Ist das Kunst?

Die Lehrveranstaltung besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar. Die Vorlesung steht zum Vorlesungstermin als Podcast zur Verfügung. Das Seminar findet online via Webex statt. Die Links finden Sie auf Moodle.

Die Vorlesung vermittelt die Wissensgrundlagen und Methoden für ein fundiertes Verständnis von Kunst, Architektur und Städtebau anhand exemplarischer Epochendarstellungen und problemorientierter Fragestellungen.

Das Seminar bietet die Möglichkeit zur individuellen Vertiefung eines Themas der Vorlesung. Dabei kann es sich um Analysen und Interpretationen von Kunstwerken, von architektonisch-städtebaulichen Phänomenen oder um eine Auseinandersetzung mit Theorien, Denkmodellen und Diskursen handeln.

Rückfragen gern unter sylvia.claus@b-tu.de.

Quellen der Architekturgeschichte

Historische Bauten und ihre Überreste sind eine, wenn nicht die zentrale Quelle der Architekturgeschichte. Doch was können wir aus ihnen herauslesen (und was verdecken sie vielleicht sogar)? Welchen Status haben die Pläne und Texte, die Entwurf und Bauprozess begleiten, oder Zeichnungen und Fotografien, die das fertige Gebäude zeigen? Kann man sie als Dokumente behandeln oder sind sie nicht vielmehr selbst Akteure? Wie vertrauenswürdig sind Archive, und welche Rolle spielen sie bei der Kanonisierung von Bauwerken? Welche neuen Möglichkeiten bieten digitale Quellen?
 
Grundlegender noch: Was sind Fakten eigentlich? Wie verhalten sich Fakten und narrative Strategien? Und welche Erzählungen sind in der Architekturgeschichte überhaupt zugelassen? Fragen dieser Art geht das Seminar nach, in dem wir Fallstudien und theoretische Texte diskutieren und auf die eigene Forschung beziehen. Nicht zuletzt wird es dabei um die Frage gehen, was ein architektonisches Objekt ist und wo seine Grenzen liegen: Denn sind nicht alle Praktiken des Entwerfens, Bauens, Nutzens, Wahrnehmens und Erhaltens in politische, kulturelle, soziale und ökonomische Zusammenhänge eingebettet, die weit über das einzelne Bauwerk hinausgehen?
 
Literatur u.a.: Dana Arnold, Elvan Altan Ergut, Belgin Turan Özkaya (Hg.), Rethinking Architectural History, Abingdon: Routledge 2006; JSAH 4/76, 2017: „On Evidence“; Publikationen des Aggregate Architectural History Collaborative: we-aggregate.org

Das Seminar, das Lesekreis wie Einzelbetreuung inkludiert, richtet sich vor allem an die Mitglieder des DFG-Graduiertenkollegs 1913. Auf Anfrage ist es aber auch für andere Interessierte offen. Sprache: Deutsch/Englisch. Der Lesekreis findet dienstags, 15.00-16.30h via WebEx statt.

Beginn: 3. Nov. 2020, Anmeldung bitte unter: christa.kamleithner(at)b-tu.de

Dismantling the Mausoleum

Online Seminar, Winter 2020/21, World Heritage Studies

Dr. Roland Meyer

Mondays, 1:45 – 3:15 pm (seminar sessions);

3:45 – 5:00 pm (consultations) on WebEx

(link will be provided via Moodle)

Since early 2020, museums worldwide had to face the dire consequences of the Covid-19 pandemic. Most had to shut down and cancel exhibitions, some will never open again. But even for those who could re-open during summer, conditions have changed dramatically. International tourist crowds and big blockbuster exhibitions, who fueled the global museum boom of the last decades, may very well be a thing of the past, and the financial prospects of many institutions seem bleak. At the same time, new challenges, from the digital transformation to the demands for restitution of looted artifacts, force many museums to re-invent themselves and reflect on their core values and future mission.

This time of crisis, uncertainty and fundamental challenges may also be a time to look back into the history of the museum and the ideas that formed it: what it was, what it promised to be, what it could have been, and what it has become. Rather than being merely a global success story, as it has sometimes been framed, the European concept of the modern museum has never been uncontested and unchallenged. On the contrary, since its beginnings in the 19th century it has witnessed various waves of critique, sometimes arguing for wide-ranging reform, sometimes attacking the very foundations of the institution. 

In the seminar, we will read and discuss both classic and contemporary examples of various kinds of museum critique, voiced by scholars, artists, activists, and museum professionals alike. We will explore the flaws and blind spots of the hegemonial concept of the European museum, its complicity with colonialism, nationalism, and neoliberalism, and we will have a look at unrealized museum utopias imagining an alternative, different kind of museum. Finally, we will ask for our own visions for the future: How could the museum we want and need look like? 

Method

The course will give students a critical insight into the history of the modern museum and the concepts that formed it, thus enabling them to develop their own position towards the challenges museums are facing today. The course will take place as a mostly synchronous online seminar, with assigned readings, regular written reading responses and recurring online-group discussions via video conferencing. A reader will be provided via Moodle at the beginning of the semester. 

Course requirements

Regular reading responses, participation in online discussions via video conferencing, and final paper. 

fragen oder Wie man sich den Dingen nähert

fragen – oder wie man sich den Dingen nähert

Wecken diese Fragen Ihre Neugier?

  • Ist es wichtiger, dass es der Welt gut geht oder mir? Kommen Meinungen von selbst? 
  • Bin ich reich, ohne es zu wissen?  
  • Wer regiert die Stadt? Wem gehört die Luft? 
  • Was ist der Nutzen des Nutzers?
  • Helfen Fragen beim Denken? 

Fragen Sie sich, ob dieses Seminar für Sie relevant ist? Vielleicht helfen folgende Fragen?

  • Ist kritisches, selbstständiges Denken das Ziel des Studiums? 
  • Sind Fragen ein Werkzeug der Wissenschaft? 
  • Was ist eine gute Frage? 
  • Gibt es dumme Fragen? 
  • Geben bessere Fragen bessere Antworten? 
  • Kann man das Fragen lernen? 
  • Haben Sie schon Fragen nicht gestellt, aus Sorge dumm zu wirken? 
  • Würde Ihnen mehr Übung helfen?

Weitere Informationen erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung in moddle: 

www.b-tu.de/elearning/btu/course/view.php

Anforderungen:

Regelmäßige Teilnahme an den Seminaren, Führen eines Fragebuchs, schriftliche Ausarbeitung zu einem selbstgewählten Thema aus dem Seminarzusammenhang. 

Die Arbeit wird in Form von Konsultationen begleitet. 

Das Seminar soll als Präsenz-Veranstaltung stattfinden, sofern es unter den gegebenen Bedingungen möglich ist. Andernfalls in digitaler Form.

Handlungsräume. Performancekunst, (gebaute) Umwelt und Öffentlichkeit

Die Performancekunst ist aus dem Kunstbetrieb heute nicht mehr wegzudenken. Seit frühen Anfängen im Dadaismus und ihrer sukzessiven Etablierung seit den späten 1950er-Jahren haben handlungsbasierte Kunstformen unentwegt ihre strukturelle, materielle und thematische Offenheit und Vielgestaltigkeit behauptet. Ob „Happening“, „Aktion“, „Body Art“ oder die heute gängige Bezeichnung „Performance“ – gemein ist ihnen die Durchsetzung eines radikal offenen Werkbegriffs, den Susan Sontag bereits 1962 so unspezifisch wie zutreffend als „eine Reihe von Handlungen und Ereignissen“ umrissen hat.
 
Untrennbar mit dem Werk verbunden ist dabei der Aspekt der Räumlichkeit. Gemeint ist hierbei sowohl der Raum, den die Performance im Rahmen ihrer Handlung einnimmt – den sie sozusagen schafft – als auch der spezifische Ort, an dem sich diese Handlung abspielt. Der Raum kann werkkonstituierender Bestandteil einer Performance sein. Sie arbeitet mit seiner Zweckbestimmung und bereits vorhandenen Bedeutungen, eignet sie sich an, definiert Räume mitunter aber auch neu, transformiert sie also.
 
Im Seminar werden wir uns anhand konkreter Werkbeispiele mit den verschiedenen Sphären beschäftigen, in denen sich Performances abgespielt haben und abspielen – ob privat oder öffentlich, architektonisch oder landschaftlich, ob in der Galerie, im Museum, im Stadtraum oder in der Zurückgezogenheit des eigenen Ateliers. Dabei werden uns vor allem die Wechselbeziehungen zwischen dem jeweiligen Raum und dem sich darin als „Reihe von Handlungen und Ereignissen“ entfaltenden Kunstwerk interessieren.
 
Lernziele

Die Studierenden erwerben grundlegende Kenntnisse der Entwicklung prozessualer Kunstformen im 20. und 21. Jahrhundert sowie unterschiedlicher theoretischer Konzepte der Raumbildung und -wahrnehmung. Darüber hinaus werden im Zuge der Seminaraufgaben methodisches Wissen gefestigt und die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten vertieft.

Anforderungen

Regelmäßige Teilnahme an den Seminaren, Referat, Kurzaufgaben (in mündlicher und/oder schriftlicher Form), schriftliche Hausarbeit zu einem selbstgewählten Thema aus dem Seminarzusammenhang oder Ausarbeitung des Referats.

Kolloquium für Fortgeschrittene

Das Kolloquium richtet sich an Studierende und Forschende, die eine Masterthesis verfassen möchten oder an ihrer Dissertation/Habilitation arbeiten. In Form von Workshops werden wissenschaftliche Methoden erarbeitet sowie das Schreiben wissenschaftlicher Textformate (Abstrakt, Forschungsplan, Kurzexposé) geübt. Ausserdem haben die Studierenden Gelegenheit, den Stand ihrer Arbeit zu präsentieren, Forschungsfragen zur Diskussion zu stellen und Feedback einzuholen.

Anforderungen

Freude an wissenschaftlichem Austausch, Zwischenpräsentation des Arbeitsstandes, Bereitschaft zum Peer Review

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