Strukturwandel ländlicher Räume – Zwischen Peripherisierung und sozial-ökologischer Transformation (640603) Modul 13882 "Stadtplanung II"

Beschreibung:
Das Projekt behandelt die strukturellen Herausforderungen, vor denen ländliche Räume, deren Planung und Entwicklung aktuell stehen. Hierzu zählen erstens wirtschaftliche Umbrüche, in der Landwirtschaft, aber auch in der Industrie, wie etwa in der Lausitz als Braunkohleregion, die Fragen nach neuen wirtschaftlichen Perspektiven aufwerfen. Zweitens prägen kleinräumlich differenzierte demographische Veränderungen von Alterung, selektiven Fort- und Zuzügen viele ländliche Regionen. Drittens folgen daraus neue Anforderungen für Daseinsvorsorge und ländliche Infrastrukturen, die auch ein wichtiges Element von Nachhaltigkeitstransformationen bilden. Mögliche Auswirkungen dieser Veränderungen sind die Verfestigung räumlicher Disparitäten (Peripherisierung), Tendenzen von Aufwertung und Verdrängung in ländlichen Teilräumen (Gentrifizierung), aber auch die sozial-ökologische Transformation als eine Chance für die Entwicklung ländlicher Räume. Damit sind Fragen nach geeigneten struktur- und förderpolitischen Programmen und Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen verbunden. Auf Grundlage einer Einführung in zentrale Ansätze der Rural Studies und der Auseinandersetzung mit praktischen Beispielen ländlicher Entwicklung in der Lausitz erwerben die Studierenden planungswissenschaftliches wie auch planungspraktisches Wissen. Darüber hinaus lernen die Studierenden in Teamarbeit raumbezogene Probleme zu bearbeiten und die Ergebnisse aufzubereiten. Das Projekt wird von Dr. Matthias Naumann und Tamara Schaal-Lagodzinski (beide Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) geleitet. Die Seminarsprache ist deutsch, das Lesen englischsprachiger Literatur gehört aber zu den Aufgaben im Projekt.

Zeit und Raum: Dienstags 13:00-16:00 Uhr, LG 2A A1.30 - PC Pool links

Modulprüfung:
Zwischenpräsentation, ca. 10 Minuten
Endpräsentation, ca. 15 Minuten
Projektbericht als gemeinsames Dokument der Projektgruppe als schriftliche und/oder entwerferische Ausarbeitungen (der Beitrag der einzelnen Autor*innen soll deutlich gekennzeichnet, unterscheidbar und bewertbar sein)

Lehrende: Dr. Matthias Naumann, Tamara Schaal-Lagodzinski