„Environmental Humanities“ Das Projekt

Die Technisierung von Umwelt und Gesellschaft ist unübersehbar und stets präsent. Im Rahmen der Environmental Humanities richtet sich die kritische Reflexion auf historische Konstellationen, aktuelle Praxen, und Zukunftsvisionen von Technik und Umwelt. Aufgegriffen werden populäre Begriffe wie Klimawandel, Anthropozän, Energietransformation, digitale Gesellschaft oder Technosphäre. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Voraussetzung einer radikalen Technisierung der Umwelt und die technische Bestimmtheit des Menschen.

Damit werden Themen fokussiert, die im Forschungsprofil der BTU an der Fakultät 5 aber auch anderen Fakultäten bereits vertreten sind. Gemeinsamer Nenner sind epistemologische und historische, ökonomische und soziologische Fragen zu gesellschaftlichen Umweltverhältnissen. Die Forschungsprogramme beschäftigen sich entsprechend mit soziotechnischer Innovation im Sturkturwandel, nachhaltiger Entwicklung in Unternehmen und gebauter Umwelt, Begleitforschung zu aktuellen und künftigen Technologien, dem Einfluss der Umwelt auf Migration, soziale Gerechtigkeit und Gesundheit, oder ethischen Aspekten des Managements von Ressourcen (Globalisierung).

Studium

Der Bereich Environmental Humanities (EH) nimmt im Rahmen des geplanten Studengangs Transformation Studies (TS) die Erforschung der Theorie und Praxis des Zusammenwirkens von Technik und Umwelt (assemblages of technology and environment) in den Blick. Mögliche Tätigkeitsfelder für Studierende mit einem Abschluss in TS, Schwerpunkt EH, eröffnen sich im Bereich Umwelt- und Klimapolitik, Wissensvermittlung und Kommunikation, Beratung zu nachhaltigem Management an öffentlichen Institutionen (Universitäten, Verwaltung) und der Industrie, an internationalen Institutionen (CITES, MAB, etc.), sowie in der Forschung im Bereich Kultur- und Gesellschaftswissenschaften. Der Studiengang soll in englischer Sprache angeboten werden und gewinnt dadurch an Internationalisierungspotential.