalen Wert verteidigen. Obwohl die überwiegende Mehrheit dieser Werke staatstragend agiert, finden sich unter ihnen vereinzelt auch systemkritische Stimmen.

Trotz der wiederholt festgestellten Bedeutung dieses Themenkomplexes für die ostdeutsche Kunstgeschichte ist er bisher noch nicht eingehend untersucht und in seinen verschiedenen politischen sowie individuellen Dimensionen betrachtet worden. Das Dissertationsprojekt will daher untersuchen, wie sich die Künstler den verschiedenen Ereignissen angenähert haben und die Entstehungsumstände und kunstpolitische Einbindung der entsprechenden Kunstwerke etwa im Rahmen von Wettbewerben oder internationalen Kunstausstellungen erforschen. Anhand der zu untersuchenden Fallbeispiele soll dabei auch das Verhältnis von staatlicher Direktive und individueller Haltung ergründet werden. Der inhaltliche Fokus liegt auf den globalen Ereignissen der späten 1960er-Jahre, die mit dem Vietnamkrieg, den weltweiten Studentenprotesten, der Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und dem Prager Frühling zahlreich und vielgestaltig sind.

I-Wei Wu: The significance of change in uncomfortable heritage in Berlin

Heritage conservation is a process of negotiating between change and continuity, especially in urban contexts which are often sites of rapid socioeconomic change. The tendency to avoid change in terms of conservation can be found in the influential Charter of Venice, which emphasized maintaining monuments’ authenticity. Aligning with this position, we can see how heritage law is based on the idea of protecting heritage from modification. However, uncomfortable heritage (UH), a complex of forms, meanings, and functions that once represented dictatorial powers, has a significance that is very different from other types of heritage. The significance of conserving UH is not in praising their architectural forms or workmanship as many other heritage sites do. Since it has distinct characteristics from other heritage sites, the problem of how best to deal with or manage UH cannot be reduced to merely a question of maintaining its authenticity and avoiding changes.

What could be the meaning of change in uncomfortable heritage? How should heritage conservation be approached in response to UH’s distinct characteristics? This research project examines the notion of change in uncomfortable heritage. It focuses on the perpetrators’ sites that originated during the Nazi regime (1933–1945) and are protected as monuments by Historic Preservation Law Berlin (DSchG Bln) to discuss the decision-making process around preserving or eliminating urban landscapes associated with the uncomfortable past. Epistemologically it applies the interpretive approach, seeking to understand specific contexts and adopt more personal and flexible research structures. The main research methods would be mixed with case studies, archival research, and applying the techniques of observation, documentation and conducting interviews to gather data in order to reveal and uncover the hidden meanings of the phenomenon. By doing so, this research project argues that the meaning of ‘change’ in UH is different from that in other heritage sites and aims to explore the significance of change in the conservation of UH.

Short Biography

I-Wei Wu is a PhD candidate in heritage studies at BTU Cottbus-Senftenberg. As an Urbanist and multidisciplinary researcher, her thematic focuses include uncomfortable heritage, difficult heritage, perpetrator sites, urban design, participatory planning, and the intersection of how top-down system meets bottom-up initiatives. She holds a M.A. in heritage studies from Anhalt University of Applied Sciences in Germany and a M.Sc. in building and planning from National Taiwan University. Her professional experience includes working as an urban planner in the private sector “The Urbanists Collaborative”, a civil servant in Taipei City Urban Regeneration Office, and a research assistant of documentaries in the field of cultural heritage for Taiwan Public Television Service.