Abgeschlossene Lehrveranstaltungen

Vorlesung Regionalplanung (640604) Teil des Moduls "11722 Regionalplanung, Umweltplanung und Planungsrecht 3 (Raumordnungsrecht)" (SPB6)

Beschreibung:
In der Vorlesung Regionalplanung werden aktuelle sozioökonomische und regionalpolitische Rahmenbedingungen der Regionalplanung thematisiert und die räumlichen Auswirkungen von demographischen, sozial-ökologischen, ökonomischen und politischen Transformationsprozessen analysiert. Im Mittelpunkt steht die Relevanz der Transformationsprozesse für die Raumnutzung und für eine integrierte Gestaltung und Steuerung durch die Regional- und Landesplanung. Die Studierenden lernen zudem grundlegende Konzepte, Leitbilder, Methoden und Instrumente der Landes- und Regionalplanung in Deutschland kennen. Dabei werden die historischen Zusammenhänge, die zur Institutionalisierung des heutigen Planungssystems in Deutschland geführt haben ebenso vermittelt wie Grundkenntnisse von raumrelevanten Fachplanungen und deren Verknüpfung zur Raumplanung. Die Studierenden erhalten einen Einblick in ausgewählte Aspekte der formalen und informellen räumlichen Planung und Regionalentwicklung in Deutschland (Aufbau und Wirkungsweise, Instrumente und Verfahren der Landes- und
Regionalplanung sowie der Regionalentwicklung) und lernen die Planungskulturen ausgewählter europäischer Nachbarstaaten sowie Grundlagen der europäischen Raumentwicklung kennen.

Zeit: mittwochs 10:15-12:00 Uhr, Online-Lehre

  • Gemeinsame Einführungsveranstaltung der Vorlesung Regionalplanung, der Vorlesung Raumordnungsrecht und des Seminars Umweltplanung am 4. November 2020 um 10:15 Uhr.

Modulprüfung: Zwei e-Tests zu den Inhalten der Vorlesung Regionalplanung (50 %)

Lehrender: Prof. Dr. Ludger Gailing

Studienprojekt "Von Berlin bis an die Oder: Eine Region im Transformationsprozess" (640603) Modul "11741 Stadt und Region" (PB5)

Beschreibung:
Der östliche Teil Brandenburgs zwischen Berlin und Polen hat in den letzten Jahren vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erfahren. Seit der Ankündigung der Firma Tesla, in Grünheide eine sogenannte „gigafactory“ zu errichten, steht die Gegend im Südosten Berlins im Fokus der Öffentlichkeit und mitten in einem Transformationsprozess. Es ist anzunehmen, dass sich das seit einigen Jahren wieder verstärkte Wachstum im suburbanen Raum Berlins weiter beschleunigen wird. Nur wenige Kilometer weiter östlich ist die Region jedoch geprägt von typischen Schwierigkeiten ländlicher Räume wie Wegfall von Infrastruktur und demografischem Wandel, wogegen zunehmend mehr Initiativen mit unterschiedlichen Projekten aktiv ankämpfen. Und noch einmal weiter nach Osten zeigen sich entlang der Oder auf deutscher und polnischer Seite die Herausforderungen europäischer Grenzregionen. In unserem Bachelor-Projekt Stadt und Region werden wir diese unterschiedlichen räumlichen Entwicklungen auf regionalem Maßstab in den Blick nehmen. Dabei identifizieren die Studierenden verschiedene Handlungsfelder der Regionalplanung und -entwicklung, setzen sich in Referaten mit Konzepten der Raumentwicklung auseinander und entwickeln in Gruppenarbeit eine eigene Fragestellung zur Fallregion. Die Ergebnisse werden in einer Endpräsentation reflektiert und abschließend in Form eines Projektberichts verschriftlicht. Begleitet wird das Projekt von einer Raumexploration durch die Fallregion, sowie fachlichen Inputs von ausgewählten Gastreferent*innen.

Zeit: dienstags 9:15-12:45 Uhr, Online-Lehre

  • Einführungsveranstaltung und Gruppeneinteilung am 3. November 2020 um 9:15 Uhr.

Modulprüfung:
Referat zu wissenschaftlichen Texten (20%), Exposé zu Problembeschreibung, Forschungsfragen und empirischer Vorgehensweise (20%), Präsentation (20%), Projektbericht (40%)

Lehrende: Prof. Dr. Ludger Gailing, Dr. Ariane Sept, Julia Zscherneck

Regionalforschung (SPB7)Modul "24306 Stadtplanung 3 / Stadtentwicklungsplanung" bzw. "13399 Regionalforschung"

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung zu Regional- und Stadtforschung stehen gesellschaftliche und politische Phänomene der regionalen oder städtischen Raumentwicklung im Mittelpunkt. Im ersten Teil der Veranstaltung werden analytische Perspektiven wie jene der deliberativen und radikalen Demokratie, der Institutionen-, Governance-, Postwachstums-, Gender- und Diskursforschung diskutiert. Anhand von Einführungstexten wird herausgearbeitet, welche Beiträge gesellschaftstheoretische Ansätze für das Verständnis von Planung als Interaktion von politisch-administrativen, ökonomischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren leisten können. Die komparativen Vorteile der jeweiligen Theorien und Konzepte werden anhand planungspraktischer Phänomene erörtert. Die Auseinandersetzung mit sozial-, politik- und kulturwissenschaftlichen Theorien und Konzepten hat das Ziel, Raumentwicklung, Transformation und Planung als soziale und politische Prozesse verstehen, diskutieren und hinterfragen zu können. Die Teilnehmenden lernen durch die Beschäftigung mit ausgewählten Teilfeldern der Regional- und Stadtforschung wie sie sich Forschungsstände erarbeiten können. In einem zweiten Teil der Veranstaltung wird den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, ein eigenes Forschungsdesign zu entwickeln. Dieses setzt sich aus einem Forschungsstand, einer Forschungslücke, Forschungsfragen und -zielen sowie der Auswahl einer geeigneten Methodik zusammen.

Zeit: donnerstags 9:00-11:30 Uhr, Online-Lehre

  • Einführungsveranstaltung am 5. November 2020 um 14:15 Uhr.

Modulprüfung:
Referat und Moderation einer Diskussionsrunde im Rahmen einer Seminareinheit zu einem wissenschaftlichen Papier (50%), schriftliche Ausarbeitung eines Forschungsdesigns (50%)

Lehrender: Dr. Timmo Krüger

Vorlesung Regionalplanung

Bachelor
Regionalplanung, Raumordnungsrecht und Umweltplanung (WiSe 2019/20)

Modul 11722. VA. Nr.: 640604
Dozenten: Balz, Binder, Kuntert, Heese

Die Vorlesungsreihe Regionalplanungen beleuchtet die Regionalplanung aus verschiedenen Perspektiven. Vorträge setzen sich – unter dem Stichwort Theorie – mit ihren theoretisch fundierten Grundbegriffen auseinander. Sie thematisieren prinzipielle räumliche Auswirkungen von sozialökonomischen Transformationsprozessen, politisch und gesellschaftlich bedingte Rahmenbedingungen und Formen der Regionalplanung, sowie verschiedene Arten der Zusammenarbeit zwischen Akteuren. Unter dem Stichwort Praxis wird die Raumplanung in Deutschland behandelt. Es werden historische Zusammenhänge, die zur Institutionalisierung des heutigen Planungssystems geführt haben, besprochen sowie die Instrumente für eine integrierte bauliche, funktionale und strukturelle Steuerung von Transformationsprozessen vorgestellt. Zur Positionierung der deutschen Praxis lernen die Studierenden Planungssysteme und -kulturen zu unterscheiden und gewinnen Einsicht in die Grundlagen der europäischen Raumplanung. Unter dem Stichwort Anders werden Planungsansätze, die gestalterische Vorschläge in Entscheidungsfindungsprozesse einbeziehen, in Vorträgen dargestellt und vertiefend diskutiert. Die Gesamtheit der Vorträge erlaubt es, Regionalplanung im Kontext spezifischer Raumentwicklungen kritisch zu beurteilen.

In der Vorlesung „Raumordnungsrecht“ werden die Grundzüge des Raumordnungs- und Landesplanungsrechts, die raumordnungsrechtlichen Instrumente, die verschiedenen Planungsebenen und der Umgang mit raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen behandelt. Dabei werden auch die Konflikte zwischen Fachplanung und Raumplanung, die Umsetzungsdefizite in der Landes- und Regionalplanung und das Problem der Legitimation von überörtlicher Planung sowie ihr Verhältnis zur örtlichen Planung erörtert. Exemplarisch werden die Regelungs- und Einflussmöglichkeiten der Raumordnung und ihre Grenzen besprochen.

Das Seminar „Umweltplanung“ vermittelt anhand einer praxisorientierten Einführung die Grundlagen und Ziele der Umweltplanung. An einem Schwerpunktthema werden Umweltauswirkungen von Regionalentwicklungsprozessen, Planungsziele einer umweltschonenden nachhaltigen Regionalentwicklung, Instrumente und Strategien des Naturschutzes und der Landschaftspflege diskutiert. Es wird ein Verständnis über die Rolle umweltplanerischer Beiträge innerhalb integrativer raumbezogener Planungssysteme auf regionaler Ebene erarbeitet.

Das Modul beschäftigt sich disziplinübergreifend mit der Frage der Steuerungsfähigkeit und Einflussmöglichkeiten von Planung auf ökonomische, ökologische und regionalpolitische Prozesse. Im Ergebnis steht den Studierenden ein Grundwissen über Raumentwicklungsprozesse, Planungsansätze und Steuerungsstrategien auf verschiedenen räumlichen Ebenen zur Verfügung.

Projekt Stadt und Region: Von der Energielandschaft zur Smart Region?

Die Lausitz als Energieregion hat sich als Bild und Selbstverständnis tief verankert. Tagebaue, rauchende Schornsteine und Windränder sind sichtbare Zeichen. Aber auch das Branding als Energieregion oder die Unsicherheiten, was ein Verkauf von Vattenfall für die Region bedeuten könnte, sprechen für die enge Verknüpfung der Region mit der Energie.
Im Rahmen des Projektes soll ein Leitbild erarbeitet werden, das sich kritisch und gestalterisch dem Thema Energie in der Lausitz annimmt und eine Zukunftsvision einer Smart Region Lausitz entwickelt. Es geht darum, die Perspektive der Lausitz als Energieregion zu erweitern und in den Kontext von Klimazielen, Digitalisierung, smarten Technologien und den Smart-Cities-Debatte zu stellen. Denn im Zuge technologischer Neuerungen sowie umwelt- und wirtschaftspolitischer Steuerung entstehen neue Herausforderungen für die Regionalentwicklung. Die liegen z.B. in der Koordination und Weiterentwicklung von

  • neuen Schnittstellen zwischen einzelnen Infrastrukturen und Handlungsfeldern (Wohnen, Verkehr, Energie) und zur Regionalentwicklung
  • dezentraler Strukturen (Bedarfen und Erwartungen an Speicherung, Echtzeitsteuerung, der Hybridisierung von Erzeugung und Verbrauch)
  • neuen Akteuren der Regionalentwicklung (Prosumenten, Rolle der Stadtwerke, IT-Unternehmen) und neuen Anforderungen an eine smarte Steuerung (Governance und Partizipation).

Im Rahmen des Projektes soll ein Leitbild 2030 für die Lausitz entwickelt werden, dass die Digitalisierung und smarte Technologien nutzt, um die Region nicht nur als Vorreiter in der Energieerzeugung zu stärken sondern zur Smart Region fortzuentwickeln. Im Projekt werden dazu alternative Leitbilder in konkurrierenden Projektgruppen erstellt, diskutiert und abschließend präsentiert. In Form von Textdiskussionen und Impulsreferaten werden im Seminarteil Leitbilder und deren Anliegen diskutiert, eine SWOT-Analyse für die Region durchgeführt und der Stand der Forschung sowie Good-Practice-Beispiele von Smart Cities aufbereitet.

Projekt „Regiopolregionen“ Modul 12039 „Projekt Regionalplanung“

Beschreibung:

In unserem Master-Projekt „Regiopolregionen“ nehmen wir ein hochaktuelles Thema der Raumordnung in den Blick. Vor dem Hintergrund der Ministerkonferenz für Raumordnung ist geplant, eine neue Raumkategorie zu diskutieren. An zentraler Stelle steht hier der Begriff der Regiopole. Regiopolen sind Städte, die außerhalb der Metropolregionen liegen. Das Projekt ist empirisch und praktisch orientiert und ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Politikfeld der Raumplanung. Es hat das praktische Ziel, die Studierenden mit den Grundlagen der politischen Förderlinien zu ländlicher Entwicklung bekannt zu machen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit konzeptionellen Raumbegriffen zu ermöglichen. Es hat das empirische Ziel, in Anlehnung an die im Januar 2021 gestartete thematische BULE-Initiative einen Regionsausschnitt (Regionen um Trier, Würzburg, Paderborn, Rostock, Siegen, Bielefeld, Koblenz) vertieft zu untersuchen. In enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Ländliche Entwicklung, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung und dem Netzwerk Regiopolregion setzen sich die Studierenden mit der Komplexität von Regiopolregionen auseinander. Dabei entwickeln sie eigene Fragestellungen in gewählten regionalen Raumausschnitten über leitfadengestützte Experteninterviews mit regionalen Akteuren. Ein besonderes Erkenntnisinteresse gilt der Analyse von Stadt-Land-Beziehungen, der konzeptionellen Abgrenzung zu bereits bestehenden Kategorien wie Metropolregionen und Zentralen Orten, sowie den Grundlagen ländlicher Entwicklungspolitik. 

Lehrende: Dr. Julia Binder

Seminar „Spatial Justice, Climate Justice, Energy Justice? Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit in räumlicher Planung und Entwicklung“ Modul 12136 „Struktur und Dynamiken der Raumentwicklung“

Beschreibung:

In diesem Master-Seminar nehmen wir die Gerechtigkeit als Ziel räumlicher Planung und Entwicklung in den Blick. Das Seminar basiert auf dem Konzept des Forschenden Lernens. Dabei setzen sich die Studierenden in einem ersten Block über wissenschaftliche Texte kritisch mit verschiedenen Konzepten von Gerechtigkeit und ihren Bezügen zu räumlicher Planung und Entwicklung auseinander. Dies reicht vom Konzept der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in der Raumordnung über geographische Gerechtigkeitsdiskurse bis zu „Climate Justice“ und „Energy Justice“. In einem zweiten Block gestalten sie eine eigene Forschungsarbeit in Form einer „Mikrostudie“ zu Gerechtigkeitsfragen in regionaler Planung und Entwicklung anhand einer selbst gewählten Schwerpunktsetzung. Mögliche Handlungsfelder sind hierbei z.B. ländliche Daseinsvorsorge, Infrastrukturausstattungen in Stadt und Land, die Planung der Energiewende oder globale Aspekte lokaler bzw. regionaler Entscheidungen.

Lehrender: Prof. Dr. Ludger Gailing

Master Seminar: Heritage in Urban and Regional Studies (Kulturerbe in Stadt- und Regionalforschung)

Contents:
Heritage is central to contemporary towns, cities and regions today.
From industrial sites, through ancient ruins, to festivals heritage can be understood in terms of constituent elements of a city or region or it can be used more expansively to the city/ region in general as a spatial-cultural quality of e.g. an urban centre or regional landscape. Urban/ landscape heritage is central to policy, planning and politics, becoming embroiled in approaches to and conflicts over urbanisation, deindustrialisation, tourism, social and cultural identities and urban/ regional democracy.

This module examines the spatial politics and geographies of heritage from urban and regional perspectives. We consider how heritage can become central to overlapping discourses on identities, built environment, urban/regional history and plans for the future of towns, cities and regions. We consider how heritage can contribute to spatial inequalities and conflicts over public space, identity, community and economic development. We engage critically with concepts of urban and regional heritage from their emergence in mid-20th century Europe.
Empirically, we focus on diverse global contexts, in both the Global North (e.g. Western Europe, post-socialist countries) and South (Africa, Asia).

Lecturer:  Dr. Ross Beveridge

Stegreif Berufungsvorträge Städtebau Modul 12159 „Stegreife und Workshops“

Beschreibung:

Im Januar 2021 fanden die hochschulöffentlichen Berufungsvorträge für die Professur für Städtebau und Entwerfen in Cottbus statt. Die Stegreifaufgabe befasst sich mit den Argumentationslinien der Fachvorträge sowie mit darin thematisierten städtebaulichen Leitlinien oder theoretisch-konzeptionellen Ansätzen.

Lehrender: Prof. Dr. Ludger Gailing

Seminar Master | SoSe 2020

Circular Economy - Neue Wege in der regionalen Planung?

Modul 12136 | LV 640608
Betreuung: Dr. Julia Binder und Dr. Ludger Gailing (IRS Erkner)

In unserem Master-Seminar "Circular Economy - Neue Wege in der regionalen Planung?" nehmen wir die Kreislaufwirtschaft in den Blick. Wir analysieren verschiedene regionale Formen des Wirtschaftens vor dem Hintergrund einer neuen Rolle von Planung. Das Seminar basiert auf dem Konzept des Forschenden Lernens. Dabei setzen sich die Studierenden in einem ersten Block über wissenschaftliche Texten kritisch mit räumlichen Aspekten der Circular Economy (politische Ökologie, Stadt-Land-Nexus, Telecoupling) auseinander. In einem zweiten Block gestalten sie eine eigene Forschungsarbeit in Form einer „Mikrostudie“ zu Beispielen von regionalen Kreisläufen und ihrer Planung in Berlin und/oder Brandenburg. Mögliche Handlungsfelder sind hierbei Nahrung/Abfall/Energie/Baustoffe/Ressourcen. Das Seminar wird von Dr. Julia Binder (BTU) und Dr. Ludger Gailing (IRS Erkner) geleitet. Eine Belegung des begleitenden Master-Projektes Circular Economy in the Netherlands (V.Balz/in Zusammenarbeit mit der TU Delft) ist in Ergänzung möglich, aber nicht zwingende Voraussetzung zur Teilnahme. Die Seminarsprache ist deutsch, das Lesen englischsprachiger Literatur (moodle) ist Pflichtbestandteil des Seminars.

Bewertungskriterien:

Referat:                                                     30%
Zwischenpräsentation/Forschungsdesign:  20%
Mikrostudie:                                               50%

Die für das Master-Seminar relevante Literatur ist in drei Blöcke unterteilt, die in Referaten von den Studierenden vorgestellt wird.

Block 1: Definitionen Kreislaufwirtschaft

  • Kirchherr, J., Reike, D., Hekkert, M. (2017). Conceptualising the circular economy. An analysis of 114 definitions. Resources, conservation and recycling. 117, pp. 221-232.
  • Ellen McArthur Foundation (2015). Growth within: A circular economy vision for a competitive Europe.

Block 2: Political Ecology

  • Kennedy, C., Pincetl, S., Bunje, P. (2010). The study of urban metabolism and its applications to urban planning and design. Environmental Pollution, pp. 1-9.
  • Zengerling, C. (2019). Governing the City of Flows: How Urban Metabolism Approaches May Strengthen Accountability in Strategic Planning. Urban Planning, 4(1), pp. 187-199.
  • Bancheva, S. (2014). Integrating the concept of urban metabolism into planning of sustainable cities: Analysis of the Eco Cities Initiative. UCL Working Paper, No. 168.

Block 3: Circular Economy im Kontext von Nachhaltigkeit

  • Geissdorfer, M., Savaget, P., Bocken, N., Hultink, E. (2017). The Circular Economy – a new sustainability paradigm? Journal of Cleaner Production, 143, 757-768.
  • Goh, K. (2019). Flows in formation. The global-urban networks of climate change adaption. Urban Studies, Special Issue Article: Why does everyone think cities can save the planet?, pp. 1-19.

Projekt Regionalplanung für Master Stadtplanung

ODER NEISSE? Szenarien Regionaler Entwicklungen (WiSe 2019/20)

Modul 12039. LV 640608.
Dozentin: V-Prof. Verena Balz

Die Projektgruppe Oder Neiße? beschäftigt sich mit grenzüberschreitenden räumlichen Entwicklungen um den Grenzfluss Neiße und mit den Rollen und Wirkungen der regionalen Gestaltung in Planungsprozessen. Studierende formulieren regionale Entwürfe um aufzuzeigen dass Gebiete rundum den Fluss - abhängig von den Wertvorstellungen und Kapazitäten unterschiedlicher Akteure - unterschiedliche Zukunftsperspektiven kennen. Einzelne Studenten wählen thematische Schwerpunkte die sie – wissenschaftlich unterbaut und künstlerisch inspiriert – in Raumvisionen und Planungsstrategien umsetzen. Das gemeinschaftliche Resultat aller Studierenden sind Szenarien die aufzuzeigen dass die Grenzregion unterschiedliche Wege einschlagen kann und daher einen politischen Handlungsspielraum besitzt.

Seminar "Heritage & Region"

Schlüsselakteure und Potenziale der Verflechtungen im ländlichen Raum

Wie erfolgen regionale Transformationen im ländlichen Raum unter dem Parameter von Schrumpfung? In unserem Master-Seminar untersuchen wir Impulse für die Regionalentwicklung durch Raumpioniere. Als Schlüsselakteure ermöglichen sie soziale, wirtschaftliche oder technische Neuerungen, entwickeln Netzwerke und schaffen Angebote und Lösungen im Kontext von Abwanderung. Raumpioniere übernehmen Funktionen der Daseinsvorsorge vor dem Hintergrund des Rückbaus von Infrastrukturen und werden so zu bedeutenden Impulsgebern im ländlichen Raum.

Das Seminar möchte den Stellenwert von Architekturerbe (heritage) für die von Raumpionieren hervorgebrachte Entwicklung regionaler Netzwerke, Kooperationen und Verflechtungen untersuchen. Während der Einfluss von heritage auf Transformationsprozesse im urbanen Raum gut untersucht ist, bleibt die heritage-gesteuerte Entwicklung im ländlichen Raum eine Forschungslücke.

Wir möchten in der Region Niederlausitz recherchieren, Orte und Akteure identifizieren und eine theoretische Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichem Diskurs zu Raumpionieren leisten. Die Endabgabe erfolgt in Form einer Dokumentation und eines begleitenden Essays. Geplant sind Exkursionen nach Thüringen (IBA Ende Juni) und in die Uckermark (Gerswalde und Chorin Ende April).

Projekt Regionalplanung für Master Stadt- und Regionalplanung

Strukturwandel in Turin - von einer Industriestadt zur postindustriellen Smart City

SoSe 2018
V-Prof. Dr. Antje Matern,
Modul 12039

Anliegen des Projektes „Strukturwandel in Turin - von einer Industriestadt zu eine postindustriellen Smart City“ ist die Auseinandersetzung mit den gravierenden Transformationen der norditalienischen Metropole, die die Stadt von einer bedeutenden europäischen Industriestadt zur Neuerfindung als Forschungs-, Wissenschaftsstandort und smart city geführt hat. Dabei werden wir uns mit der italienischen Planungskultur und Planungspraktiken der Stadt beschäftigen, historische Meilensteine der Stadtentwicklung nachvollziehen und ausgewählten aktuellen Trends und Herausforderungen analysieren. Inhaltliche Schwerpunkte bildet der Umgang mit dem postindustriellen Erbe in der Stadt sowie Strategien und Projekte des digitalen Strukturwandels als zwei Seiten der Stadtentwicklung.

In selbst-ausgewählten Fallanalysenuntersuchungen sowie durch Interviews und Vor-Ort-Analysen im Rahmen einer Exkursion untersuchen die Studierenden aktuelle Konflikte und Herausforderungen der stadtregionalen Planung. Dies kann folgende Themen umfassen: 

  • Industrielles Erbe in der postindustriellen Stadt: Gebäude, Akteure, Institutionen, Kultur
  • Kreative in der Stadt: Alltagswelten und strategische Förderung durch die Stadtregion
  • bottom-up Initiativen (Pop up city, Urban Gardening, Protestbewegungen)
  • Auswirkungen von digitalen Plattformen (Uber, AirBnB, Amazon, BlablaCar) als Akteure in der Stadt- und Regionalentwicklung
  • Wassermanagement: Wasserkreisläufe und Wasserknappheit in der Stadt
  • Smart City Strategie der Stadt Turin: Anliegen, Strategie, Akteure und Projekte
  • Umgang mit urbanen Infrastrukturen, z. B. stadtregionales Wassermanagement unter Knappheitsbedingungen, Recyclingpraktiken, erneuerbare Energien für die Stadtregion
  • öffentlicher Verkehr und Digitalisierung 

Das Projekt findet in enger Kooperation mit dem Fachgebiet Landschaftsplanung statt. Die gemeinsame Exkursion vom 2.-6. Mai 2018 ist eine wichtige Voraussetzung für das Projekt.

Seminar Digitale Pioniere oder Abgehängte? Ein Blick auf die Region

Seminar „Struktur und Dynamiken der Raumentwicklung“ Master Stadt- und Regionalplanung, SoSe 2018 Dr. Julia Binder, Modul 12136, 6 CP, Mittwoch 13:45 Uhr

Prozesse der Digitalisierung implizieren tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel in den sozial-räumlichen Lebenswelten. Transformationen betreffen nicht nur dynamische Arbeits- und Organisationsformen, sondern verändern auch materielle Bau- und Infrastrukturen. In der gängigen Forschungsliteratur zur Creative Class werden Dichte, Multifunktionalität und Heterogenität als Kriterien für die räumliche Agglomeration akteursspezifischer Netzwerke genannt, die Wissenstransfer und Kommunikation ermöglichen.

In einem ersten Block möchten wir Stadt-Diskurse zu Eigenlogik, Global Cities, der Unternehmerischen Stadt, der Kreativen Stadt etc. untersuchen und analysieren. In einem zweiten Block nehmen wir regionale Diskurse zu Leitbildern und Stadt-Land Beziehungen in den Blick.

Vor dem Hintergrund einer dynamisch wachsenden Stadt möchten wir zugleich Voraussetzungen, Ansätze und Wirkungen von Digitalisierung in der Region untersuchen. Hypothetisch zu testen sind die Kriterien von Dichte, Multifunktionalität und Heterogenität vor dem Hintergrund der Frage nach räumlichen Disparitäten. Dabei entwickeln die Studierenden selbst gewählte Fragestellungen und führen beispielhaft empirische Mikro-Studien in der Region durch. Ziel ist eine erste Bestandsaufnahme regionaler Alltagswelten im Zuge digitaler Transformationen.

Stegreif/Ringvorlesung

Think Smart –Smart Regions and Middle-Sized Towns
  • Welche Rolle spielt Digitalisierung für die Region?
  • Wie wirkt die Smartness-Debatte auf Provinzstädte jenseits von Metropolen?
  • Welche Akteure bestimmen den Umgang mit Software und Big Data?

Mit Wissenschaftler*innen und Planungspraktiker*innen wird diskutiert, welche Aufgaben und Herausforderungen die Digitalisierung an die Akteure und Planer*innen in den Regionen stellen.
In einer international vergleichenden Perspektive werden Entwicklungstrends, Ausprägungen und Konsequenzen des strukturellen Wandels in Städten und Regionen jenseits der Metropolen beleuchtet.

Seminar

Digitale Pioniere oder Abgehängte? Ein Blick auf die Region

Prozesse der Digitalisierung implizieren tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel in den sozial-räumlichen Lebenswelten. Transformationen betreffen nicht nur dynamische Arbeits- und Organisationsformen, sondern verändern auch materielle Bau- und Infrastrukturen. In der gängigen Forschungsliteratur zur Creative Class werden Dichte, Multifunktionalität und Heterogenität als Kriterien für die räumliche Agglomeration akteursspezifischer Netzwerke genannt, die Wissenstransfer und Kommunikation ermöglichen.

In einem ersten Block möchten wir Stadt-Diskurse zu Eigenlogik, Global Cities, der Unternehmerischen Stadt, der Kreativen Stadt etc. untersuchen und analysieren. In einem zweiten Block nehmen wir regionale Diskurse zu Leitbildern und Stadt-Land Beziehungen in den Blick.

Vor dem Hintergrund einer dynamisch wachsenden Stadt möchten wir zugleich Voraussetzungen, Ansätze und Wirkungen von Digitalisierung in der Region untersuchen. Hypothetisch zu testen sind die Kriterien von Dichte, Multifunktionalität und Heterogenität vor dem Hintergrund der Frage nach räumlichen Disparitäten. Dabei entwickeln die Studierenden selbst gewählte Fragestellungen und führen beispielhaft empirische Mikro-Studien in der Region durch. Ziel ist eine erste Bestandsaufnahme regionaler Alltagswelten im Zuge digitaler Transformationen.

Projekt

Strukturwandel in Turin und Region - von einer Industrieregion zur postindustriellen Smart Region?

Anliegen des Projektes „Strukturwandel in Turin - von einer Industriestadt zu eine postindustriellen Smart City“ ist die Auseinandersetzung mit den gravierenden Transformationen der norditalienischen Metropole, die die Stadt von einer bedeutenden europäischen Industriestadt zur Neuerfindung als Forschungs-, Wissenschaftsstandort und smart city geführt hat. Dabei werden wir uns mit der italienischen Planungskultur und Planungspraktiken der Stadt beschäftigen, historische Meilensteine der Stadtentwicklung nachvollziehen und ausgewählten aktuellen Trends und Herausforderungen analysieren. Inhaltliche Schwerpunkte bildet der Umgang mit dem postindustriellen Erbe in der Stadt sowie Strategien und Projekte des digitalen Strukturwandels als zwei Seiten der Stadtentwicklung.
In selbst-ausgewählten Fallanalysenuntersuchungen sowie durch Interviews und Vor-Ort-Analysen im Rahmen einer Exkursion untersuchen die Studierenden aktuelle Konflikte und Herausforderungen der stadtregionalen Planung. Dies kann folgende Themen umfassen: 

  • Industrielles Erbe in der postindustriellen Stadt: Gebäude, Akteure, Institutionen, Kultur
  • Kreative in der Stadt: Alltagswelten und strategische Förderung durch die Stadtregion
  • bottom-up Initiativen (Pop up city, Urban Gardening, Protestbewegungen)
  • Auswirkungen von digitalen Plattformen (Uber, AirBnB, Amazon, BlablaCar) als Akteure in der Stadt- und Regionalentwicklung
  • Wassermanagement: Wasserkreisläufe und Wasserknappheit in der Stadt
  • Smart City Strategie der Stadt Turin: Anliegen, Strategie, Akteure und Projekte
  • Umgang mit urbanen Infrastrukturen, z. B. stadtregionales Wassermanagement unter Knappheitsbedingungen, Recyclingpraktiken, erneuerbare Energien für die Stadtregion
  • öffentlicher Verkehr und Digitalisierung 

Projekt

Suburbanisierung: Muster und Steuerung der Siedlungsentwicklung im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main (PM5)
Suburbanisierungsprozesse prägen die Stadtregionen des 21. Jh. entscheidend. Kennzeichen sind peripheres Siedlungswachstum, veränderte Nutzungsformen - häufig Intensivierung der Nutzungen, hoher Flächenverbrauch und Ausbreitung urbaner Lebensformen. Zielsetzung des Projektes ist es, Suburbanisierungsprozesse und deren konkrete Erscheinungsformen am Beispiel des Ballungsraumes Frankfurt/Rhein-Main zu untersuchen und die planerische Steuerung durch den Regionalverband kritisch zu analysieren. Zentraler Betrachtungspunkt bilden die Gewerbeflächen und ihre Steuerung durch den regionalen Flächennutzungsplanung und informelle Instrumente.

Seminar

Smart Cities/ Smart Regions (STM5)

Im Rahmen des Seminars werden Definitionen, Konzepte und Strategien von Smart Cities/Regions diskutiert und deren Potenziale und Schwierigkeiten für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung analysiert. Anhand von nationalen und internationalen Beispielen sollen die Rolle des (räumlichen) Kontexts, von Akteuren und rahmengebenden Planungen reflektiert werden, um sich den Gestaltungsansätzen und Handlungsspielräumen der Stadt- und Regionalplanung anzunähern.

Seminar

Ko-Produktion von Raum- und Infrastruktur

Das Seminar widmet sich den Raumprägungen von Infrastrukturen und der Transformationen von Infrastrukturlandschaften. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von alternden Infrastruk­turen für die räumliche Strukturen und das Alltagshandeln in infrastrukturell stark überformten Räumen.

Technische Infrastruktursysteme bilden eine zentrale Voraussetzung für die Entwicklung regionaler Stadtlandschaften. Ihre Anlagen und Netze sind als raumprägende Elemente funktional und ästhetisch eng in das stadtregionale Landschaftsbild eingewoben. Sie strukturieren Raumnutzungen und -funktionen, bilden städtische Zentrenfunktionen ab und definieren zugleich Grenzen. Durch die Langlebigkeit und Präsenz ihrer physischen Artefakte und deren begrenzten Anpassungsfähigkeit an kurzfristige Bedarfsänderungen prägen Infrastrukturen ihr Umfeld sowie das individuelle und gesellschaftliche Handeln. Zugleich sind ihre Artefakte durch Institutionen, Normen und Rechtssysteme geprägt, die die Techniksysteme selbst, aber auch das räumliche Verhalten und den Umgang mit Raum vorstrukturieren.

Die Wechselwirkungen von Technikstrukturen und Gesellschaft sowie deren Transformationspro­zesse in der Phase der Innovation sind Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Infrastruktur­forschung analysiert. Aber inwiefern lassen sich diese Konzepte auf Raumwirkungen von unzeit­gemäßen Infrastrukturen übertragen? Welche Notwendigkeiten im Handeln entstehen, wenn infrastrukturelle Artefakte, z.B. durch Strukturbrüche oder ökonomische Krisen, aus der Nutzung fallen oder durch technische Neuerungen, veränderte Regelungen und Institutionen abgelöst werden? Oft haben sich diese Infrastrukturen und ihre Funktionen in das Handeln, die Wahrnehmung und die Identität von Akteuren fest eingeschrieben und beeinflussen diese auch, wenn sie aufgrund historischer Entwicklungen oder gesellschaftlichen Umbrüchen ihre Bedeutung verloren haben. Infrastrukturen hinterlassen Erinnerungen im Raum und prägen soziales Handeln sowie Erwartungen. Wie erfolgt die gesellschaftliche Aushandlung oder Entscheidung darüber, welche Rolle obsolet gewordene Infrastrukturen zukünftig übernehmen? Wer entscheidet über Erinnerung und Kontinuität oder Bruch und Verschwinden, öffentliche oder private Nutzung, Funktionswandel oder Erhalt bestehender Ordnungen?

Einen Zugang zu den Wechselwirkungen zwischen Raum und infrastrukturellen Hinterlassenschaften bieten Diskurse und Praktiken der Neu-Bewertung des ökonomischen, ästhetischen, symbolischen bzw. des kulturhistorischen Wertes von infrastrukturellen Artefakten. Sie hinterfragen die Rolle und etablierten Handlungsroutinen von infrastrukturellen Elementen als Bausteine urbaner Landschaft. Beispielsweise geraten die städtebauliche und planerische Gestaltung von Infrastrukturen (bzw. die Vernachlässigung dieser) oft erst mit der Umnutzung in den Fokus. Für die Nachnutzung wird ihre Geschichte wird bewusst (re-)konstruiert, ausgewählte Charakteristika, zeit- oder raumspezifische Gestaltungsansätze werden reflektiert sowie als Beitrag der urbanen Landschaft inszeniert und aufgewertet, wie z.B. Elektrizitätswerke, Wassertürme, Autobahnen. Aber auch ohne planerische Inszenierung leben Infrastrukturen, ihre Funktionen oder räumlichen Ordnungen in den alltagsweltlichen Diskursen oder Praktiken fort, obwohl ihre infrastrukturellen Artefakte nicht mehr erhalten sind oder eine andere Form und Funktion übernommen haben. Dies zeigen Wege entlang alter Bahnlinien oder Haltestellen mit den Namen längst vergangener Artefakte.

Das Seminar richtet sich an sozialwissenschaftlich interessierte Studierende im Masterstudium, die sich mit den Wechselwirkungen von Technik und Raum auseinandersetzen wollen. Erstens werden gesellschaftlich relevante Fragen des Umgangs mit Erinnerung, des Einschreibens von Handeln im Raum und die Reflektion von Transformationsprozessen angesprochen.  Zweitens soll die Ausgestaltung von technischen Systemen und ihre Planungsprozessen als Bestandteil der Landschaften reflektiert werden. Im Rahmen der Veranstaltung sollen folgende Kompetenzen geschärft werden:

  • Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Stadt und Infrastruktur bzw. Raum und Technik
  • Förderung eines Verständnisses für die Ko-evolution von Stadt und Infrastruktur, der gesellschaftlichen Konstruktion von Raum als auch der ästhetischen Qualitäten und gestalterischen Potenziale von (technischen) Infrastrukturen als wesentliche Bestandteile urbaner Landschaften
  • Kritische Reflektion von bestehenden Planungsleitbilder, Organisationsstrukturen und Planungsprozessen
  • Spiegelung der theoretischen und planerischen Debatten an empirischen Fallbeispielen

Seminar

Praktiken der Erneuerung - Rolle der Planung bei der Erneuerung stadtregionaler Infrastrukturen

Der Umbau von Infrastrukturen zu einer höheren Energie- und Ressourceneffizienz erfordert nicht nur technische Innovationen, sondern auch die Fähigkeit, Planungspraktiken zu hinterfragen und Neuerungen umzusetzen. Im Rahmen des Seminars werden planerischer Praktiken, Konzepte und Strategien zur Erneuerung städtischer und regionaler Infrastrukturen diskutiert und deren Potenziale und Schwierigkeiten für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung analysiert. Auf Grundlage von Praxistheorien und anhand von nationalen und internationalen Beispielen sollen die Rolle des (räumlichen) Kontexts, von Materialitäten, Akteuren und rahmengebenden Planungen reflektiert werden, um sich den Handlungsspielräumen der Stadt- und Regionalplanung anzunähern.

Projekt

Grenzen im dt.-pol. Verflechtungsraum

Anliegen des Masterprojektes ist es, sich mit der Wahrnehmung und Gestaltung von Grenzen im deutsch-polnischen Verflechtungsraum auseinanderzusetzen. Denn Grenzen bestehen nicht nur naturräumlich, städtebaulich oder als administrative Grenzen im Raum, sondern auch als Wahrnehmungsgrenzen in den Köpfen von Bewohnerinnen, Touristinnen oder Wirtschaftsakteuren. Gesellschaftliche, politische oder auch städtebauliche Veränderungen können diese mentalen Grenzen verschieben. Dies gilt für politische Veränderungen (wie die EU-Osterweiterung) ebenso wie Veränderungen in den Alltagspraktiken. So formen bspw. auch Projektverbünde und Events mentale Landschaften und helfen den Raum neuzugestalten oder neu zu interpretieren. Im Masterprojekt soll eine intensive theoretische und empirische Auseinandersetzung mit den harten und weichen Grenzen in der Oderregion erfolgen. Wesentliche Untersuchungsinstrumente bilden mental maps, Analysen historischer und aktueller Situationen und die Analyse von Akteursnetzwerken, um Grenzen zwischen Stadt und Land, unterschiedlichen Funktionsräumen und zwischen Deutschland und Polen erfassen, darstellen und visualisieren zu können. Darüberhinaus soll ein Fokus auf die Oder gelegt werden, die als trennendes oder verbindendes Element im dt.-pol. Grenzraum wirken kann. Auf Basis der Interpretation der Grenzwahrnehmung soll ein Konzept für stadt- und regionalplanerische Interventionen abgeleitet werden, wie auf die Grenzen und Wahrnehmungsmuster reagiert werden kann.Ein besonderes Anliegen wäre es, in dem Projekt deutsche und polnische Sichtweisen auf den gemeinsamen Raum zu ermitteln. Deshalb möchten wir insbesondere Studierende dazu ermuntern, an diesem Projekt teilzunehmen!

Seminar

Contesting  Heritage  and  Planning  (Ss  2017)

Seminar - Wahlpflichtmodulnummer:  24408,  VA-­‐Nr:  640607
Dr. Julia Binder, Mi  13:45-­‐17  Uhr,  LG2B  BU17

This  course  tackles  the  issues  surrounding  the  processes  of  heritage-­‐building.
We  will  focus  on  different  strategies  of  social  actors  in  regards  to  (un)shared
heritage.  Case  studies  from  different  local  contexts  where  heritage  is  negotiated
will  be  introduced.  Several  field  trips  are  planned.
The  production  of  heritage  from  a  social  scientific  perspective  will  be  analyzed
taking  into  consideration  Actor-­‐Network-­‐Theory  (ANT).  Material  heritage  will  be
treated  as  a  „matter  of  concern“  for  urban  and  regional  planning  negotiated  in
the  present  by  different  social  actors.  
Contesting  Heritage  contains  an  interdisciplinary  approach,  using  theories  and
concepts  from  various  academic  disciplines  such  as  Sociology,  Art  History,
Anthropology  and  Archeology.  The  aim  of  this  course  is  to  help  students  develop
a  critical  understanding  of  how  heritage  is  constructed  and  interrelated  with  the
planning  realm.  

No  teaching  Wednesday  12.4.  and  24.5.

  • Session  1:   Formalities,  how  to  work  with  texts  in  Social  Sciences  (5.4.)
  • Session  2:   Theoretical  Concepts,  Schools  (19.4.)
  • Session  3:   Materiality  (26.4.)
  • Session  4:   Authenticity  (3.5.)
  • Session  5:   Actor-­‐network-­‐theory  I  (10.5.)
  • Session  6:   Actor-­‐network-­‐theory  II  (17.5.)
  • Session  7:   Actor-­‐network-­‐theory  III  (31.5.)
  • Session  8:   Contesting  heritage  (case  studies)  (7.6.)
  • Session  9:   Field  Trip:  Berlin  Broadcasting  Station  Nalepastraße  (14.6.)
  • Session  10:  Field  Trip:  Wald-­‐  und  Gartenstadt  Wünsdorf  (21.6.)
  • Session  11:  Contesting  heritage  and  planning  (28.6.)
  • Session  12:  Writing  your  essay  (methods  and  concept)  (5.7.)

Projekt regionaler/internationaler Maßstab (Modul 24407/ 11286) Digitale Stadtregion - Smart Cities Konzepte als Impulse zur Erneuerung

V-Prof. Dr. Antje Matern, Di. 9-13 Uhr, Raum LG 2 AU18

Eine neue Herausforderung und Hoffnung für die nachhaltige Entwicklung städtischer Räume liegt in der Digitalisierung. So wird mit der Debatte um Smart Cities diskutiert, wie die Versorgung der Stadt mit Energie und Ressourcen durch den Einsatz von IKT effizienter erfolgen kann. Dahinter steht die Erwartung, dass diese eine Echtzeitsteuerung von Stoffströmen ermöglichen, Dienstleistungen besser an individuelle Bedarfe anpassen, dezentrale Strukturen stärker integrieren und die Partizipationsoptionen verbessern können.
Das Masterprojekt widmet sich der Frage, inwiefern ausgewählte europäische Stadtregionen die Diskurse um Smart Cities und die Digitalisierung nutzen, um urbane Strukturen zu erneuern oder nachhaltig umzubauen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen Strategien und Konzepte von Städten und Stadtregionen, die Smart Cities Debatten heranziehen, um Veränderungen zu initiieren oder zu fördern. Welche Ziele und Strategien verfolgen sie, wer oder was initiiert den Wandel und wie werden die Vorgehensweisen begründet?

Mit der vergleichenden Fallstudienanalyse ausgewählter europäischer Stadtregionen (wie Turin, Aarhus und Wien) wollen wir ergründen, welche Unterschiede in den strategischen Vorgehensweisen bestehen und

  • Welche Rolle sozialen Fragen und die Partizipation beim ökologischen Umbau der Stadtregionen spielen oder ob der ökologischer Umbau als Wettbewerbspolitik verstanden wird,
  • Welche Einflussfaktoren die Strategieentwicklung beeinflussen, z.B. staatliche Umwelt- und Energiepolitiken, Finanzknappheit oder sozioökonomische Situation der Kommunen, Offenheit für privatwirtschaftliche Akteure, Vorhandensein von lokalen Multi-Utilities, sowie
  • Inwiefern Unterschiede in der Strategieentwicklung und dem Zusammenspiel von Landes- und Kommunalpolitik sowie staatlichen Akteuren und Zivilgesellschaft in Smart City Ansätzen bestehen.

Für das Projekt ist es notwendig, englische Quellen lesen und analysieren zu können.

Seminar

Praktiken der Erneuerung - Rolle der Planung bei der Erneuerung stadtregionaler Infrastrukturen

Der Umbau von Infrastrukturen zu einer höheren Energie- und Ressourceneffizienz erfordert nicht nur technische Innovationen, sondern auch die Fähigkeit, Planungspraktiken zu hinterfragen und Neuerungen umzusetzen. Im Rahmen des Seminars werden planerischer Praktiken, Konzepte und Strategien zur Erneuerung städtischer und regionaler Infrastrukturen diskutiert und deren Potenziale und Schwierigkeiten für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung analysiert. Auf Grundlage von Praxistheorien und anhand von nationalen und internationalen Beispielen sollen die Rolle des (räumlichen) Kontexts, von Materialitäten, Akteuren und rahmengebenden Planungen reflektiert werden, um sich den Handlungsspielräumen der Stadt- und Regionalplanung anzunähern.

Projekt

Grenzen im dt.-pol. Verflechtungsraum

Anliegen des Masterprojektes ist es, sich mit der Wahrnehmung und Gestaltung von Grenzen im deutsch-polnischen Verflechtungsraum auseinanderzusetzen. Denn Grenzen bestehen nicht nur naturräumlich, städtebaulich oder als administrative Grenzen im Raum, sondern auch als Wahrnehmungsgrenzen in den Köpfen von Bewohnerinnen, Touristinnen oder Wirtschaftsakteuren. Gesellschaftliche, politische oder auch städtebauliche Veränderungen können diese mentalen Grenzen verschieben. Dies gilt für politische Veränderungen (wie die EU-Osterweiterung) ebenso wie Veränderungen in den Alltagspraktiken. So formen bspw. auch Projektverbünde und Events mentale Landschaften und helfen den Raum neuzugestalten oder neu zu interpretieren. Im Masterprojekt soll eine intensive theoretische und empirische Auseinandersetzung mit den harten und weichen Grenzen in der Oderregion erfolgen. Wesentliche Untersuchungsinstrumente bilden mental maps, Analysen historischer und aktueller Situationen und die Analyse von Akteursnetzwerken, um Grenzen zwischen Stadt und Land, unterschiedlichen Funktionsräumen und zwischen Deutschland und Polen erfassen, darstellen und visualisieren zu können. Darüberhinaus soll ein Fokus auf die Oder gelegt werden, die als trennendes oder verbindendes Element im dt.-pol. Grenzraum wirken kann. Auf Basis der Interpretation der Grenzwahrnehmung soll ein Konzept für stadt- und regionalplanerische Interventionen abgeleitet werden, wie auf die Grenzen und Wahrnehmungsmuster reagiert werden kann.Ein besonderes Anliegen wäre es, in dem Projekt deutsche und polnische Sichtweisen auf den gemeinsamen Raum zu ermitteln. Deshalb möchten wir insbesondere Studierende dazu ermuntern, an diesem Projekt teilzunehmen!

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