Derzeit laufende Projekte

Die folgenden Forschungsvorhaben werden aktuell am Fachgebiet Regionalplanung bearbeitet:

iLab – Strategievorhaben Institutionalisierungs-Labor region 4.0 – Teilvorhaben B: Wissenschaftliche Analyse und Reflexion

iLab – Strategievorhaben Institutionalisierungs-Labor region 4.0 Teilvorhaben B: Wissenschaftliche Analyse und Reflexion

 

Projektteam: Prof. Dr. Ludger Gailing (Projektleitung an der BTU), Leonard Weiß und Lena Koschorreck

Verbundpartner: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)Professur Governance regionaler Nachhaltigkeitstransformation

Förderorganisation: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Fördermaßnahme „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“, WIR!-Bündnis „region4.0“ (koordiniert an der HNEE)

Regionales Innovationscluster: WIR!-Bündnis „region4.0“ (koordiniert an der HNEE) für die Region Barnim-Uckermark im Nordosten Brandenburgs

Laufzeit: 01/2026 bis 12/2026

Zum Abschluss des WIR!-Bündnisses „region4.0“ wird ein Institutionalisierungs-Labor (iLab) eingerichtet, das die strategische und wissenschaftliche Verstetigung der bisherigen Arbeiten forciert. Es bündelt die Ergebnisse aus den Umsetzungsprojekten, bereitet sie systematisch auf und schafft einen Rahmen für die Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren in der Umsetzungsregion Uckermark und Barnim und darüber hinaus. Gesamtziel des Vorhabens ist es, institutionalisierungsfähige Ansätze zu identifizieren, Synergien zwischen Projektergebnissen zu heben und strategische Weichen für eine langfristige Nutzung zu stellen.

Das Verbundprojekt wird vom Fachgebiet Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg gemeinsam bearbeitet mit der Professur Governance regionaler Nachhaltigkeitstransformation an der HNE Eberswalde. Koordiniert wird das Vorhaben in Eberswalde.

Das am Fachgebiet Regionalplanung bearbeitete Teilvorhaben B analysiert die bisherigen Aktivitäten des Bündnisses systematisch und reflektiert sie hinsichtlich ihrer regionalen Wirkung sowie möglicher künftiger Innovations- und Verstetigungspfade. Diese Arbeitsziele sind zentral:

  1. Analyse der Forschungsfragen und -ergebnisse, um daraus abzuleiten, in welchen Handlungsräumen und Themenfeldern besondere Schwerpunkte oder mögliche Lücken bestehen.
  2. Metaanalyse der Bündnisergebnisse im Kontext aktueller regionalentwicklungspolitischer Fragestellungen.
  3. Ableitung von Verstetigungs- und Transferperspektiven für Wissenschaft, Politik und Praxis, die sowohl räumliche Schwerpunkte als auch geeignete Governance-Modelle aufgreifen.

Das Teilvorhaben B untersucht somit, wie im Bündnis region4.0 entwickelte Innovationsansätze in bestehende regionale Governancestrukturen integriert und langfristig wirksam verankert werden können. Im Fokus stehen Rollen, Zuständigkeiten und Kooperationsformen sowie institutionelle und räumliche Kontexte. Es werden Empfehlungen erarbeitet, um Ergebnisse anschlussfähig für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufzubereiten und zu übertragen.

Transferraum Alterperimentale: Steuerung, Strategie und Evaluation (AlPerLP1)

Transferraum Alterperimentale: Steuerung, Strategie und Evaluation (AlPerLP1)

Projektleitung am Fachgebiet:  Prof. Dr. Ludger Gailing

Projektteam:  Sunna Kovanen(zzt. Abwesend), Christoph Thewes, Luisa Geldbach, Jan Nowakowski, Sascha Rentzsch,  Undine Peiker und Sarah Weber

Förderorganisation: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Fördermaßnahme „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“

Link zur Fördermaßnahme: https://www.innovation-strukturwandel.de/strukturwandel/de/innovation-strukturwandel/t_raum/t_raum_node.html

Laufzeit: 08/2023 - 07/2026

Transferraum ist Teil des Transferbündnisses „Alterperimentale“, das in Zusammenarbeit mit folgenden Bündnispartnern umgesetzt wird:

BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Soziale Dienstleistungen für Strukturschwache Regionen
Prof.in Dr. Alexandra Retkowski (Bündniskoordination)

Katholische Hochschule Berlin, Fachgebiet Soziale Arbeit in der digitalisierten Gesellschaft
Prof.in Dr. Cordula Endter

Praxisforschungsstelle Heinersdorf (unter Trägerschaft der Katholischen Hochschule Berlin)
Annegret Huth

Hochschule Zittau/Görlitz

„Transferraum“ ist eines der beiden Lenkungsprojekte des Wissenstransferbündnisses Alterperimentale: „Soziotechnische Innovationen und sozialräumliche Experimente zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in der deutsch-polnischem Grenzregion“ (Alter-Peripherie-Experiment). Das Bündnis Alterperimentale will den Herausforderungen des demographischen Strukturwandels in den Bereichen Daseinsvorsorge, Gesundheit und Pflege regional begegnen und gutes Leben im Alter in ländlichen Räumen ermöglichen. Der Kern des Transferansatzes sind dezentral angesiedelte Praxisforschungsstellen, die als lokale Orte des Wissenstransfers fungieren und die Kooperation sowie gegenseitige Lernprozesse zwischen Wissenschaft und Praxis organisieren. Sie sichern soziale Teilhabe und generieren Fragestellungen zu den Themen des Transferbündnisses. Räumlich umfasst der Transferraum des Bündnisses die Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Görlitz. Die zivilgesellschaftliche Initiative Praxisforschungsstelle Heinersdorf dient als Ideengeberin und Schablone für die neu zu gründenden Praxisforschungsstellen in Cottbus und Görlitz in Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus-Senftenberg und der Hochschule Zittau-Görlitz.

Das Projekt Transferraum des Fachgebiets Regionalplanung organisiert die übergeordnete Strategieentwicklung sowie die Evaluation des Bündnisses. Darüber hinaus verantwortet Transferraum die operative Steuerung, die Wissenschaftskommunikation und die Verstetigung des Transferansatzes. Als übergreifendes Ziel soll der T!Raum Alterperimentale mit seinen Transferaktivitäten in der Region etabliert werden. In enger Zusammenarbeit mit dem zweiten Lenkungsprojekt, das sich um die Weiterentwicklung und den Ausbau bestehender und neuer Transferformate kümmert, wird der Wissensaustausch und die Kooperation mit den Partnern sowie des gesamten Netzwerks organisiert. Theoretisch und empirisch leistet der Transferraum einen Beitrag zur sozial-ökologischen Transformation der Wohlfahrtstaatsstrukturen auf regionaler Ebene sowie zur Ethik und Akzeptanz regionaler Transformationsprozesse. Darüber hinaus entwickelt der Transferraum die Anwendung raumtheoretischer Analysen in diesen Bereichen weiter.

Aktuelles aus dem Projekt

Aktuelle Nachrichten aus dem Projekt finden Sie seit Sommer 2024 auf der Projektwebseite unter https://alterperimentale.de/.

Die öffentliche Auftaktveranstaltung der T!Raum-Initiative AlterPerimentale fand am 25. April 2024 im TELUX in Weißwasser statt. Gut 70 Teilnehmende kamen hier zusammen, um näheres über das Projekt zu erfahren und in einen ersten Austausch zu treten.

Zu Beginn der Veranstaltung stellten Annegret Huth und Prof. Alexandra Retkowski das Projekt AlterPerimentale sowie die Arbeit der Praxisforschungsstelle in Heinersdorf vor, die als Vorbild für die Entwicklung weiterer Praxisforschungsstellen im Rahmen des Projektes dient.

Anschließend diskutierten Norman Asmus (Landesseniorenbeauftragter des Landes Brandenburg), Uta Volgmann (Referentin der Stabsstelle Seniorenpolitik, Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt), Dr. Klaus Freytag (Lausitzbeauftragter des Landes Brandenburg) und Prof. Alexandra Retkowski (Fachgebiet Soziale Dienstleistungen für Strukturschwache Regionen, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und Projektleiterin der AlterPerimentale) in einer Podiumsdiskussion zu Voraussetzungen für gutes Altern in der Lausitz.

In der darauffolgenden Workshop-Phase kamen die Teilnehmenden in einen ersten Austausch und setzten sich in Kleingruppen mit den Themen gemeinschaftliches Wohnen im Alter, der Methode der Praxisforschung, Selbstorganisation in der Pflege sowie Sozialer Landwirtschaft im deutsch-polnischen Grenzraum und der Entwicklung deutsch-polnischer Gesundheitsnetzwerke auseinander. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wurden anschließend allen Teilnehmenden vorgestellt. Zum Abschluss der Veranstaltung fand der feierliche Launch der neu entwickelten Website statt, auf der die weiteren Aktivitäten der AlterPerimentale ab sofort verfolgt werden können. Mit einer Lesung von Udo Tiffert und Möglichkeiten zum informellen Austausch klang die Veranstaltung aus.

Das Projekt Alterperimentale (AlPer) war vom 21. bis 23.02.2024 auf Exkursion in Polen.

Im Vordergrund dieser drei Tage stand das Kennenlernen und Vernetzen mit wichtigen Akteur*innen aus der deutsch-polnischen Grenzregion. Dazu trafen wir die Projektkoordinator*innen der Euroregion Spree-Neiße-Bober e.V. sowie drei Mitarbeiterinnen der Universität des 3. Lebensabschnitts aus Zielona Góra in Guben.

Dank der Unterstützung des Deutsch-Polnischen Gesundheits- und Sozialverbandes e.V. (DPGSV) gab es im weiteren Verlauf der Exkursion weitere spannende Treffen mit Akteur*innen aus der Region um Zielona Góra. Neben einem Besuch im Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie mit Koordinator*innen aus den Bereichen Gesundheit und Regionalplanung und einem Treffen mit der Polnischen Nationalen Kammer der Pflegeheime (KIDO) gab es zum Abschluss noch eine Einladung in die Universität der Stadt Zielona Góra mit Wissenschaftler*innen des Instituts für Soziologie.

Neben den spannenden Gesprächen, die viel Potential und neue Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit aufzeigten, diente die Exkursion auch dem ersten Kennenlernen des gesamten Projektteams, da viele der Mitarbeiter*innen erst seit kurzem ihre Arbeit aufgenommen haben.

Das Projekt Alterperimentale stellte sich am 06.02.2024 mit einem Poster beim 4. Brandenburger Kongress für Versorgungsforschung am Zentrum für Versorgungsforschung Brandenburg (ZVF-BB) an der Immanuel-Kant-Klinik Rüdersdorf vor. Der ursprüngliche Postervorstellungstermin wurde aufgrund eines Bahnstreiks verschoben. Beim Kongress werden aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungen zur Wissenschaftskommunikation im Bereich der Gesundheitsversorgung diskutiert und vorgestellt.

BB-L Interconnection: Vision für einen gemeinsamen Verflechtungsraum

BB-L Interconnection: Vision für einen gemeinsamen Verflechtungsraum

Projektleitung an der BTU:  Prof. Dr. Ludger Gailing

Projektteam:  Martin Reents und Julia Zscherneck

Verbundpartner: Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie (Lead Partner), Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg

Förderorganisation: Interreg VI A-Kooperationsprogramm Brandenburg-Polen

Laufzeit: 04/2024 - 03/2027

Link zur Fördermaßnahme:  https://interreg-brandenburg-polska.eu/

Gemeinsam mit dem Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie und der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg setzt das Fachgebiet Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg bis 2027 das Interreg A-Projekt „BB-L Interconnection: Vision für einen gemeinsamen Verflechtungsraum“ um. Ziel des Projektes ist die Stärkung der Verwaltungszusammenarbeit und der räumlichen Verflechtungen zwischen Ostbrandenburg und der Wojewodschaft Lubuskie.

Das Projekt beinhaltet folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Intensivierung der Verwaltungszusammenarbeit im Bereich der Raum- und Regionalentwicklung, Schaffung und Verfestigung von gemeinsamen Kooperationsstrukturen, Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch
  • Analyse regionaler sozioökonomischer Chancen und Herausforderungen in Form einer territorialen Diagnose
  • Erstellung von zwei Expertisen zur polyzentrischen Siedlungsstruktur und zur Nutzung erneuerbarer Energien
  • Entwicklung einer Gemeinsamen Zukunftsvision für den Brandenburg-Lebuser Verflechtungsraum inklusive Handlungsempfehlungen
  • Stärkung der Identität als gemeinsamer Verflechtungsraum

Außerdem finden im Projektverlauf insgesamt drei Fachexkursionen statt, um die Kompetenzen der Akteure der Raumplanung im Fördergebiet um eine grenzüberschreitende Perspektive zu erweitern. Die erste Fachexkursion mit einem thematischen Schwerpunkt im Bereich des Strukturwandels findet am 16./17. September 2025 in Cottbus und der Lausitz statt und richtet sich insbesondere an polnische Akteure.

Der räumliche Schwerpunkt des Vorhabens liegt auf dem Fördergebiet des Interreg VI A-Kooperationsprogramms Brandenburg-Polen und entspricht damit zugleich der Gebietskulisse der Euroregionen PRO EUROPA VIADRINA und Spree-Neiße-Bober. Angrenzende Teile des deutsch-polnischen Verflechtungsraumes und Entwicklungen entlang überregionaler Achsen werden nach Bedarf in die Bearbeitung mit einbezogen.

Konzeptionell schließt das Projekt eine Lücke, denn für andere grenzüberschreitende Teilräume des deutsch-polnischen Verflechtungsraumes (Sachsen-Niederschlesien, Metropolregion Stettin) liegen bereits regionale Konzepte der Raum- und Regionalentwicklung vor.

Das Projekt wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogrammes Interreg VI A Brandenburg-Polen 2021-2027 gefördert. Es hat ein Gesamtbudget von 1,02 Mio. EUR.

Aktuelles aus dem Projekt

Zweite Brandenburg-Lebuser Raumordnungskonferenz am 26. November 2025 in Frankfurt (Oder)/Słubice

Gemeinsam mit dem Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie und der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg laden wir herzlich zur zweiten Brandenburg-Lebuser Raumordnungskonferenz ein. Sie findet statt am 26. November 2025 von 10-15 Uhr im Collegium Polonicum (ul. Kościuszki 1) in Słubice.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Fragen der demografischen Herausforderungen und der Möglichkeiten zur grenzüberschreitenden Daseinsvorsorge sowie Fragen der raumordnerischen Begleitung der Nutzung und des Ausbaus erneuerbarer Energien. Das ausführliche Programm wird vrsl. Anfang November 2025 veröffentlicht.

Erste Fachexkursion nach Cottbus und in die Lausitz

Am 16./17. September 2025 fand die erste Fachexkursion im Projekt BB-L Interconnection statt. Nach einer thematischen Einführung am ersten Tag mit Fachvorträgen zur Rolle der Braunkohlensanierung im Strukturwandel, zur Strukturentwicklung in der Lausitz und zur Tätigkeit des Kompetenzzentrums Regionalentwicklung (KRE) erfolgte ein Rundgang über den Zentralcampus der BTU Cottbus-Senftenberg mit Erläuterungen zur Geschichte und zum Profil der Hochschule. Anschließend fand eine Rundfahrt durch Cottbus statt, bei der Orte besichtigt wurden, die für die Stadtentwicklung von strategischer Bedeutung sind (Bahnhofsumfeld, Lausitz Science Park, Cottbuser Ostsee).

Am zweiten Tag führte die Exkursion die deutschen und polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst nach Großräschen und an den Großräschener See, mit den Themenschwerpunkten Stadtentwicklung im Strukturwandel und Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften. Den Abschluss bildete eine Besichtigung des Kraftwerks Schwarze Pumpe.

Deutsch-polnischer Workshop zur demografischen, räumlichen und sozioökonomischen Entwicklung des Brandenburg-Lebuser Verflechtungsraumes

Am 6. Juni 2025 fand in Zielona Góra der erste deutsch-polnische Workshop im Rahmen des Projekts „BB-L Interconnection: Vision für einen gemeinsamen Verflechtungsraum“ statt. Der Einladung der Projektpartner folgten rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, der Regionalplanung, der öffentlichen Verwaltung sowie der Wissenschaft auf beiden Seiten der Oder.

Zentraler inhaltlicher Gegenstand des Workshops waren die bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Ergebnisse der Territorialen Diagnose, deren Erarbeitung im September 2025 abgeschlossen wurde. Nach kurzen einführenden Präsentationen der Zwischenergebnisse der Diagnose durch den mit der Erstellung der Diagnose betrauten Dienstleister diskutierten die Teilnehmenden in gemischt deutsch-polnischen Gruppen die vorgestellten Inhalte. Dabei tauschten sie ihre Perspektiven zur demografischen, räumlichen und sozioökonomischen Entwicklung des gemeinsamen Verflechtungsraums aus und arbeiteten Hindernisse und Perspektiven für die zukünftige Entwicklung heraus.

Martin Reents nahm für das Fachgebiet Regionalplanung am Workshop teil und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit dem Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie und der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg.

Vorbereitet wurde der Workshop durch das erste Präsenztreffen der projektbegleitenden deutsch-polnischen Expertengruppe, das am 5. Juni 2025 in Zielona Góra stattfand. Im Rahmen dieses Treffens wurden die Stellungnahmen diskutiert, die die Expertinnen und Experten zu den Ergebnissen der Territorialen Diagnose abgegeben haben. An der Expertengruppe wirken u.a. Vertreterinnen und Vertreter der Universität Potsdam, der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau und der Universität Zielona Góra mit.

Nachbarschaft mit Vision: Interreg A-Projekt BB-L Interconnection startet mit Auftaktkonferenz in Zielona Góra
Am 13. Juni 2024 fand im Raumfahrttechnologie-Park (Park Technologii Kosmicznych) in Zielona Góra auf Einladung des Marschallamtes der Wojewodschaft Lubuskie die Auftaktkonferenz des Interreg A-Projektes „BB-L Interconnection: Vision für einen gemeinsamen Verflechtungsraum“ statt.

Das Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie ist Lead Partner des Vorhabens. Von deutscher Seite sind die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg und das Fachgebiet Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg als Projektpartner beteiligt. Ziel des Projektes ist es, ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen und Potenziale des Brandenburg-Lebuser Verflechtungsraums erarbeiten.

Prof. Dr. Ludger Gailing und Martin Reents nahmen für das Fachgebiet Regionalplanung an der Auftaktkonferenz teil. Sie stellten das Forschungsprofil des Fachgebietes vor und informierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz über die im Projekt geplanten Aktivitäten.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist als Prozess organisiert, an dem die Regionalplanung, kommunale und regionale Akteure, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft beteiligt werden. Im Laufe des Projektes sind Fachworkshops, Exkursionen sowie deutsch-polnische Raumentwicklungskonferenzen geplant. Außerdem werden die Projektaktivitäten durch eine deutsch-polnische Expertengruppe begleitet.

Transferraum Alterperimentale: Praxisforschungsstelle Cottbus - Soziotechnische Innovationen und sozialräumliche Experimente zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion (AlPer PFS CB)

Transferraum Alterperimentale: Praxisforschungsstelle Cottbus - Soziotechnische Innovationen und sozialräumliche Experimente zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in der deutsch-polnischen Grenzregion (AlPer PFS CB)

Projektleitung: Prof. Dr. Alexandra Retkowski, Prof. Dr. Ludger Gailing

Projektteam: Claudia Arndt, Richard Pantzier, Leonard Weiß und Heike Gumz

Förderorganisation: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Fördermaßnahme „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“

Webseite: https://alterperimentale.de/praxisforschungsstellen/praxisforschungsstelle-cottbus/

Laufzeit: 01/2025 - 12/2027

Die Praxisforschungsstelle Cottbus ist Teil des Transferbündnisses „Alterperimentale“, das in Zusammenarbeit mit folgenden Bündnispartnern umgesetzt wird:

BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Soziale Dienstleistungen für Strukturschwache Regionen
Prof.in Dr. Alexandra Retkowski (Bündniskoordination), Claudia Arndt, Heike Gumz

Katholische Hochschule Berlin, Fachgebiet Soziale Arbeit in der digitalisierten Gesellschaft
Prof.in Dr. Cordula Endter

Praxisforschungsstelle Heinersdorf (unter Trägerschaft der Katholischen Hochschule Berlin)
Annegret Huth, Erik Hofedank

Praxisforschungsstelle Görlitz

Die Praxisforschungsstelle Cottbus ist eine von drei Praxisforschungsstellen im Transferraum des Wissenstransferbündnisses „Alterperimentale“. Für das mittlere Teilgebiet des Transferraums – den Landkreis Spree-Neiße sowie die kreisfreie Stadt Cottbus – fungiert die Praxisforschunggstelle als Ort des Wissenstransfers. Ziel ist es, in gleichberechtigter Kooperation zwischen relevanten Akteur*innen der Region eine innovative Kultur der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie Akteur*innen aus der Praxis (Gesundheits- und Sozialsektor sowie den Kommunen, Raum- und Versorgungsplanung sowie Regionalentwicklung) im T!Raum zu etablieren. In ko-kreativen Prozessen zwischen den Beteiligen werden gegenseitige Lernprozesse zwischen Wissenschaft und Praxis befördert. Die Praxisforschungsstelle Cottbus dient somit als Anlauf- und Schnittstelle in der Region, die soziale Teilhabe sichert sowie Fragestellungen und Bedarfe zu den Themen des Transferbündnisses generiert und aufzeigt.

Die Praxisforschungsstelle nimmt durch die Beteiligung der beiden Fachgebiete „Soziale Dienstleistungen für Strukturschwache Regionen“ und „Regionalplanung“ eine interdisziplinäre Perspektive ein. Inhaltlicher Fokus ist die Verknüpfung von sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsperspektiven für die Verbesserung der Lebensqualität im Alter und die Gestaltung des demographischen Wandels in einer strukturschwachen peripheren Region im deutsch-polnischen Grenzbereich, die auch geprägt durch die sorbisch-wendische Kultur und Herausforderungen für die betreffende Community ist. Im Rahmen des neuen Ansatzes einer Praxisforschungsstelle sollen die Transferaktivitäten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) im sozialen Bereich und im Bereich der damit zusammenhängenden akteursübergreifenden Regionalentwicklung aufgebaut werden.

Aus interdisziplinärer Perspektive wird den folgenden Fragen nachgegangen:

  • Wie können durch die ko-kreative Methoden einer Praxisforschungsstelle, in Verbund mit den zwei anderen Praxisforschungsstellen Prozesse der wechselseitigen Öffnung und sektorenübergreifenden Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteursgruppen, die sich für Fragen einer alter(n)sfreundlichen Region interessieren, initiiert werden?
  • Wie kann an einer Universität wie der BTU die soziale und sozio-räumliche Dimension als weitere Säule zu den bereits etablierten Bereichen Naturwissenschaft und Technik im Transfer aufgebaut und gestärkt werden? Wie können im T!Raum die Bevölkerungsgruppe der Senior*innen und die mit Fragen des demographischen Wandel befassten Arbeitsfelder die BTU als eine Anlaufstelle für ihre wissens- und lösungsbezogenen Belange wahrnehmen und nutzen?
  • Welchen Beitrag kann eine PFS für die Entwicklung eines kollektiven Handlungsraums leisten, der als Transferraum die Verantwortung gegenwärtiger Wissenschaft innerhalb des Transformationsprozesses hin zu einer ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit thematisiert? Wie kann ein Leitbild des „caring for spaces“ durch eine PFS mit Leben gefüllt werden? Wie kann die Perspektive auf Kooperation und Verflechtung im deutsch-polnischen Grenzraum die Gestaltung der Daseinsvorsorge fördern?
  • Welche Rolle kann Wissenstransfer in der gesellschaftlichen Aushandlung der regionalen Strukturwandel- und Transformationsprozesse einnehmen, um Konflikte konstruktiv auszutragen und die Akzeptanz der Transformation zu fördern, transdisziplinäre und lösungsorientierte, wechselseitige Kollaborationen zu fördern, und Ethik sowie (Für)Sorge in der Transformation zu diskutieren?