Max Mengeringhausen (1903 – 1988) Würdigung

Max Mengeringhausen zeichnete sich als Ingenieur, Erfinder und Unternehmer besonders durch seine Vielseitigkeit aus. Dabei dürfte die MERO-Bauweise seine bekannteste Erfindung sein. Das Gestalten von Bauwerken mit diesem Raumfachwerksystem stellte eine wesentliche Etappe in seinem Leben dar. Er bereicherte damit die Baufachwelt sowohl in Deutschland als auch international. Aus der Fachliteratur ist bekannt, dass das räumliche Tragsystem nach der Interbau in Berlin 1957 zunächst durch den Architekten Konrad Wachsmann (1901-1980) in den USA bekannt gemacht wurde.

„Die MERO-Bauweise ragte aus Mengeringhausens über zweihundert Patenten hervor. Diese Jahrhunderterfindung des Stahlbaus sollte den Bau von Raumfachwerken nach konstruktiver, technologischer und gestalterischer Seite revolutionieren und Mengeringhausens Firma weltweit an die Spitze dieses Marktsegments bringen.“ [KURRER 2004b, S. 93]

Die „Mengeringhausen Rohrbauweise“ blieb jedoch nicht sein einziges Lebenswerk bzw. Beschäftigungsfeld: Die Firma MERO gründete er aus seinem bestehenden Unternehmen für Haustechnik. Dieses Ingenieurbüro eröffnete er bereits 1928; Mengeringhausen war damals erst 25 Jahre alt. Auf dem Gebiet der Haustechnik kann Max Mengeringhausen darüber hinaus einige Erfindungen aufweisen wie bspw. die Mengering-Doppeldichtung (1937/ 1938) (siehe Abb. 2.04). Mengeringhausen kam im Bereich der Haustechnik schnell zu Ansehen: So leitete er als Mitglied des VDIs (bereits 1928) den „Fachausschuss für Haustechnik“ und war 1931 am Aufbau der Abteilung für Haustechnik an der Staatsbauschule in Berlin-Neukölln, Bundesland Berlin, Deutschland beteiligt und wirkte hier 12 Jahre lang als Dozent.

Auch die Arbeit als Schriftsteller und Übersetzer lag ihm gut, was er schon während seiner Studienzeit mit der Übersetzung von „De motu animalum“ unter Beweis stellte. In seinen Publikationen vermittelte er den Eindruck eines sehr wissbegierigen Menschen, der die Entwicklungen seiner Vorbilder, wie z.B. die ersten Erkenntnisse über Raumfachwerke von August Föppl (1854-1924) genau studierte und mit eigenen Forschungen erweiterte.

Mengeringhausen wurde im Zusammenhang mit seinem Raumfachwerksystem vielfach geehrt. 1972 erhielt er bspw. die Auszeichnung des Deutschen Stahlbaus. Im darauffolgenden Jahr wurde ihm die Diesel-Medaille in Silber verliehen. Dies ist eine Auszeichnung des Deutschen Instituts für Erfindungswesen. Besonders hervorzuheben ist außerdem die Ehrendoktorwürde, welche ihm die TU München im Jahr 1983 verlieh. [KURRER 2004b, S. 89]

„Auf gemeinsamen Beschluss der Fakultäten für Architektur sowie Bauingenieur- und Vermessungswesen verlieh ihm die TU München 1983 die Ehrendoktorwürde. Für Mengeringhausen war dies eine besondere Freude, mahnte er doch immer wieder die Zusammenarbeit zwischen Architekt und Ingenieur an.“ [KURRER 2004b, S. 89]

Um Max Mengeringhausen zusammenfassend als Ingenieur kurz zu beschreiben, ließen sich vermutlich die Eigenschaftswörter „vielseitig“, „innovativ“ und „neugierig“ bzw. „aufmerksam (gegenüber seiner Umgebung)“ anführen. Um das vorige Zitat von Karl Eugen Kurrer nochmals aufzugreifen, wäre das Wort „verbindend“ in der Aufzählung zu ergänzen, denn in seinem Wirken versuchte Mengeringhausen Brücken zwischen Ingenieur und Architekt schlagen und die einzelnen Gruppen des Baugewerbes einander näher zu bringen.

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